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Windows Tipps: Windows XP Geschwindigkeit optimieren

Abgelegt unter: Tipps & Tricks | Autor: Oliver | 01. Juni 2008

Die Arbeitsgeschwindigkeit unter Windows XP nimmt mit der Zeit immer mehr ab. Installierte Programme schreiben sich fast in jedem Fall in die Registry, Spiele verbrauchen einen großen Platz auf der Festplatte und unpraktische Einstellungen lassen auch schnelle Rechner mitunter in die Knie gehen. Die Lasten, die das System zu tragen hat, lassen sich aber teilweise umsetzen oder ganz abwerfen.

Hierzu stellen wir Ihnen einige Tipps vor.

Datenträgerindizierung (2000/XP)

Die Datenträgerindizierung dient dazu, alle Ordner und Dateien auf der Festplatte in einer Art Katalog zu indizieren. Das erhöht die Geschwindigkeit, mit der die Windows-interne Suche Ergebnisse liefert.

Es reduziert im Gegenzug allerdings auch die Geschwindigkeit der Navigation durch Ordner. Die Windows-Suche wird nur von wenigen Anwendern genutzt und funktioniert auch ohne die Indizierung, teilweise kaum langsamer. Um einen Geschwindigkeitsvorteil zu erlangen, empfiehlt es sich also, die Indizierung abzuschalten. Dazu geht man wie folgt vor:

Rechtsklick auf Festplatte -> Eigenschaften -> Reiter “Allgemein”. Unten findet sich dann
die Option “Laufwerk für schnelle Dateisuche indizieren”. Haken entfernen, “Übernehmen” klicken, fertig.

Tools aus Autostart entfernen (XP)

Wer eine große Palette an Software nutzt, muss auch damit rechnen, dass etliche der Programme sich eigenständig in den Autostart eintragen. Meist werden viele der mitstartenden Programme nicht benötigt und belasten nur unnötig den Rechner.

Sie kosten RAM, da sie im Hintergrund laufen, verbrauchen CPU-Leistung, je nachdem, um welches Programm es sich handelt und verzögern den Start des Betriebssystems. Ausserdem füllen sie oft den Systray, wodurch erhebliche Unübersichtlichkeit entstehen kann.

Diesem Problem gehen Sie wie folgt aus dem Weg:
Klicken Sie auf Start -> Ausführen und geben “msconfig” ein. Damit startet das “Systemkonfigurationsprogramm”. Interessant sind die beiden letzten Dateireiter “Dienste” und “Systemstart”.

Unter Dienste ist es sinnvoll, die Option “Alle Microsoft-Dienste ausblenden” zu aktivieren. Dadurch werden nur noch Dienste von Programmen angezeigt, die vom User manuell installiert wurden. Was zu entfernen ist, ist meist abhängig vom jeweiligen System, doch kann man festhalten, dass Dienste, die mit Treibern in Verbindung stehen, so bleiben sollten, wie sie sind.

Die Deaktivierung kann unter Umständen zur Beeinträchtigung des Systems führen. Jedoch sind Dienste von Adobe, Messenger oder anderen Programmen, die nicht zur Verwendung kommen, unbedenklich deaktivierbar.

Unter Systemstart finden sich meist mehr Programme, die nicht mitstarten, aber nicht benötigt werden. So kann man beispielsweise bedenkenlos gttask, einen Hintergrundprozess von Apples QuickTime, den Adobe GammaLoader, NeroCheck und msnmsgr, den Windows Messenger, deaktivieren.

Genauso sind in vielen Fällen der iTuneHelper, winampa, der Winamp-Systray-Agent oder PDVDServ, der Hintergrundprozess von PowerDVD, überflüssig und können abgeschaltet werden.

Defrag gezielt einsetzen (2000/XP)

Trotz einiger gegenteiliger Meinungen hilft die regelmäßige Defragmentierung der Festplatte, eine stabile Arbeitsgeschwindigkeit zu gewährleisten. Bei der Defragmentierung werden die Daten in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Wo vorher der Schreib-/Lesekopf schnell und oft hin und her springen musste, um alle Dateifragmente zu erfassen, weil diese auf die ganze Platte verteilt waren, muss er jetzt nur noch einmal kurz zum Anfang des Datensatzes wechseln und kann alle in einem Rutsch laden.

