Wölfe im Schafspelz: Warnung vor destruktiven Exploits
Durch so genannte Exploits kann man in ansonsten harmlose Dateien Viren oder andere Schadprogramme einschleusen, ohne dass der Anwender es merkt. Die bislang bekannten Exploits werden von H+BEDV als äußerst kritisch eingestuft.
Die Antivirenspezialisten aus dem Hause H+BEDV Datentechnik zeigen sich besorgt über rapide ansteigende Zahlen bei einer bisher wenig beachteten digitalen Bedrohung: Drei aktuelle Vertreter der so genannten Exploits beschreiben Manipulationen, die offenbar erheblichen Schaden anrichten können.
Schadpotenzial enorm
Durch Exploits kann man in ansonsten harmlosen Daten Programmcode unterbringen und vom Anwender ungewollt und unbemerkt ausführen lassen.
So könnten durch Manipulation einer JPEG-Datei relativ leicht Schadprogramme – Viren, Würmer, Trojaner – in eine harmlos anmutende Bilddatei eingeschleust werden (Exploit MS04-028). Die ebenfalls unlängst aufgetauchten Exploits MS03-050 und MS03-037 hingegen beziehen sich auf Microsoft-Office-Anwendungen.
Die Folgen können für Anwender dramatisch sein: Das Anzeigen eines Fotos, das man per E-Mail erhalten hat oder das Öffnen eines Microsoft-Office-Dokuments dürften dann ausreichen, um sich eine üble Infektion – je nach Art des betreffenden Malware-Codes – einzufangen.
Noch kein Schaden bekannt
Die oben genannten Exploits warten allem Anschein nach noch auf die Entfaltung ihres destruktiven Potenzials: Bisher sind JPEG-Dateien mit virulentem Inhalt noch nicht bekannt. Aber es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich Programmierer finden, die diese Sicherheitslücken in die Tat umsetzen.
Die aufgeführten Exploits werden als sehr kritisch eingeschätzt. H+BEDV empfiehlt allen Anwendern, die von Microsoft angebotenen Sicherheits-Updates zu installieren und die eingesetzte Antivirensoftware regelmäßig zu aktualisieren. Für die Antivir-Versionen ist das bereits geschehen.



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