Dialer: Weihnachtsgruß im Internet kann 30 Euro kosten
Das Verbraucherportal Dialerschutz.de warnt aus gegebenem Anlass vor einem leichtfertigen Umgang mit Weihnachts-Grußkarten im Internet. Manche Angebote sind in der Tat kostenlos, doch bei weitem nicht alle.
Wer in der Vorweihnachtszeit online Grußkarten verschickt, kann schnell in eine Kostenfalle tappen. Bis zu 30 Euro werden unter Umständen fällig, wenn eine Weihnachts-Grußkarte über Dialer verkauft wird. Darauf weist das Portal Dialerschutz.de hin. Viele dieser Weihnachts-Grußkarten-Angebote sind kostenlos, doch eben längst nicht alle. Seit einigen Jahren werden Grußkarten im Web vielfach über Dialer angeboten. Hat man Pech und gerät an einen so genannten Drop-Charge-Dialer, hat man bis zu 30 Euro pro Einwahl auf der Rechnung.
Generell sind Kosten in dieser Höhe hierzulande erlaubt – doch nur dann, wenn der Kunde deutlich über die entstehenden Kosten aufgeklärt wird. Doch genau daran hapert es bisweilen. So wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle bekannt, bei denen Seitenbetreiber ihre Angebote als “kostenlos” bewarben. Tatsächlich fielen aber bei der Dialer-Einwahl hohe Kosten an.
Demzufolge sollte man vorsichtig sein, wenn man Weihnachts-Grußkarten verschicken möchte. Typisch für Dialer ist beispielsweise das so genannte OK-Feld, mit dem man den Start des Dialers explizit bestätigt. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass der Dialer auch dann aktiviert wird, wenn man auf “Abbrechen” klickt. Zudem wird der Tarif, denn man sich mit dem OK-Klick auflädt, oft erst nach mehreren OK-Fensterchen genannt und ist manchmal nur schwer lesbar.
Wenn ein Anbieter versucht, seinen Preis zu verschleiern, sollte man von dem Angebot Abstand nehmen, rät Dialerschutz.de. Zudem sollte man niemals etwas per Mausklick oder Tastatureingabe bestätigen, was man nicht zuvor ganz genau gelesen hat. Das gilt für Dialer-Angebote ebenso wie für Datenschutz-Erklärungen. Bisweilen nutzen Anbieter die eingegebenen Daten (etwa Mailadressen), um sie für Werbezwecke zu verwenden oder weiterzuverkaufen.
Trifft man auf Dialer-Angebote, sollte man checken, ob die Einwählprogramme bei der Regulierungsbehörde registriert sind. Dazu notiert man sich die Einwahlnummer (erkennbar an der Vorwahl 09009) und gleicht diese in der Dialer-Datenbank der Regulierungsbehörde unter www.regtp.de ab.



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