Das spart nicht nur Rechen- und Arbeitszeit, sondern lässt auch die Festplatte weniger schnell altern. Zu erreichen ist die Defragmentierung, die man etwa einmal im Monat ausführen sollte, über Start -> Programme -> Zubehör -> Systemprogramme -> Defragmentierung. Ein Klick auf die Festplatte in der Liste und “Defragmentieren” startet den Vorgang, der je nach Festplattengröße bis zu drei Stunden dauern kann.

Windows Programme löschen (2000/XP)

Auf Dauer sammeln sich auf einem System immer mehr Programme an, die nach kurzer Zeit nicht mehr benötigt werden. Diese belegen Speicher in Form von Dateien und Registry-Einträgen. Werden solche Programme jedoch nicht gelöscht, wird sich der User irgendwann über den fehlenden Platz wundern.

Deshalb ist vorsorgliches Säubern angesagt. Unnütze Software kann entweder über Start -> Einstellungen -> Systemsteuerung oder über eine Uninstall.exe im Installations-Verzeichnis deinstalliert werden.

Wer die Software aber behalten oder eventuell später noch einmal nutzen möchte, kann googeln, ob es eine entsprechende portable Software gibt. Diese belegt mitunter weniger Speicher, schreibt sich nicht in die Registry und kann auch auf einem USB-Stick mitgenommen werden.

Temporäre Dateien löschen (2000/XP)

Windows und Programme erstellen im Laufe einer Sitzung temporäre Dateien, die mitunter einige hundert Megabyte belegen können. Diese Daten sind nach einer Sitzung nutzlos und können beziehungsweise sollten sogar gelöscht werden. Wir erklären, wo Sie die Daten finden und woran Sie sie erkennen.

Als erstes sollte gesagt sein, dass die temporären Daten am besten nur direkt nach dem Hochfahren gelöscht werden sollten. Auf einige Daten wird sonst noch zugegriffen und das kann dazu führen, dass Fehler auftreten. Dies ist zwar eher die Ausnahme, sollte aber dennoch vermieden werden.

Zu finden sind die Ordner folgendermaßen:

a) Die Dateisuche nach *.bak, *.old und *.tmp im Systemverzeichnis führt zu Dateien, die man bedenkenlos löschen kann.
b) Ein anderer Weg führt direkt zum Temporären Ordner: C:Dokumente und Einstellungen<Nutzername>Lokale EinstellungenTemp. Die Daten in diesem Ordner können ebenfalls bedenkenlos gelöscht werden. Programme wie Xpy und XP AntiSpy automatisieren die Löschaktion sogar.

Ausserdem befinden sich im Windows-Ordner noch Verzeichnisse, die mit “$NtUninstall” beginnen. Dabei handelt es sich um die Backups der installierten Hotfixes und Updates für Windows. Da aber niemand diese Updates zu deinstallieren versuchen sollte, um einen älteren unsicheren Systemzustand wiederherzustellen, empfiehlt es sich, diese Ordner zu löschen.

Sie werden nicht wieder benötigt. Entfernen sollte man nur nicht den Ordner namens “$hf_migs$”. Dieser ist sehr wichtig für nachfolgende Updates und Hotfixes. Er ist eine Art Verlauf.

Update Ordner

HINWEIS:
Für diesen Punkt ist es unter Umständen notwendig, versteckte Dateien anzeigen zu lassen. Das geht über ein Explorer-Fenster. Extras -> Ordneroptionen -> Ansicht führt zu den Optionen “Geschützte Systemdateien ausblenden” und “Inhalte von Systemordnern anzeigen”. Die erstgenannte Option sollte deaktiviert und die zweitgenannte aktiviert sein, um wirklich alle Dateien angezeigt zu bekommen.

XP Auslagerungsdatei (2000/XP)

Die Auslagerungsdatei ist eine Datei, die im Prinzip eine Erweiterung des Arbeitsspeichers auf der Festplatte darstellt. Ist der Arbeitsspeicher voll, schreibt Windows in dieser Datei weiter. Allerdings ist diese Datei standardmäßig auf der Systempartition gespeichert, was zu Geschwindigkeitsproblemen führen kann, wenn Windows gleichzeitig noch arbeitet.

Die daraus resultierenden Schreib- und Lesezugriffe können den PC stark ausbremsen. Darum empfiehlt es sich, die Auslagerungsdatei auf eine von der System-Festplatte physikalisch getrennte Festplatte zu speichern oder wenigstens auf eine andere Partition zu verschieben. Zudem belegt die Datei genau so viel
Speicher wie der Arbeitsspeicher groß ist.

