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Vergleich: Kazaa einigt sich mit der Musikindustrie

Abgelegt unter: Musik,Recht | Autor: Redaktion | 28. Juli 2006

Der Rechtsstreit ist beendet: Die Tauschbörse Kazaa hat einen Vergleich mit der Musikindustrie geschlossen und sich dazu bereit erklärt, künftig Filtertechnologien einzubauen, die illegale Downloads verhindern sollen.

Die größten Tonträgerhersteller und der Betreiber des Kazaa-P2P-Netzwerks haben ihre internationalen Gerichtsverfahren durch einen globalen außergerichtlichen Vergleich beendet. Kazaa hat sich in dem Vergleich dazu bereit erklärt, eine Entschädigung an diejenigen Tonträgerhersteller zu zahlen, die rechtliche Schritte gegen das P2P-Netzwerk eingeleitet hatten. Nach Informationen der BBC soll die Summe 100 Millionen Dollar betragen.

Alle Verfahren beendet

Kazaa hat außerdem zustimmen müssen, künftig Filtertechnologien einzubauen, die User an der Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte hindern. Der Vergleich folgt zum einen dem Urteil des australischen Bundesgerichts aus dem letzten Jahr, in dem die Betreiber von Kazaa für schuldig befunden wurden, Urheberrechtsverletzungen zu ermöglichen, und zum anderen den US-Verfahren gegen Kazaa, Grokster und Streamcast.

Die Klage gegen Grokster und Streamcast ging bis vor den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, der im Juni vergangenen Jahres entschied, dass Personen oder Gesellschaften, welche Urheberrechtsverletzungen durch Nutzer ihrer Dienste fördern, zur Verantwortung gezogen werden können. Im November vergangenen Jahres beendete Grokster den Rechtsstreit mit den Musik-Labels und Filmstudios durch einen Vergleich.

Kazaa ist für den Tausch von Musik und Filmen eines der beliebtesten P2P-Netzwerke der Welt und hatte zu seinen besten Zeiten gleichzeitig 4,2 Millionen User weltweit. Im Mai 2003 erklärte Sharman Networks Kazaa mit 239 Millionen Downloads als die am meisten heruntergeladene Software aller Zeiten.




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