Pagefile.sys

Verschieben lässt die Datei sich nicht ohne weiteres, da Windows die Datei im laufenden Betrieb für sich reserviert. Um sie auf eine Partition oder Festplatte zu bekommen, muss man folgende Schritte ausführen: Rechtsklick auf Arbeitsplatz -> Eigenschaften -> Erweitert -> Einstellungen (bei Systemleistung) -> Erweitert -> Ändern.

Wählen Sie eine andere, wie bereits gesagt, möglichst physikalisch differente Festplatte aus und geben Sie dort die gleichen Werte ein, wie sie bei der Systempartition stehen. Danach klicken Sie auf die Systempartition und wählen “Keine Auslagerungsdatei” aus.

Beide Male müssen Sie mit einem Klick auf “Festlegen” die Änderungen bestätigen, da diese sonst nicht übernommen werden. Ist alles erledigt, muss der PC noch neugestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden. Bis dahin kann dennoch normal weitergearbeitet werden.

Windows CheckDisk (2000/XP)

Bei einem Absturz, einem Programmfehler oder durch defekten Arbeitsspeicher können Dateifehler auftreten, die die Arbeitsgeschwindigkeit beeinträchtigen. Dies kann so weit führen, dass sich bestimmte Dateien nicht mehr öffnen lassen oder beispielsweise die Erstellung der Miniaturvorschau verzögern.

Auch kann es passieren, dass Speicher- oder Ladevorgänge extrem lange dauern. Sollte dies bei der Navigation durch Ordner oder bei der Bearbeitung von Dateien der Fall sein, könnte es sich um fehlerhaft gespeicherte Dateien handeln. Um dies zu überprüfen und automatisch korrigieren zu lassen, ist nichts weniger nötig, als ein Rechtsklick auf die zu überprüfende Festplatte/Partition und dann ein Klick auf “Eigenschaften”.

Dort ist unter dem Reiter “Extras” der Button “Jetzt prüfen…” zu finden. Dieser startet die Datenträgerüberprüfung, auch als CHKDSK (CheckDisk) oder ScanDisk (von älteren Windows-Systemen) bekannt. Beide Haken sollten gesetzt sein, damit gefundene Fehler auch sofort korrigiert werden.

Soll die Systemplatte oder eine andere Partition überprüft werden, auf die gerade zugegriffen wird, so wird Windows fragen, ob die Überprüfung beim nächsten Neustart durchgeführt werden soll. Dies sollte getan werden.

Systemwiederherstellung (XP)

Die Systemwiederherstellung ist eine nicht unpraktische Funktion in Windows XP, doch wird sie bei einigen durch ein Programm wie TrueImage ersetzt sein, weswegen sie bei diesen Usern überflüssig ist. Dennoch werden beispielsweise bei der Installation von Service Packs Systemwiederherstellungspunkte erstellt.

Wer den Speicher freigeben möchte, kann dies über Eigenschaften von Arbeitsplatz -> Systemwiederherstellung -> Einstellungen. Hier lässt sich mit einem Schieberegler festlegen, wie groß der für die Systemwiederherstellung verfügbare Speicher sein soll. Der Regler ist im Falle des Freisetzens des Speicherplatzes auf 0% zu setzen.

Dieser Vorgang sollte für jede der in der Liste angezeigten Partitionen durchgeführt werden. Zum Schluss ist noch ein Klick auf “Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren” notwendig, damit auch keine neuen Speicherpunkte erstellt werden können.

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Kommentare zu "Windows Tipps: Windows XP Geschwindigkeit optimieren"

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  1. Comment von pc xp
    vom 3. Mai 2010, 19:09 Uhr

    Guter Artikel!
    Auf PC Speedtest http://pcspeedtest.de finden Sie auch einen Vielzahl hilfreicher Artikel um die Geschwindigkeit Ihres PCs zu optimieren.
    Zudem können Sie auf der Website einen Speed-Test zu Ihrem System durchführen. Anschließend werden Ihnen Vorschläge zur Optimierung geboten oder Sie können sich die kostenlose PC Speedtest Software herunterladen, welche Ihr System bereinigt um wieder schneller und effizienter arbeiten zu können.

  2. Comment von jeschek
    vom 28. April 2009, 16:04 Uhr

    diese tuningtips finde ich prima,
    tuning ist auch ein kleines hobby von mir,
    weiter so,

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