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Web Radio kostenlos: Last.FM Download & Co.

Abgelegt unter: Audio,Downloads,Facebook & Co.,Musik,Tipps & Tricks | Autor: Andre | 27. Mai 2010

Im Internet gibt es nicht nur illegale Wege, um an kostenlose Musik zu gelangen. Viele unbekannte Bands werden erst durch Musikdienste wie Last.FM bekannt. Doch das soziale Musik-Netzwerk taugt nicht nur zum Entdecken neuer Musik. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mehr aus dem Radio 2.0 holen.

Last.FM: Scrobbeln und Co.

Bei Last.FM handelt es sich um ein soziales Netzwerk ähnlich StudiVZ und Facebook. Das Thema, das alle Mitglieder verbindet, ist dabei die Musik. Jeder Mensch hat einen anderen Musikgeschmack. Während Person A Rock hört, lässt Person B Pop durch das Radio dudeln.

Last.FM möchte Anhänger von (zumindest grob) ähnlichen Musikgenres zusammenbringen und den Horizont seiner Mitglieder erweitern. Mit der Zeit baut jedes Mitglied sein persönliches Profil auf, das ein Verzeichnis der meistgespielten Lieder und Bands beinhaltet. Auf Basis dieses Profils empfiehlt Last.FM neue Musik. Dabei gilt: Je präziser das Profil ist, desto genauer kann Last.FM auch Empfehlungen aussprechen.

Beispielsweise wird der Altrocker Heinz-Gerhard, sofern er meistens ACDC, Nirvana und Motörhead hört, ebenfalls Rock-Bands empfohlen bekommen. Spielt er zwischendurch Eros Ramazotti, wird ihm Last.FM sicherlich auch Musik von italienischen Pop-Interpreten vorschlagen.

Die Kernaktivität, auf der das Prinzip von Last.FM beruht, ist das Scrobbling. Zu “scrobbeln” bedeutet nichts anderes, als dass der gerade laufende Song an Last.FM übermittelt wird. Aus diesen Angaben baut der Dienst das persönliche Musik-Profil auf. Was kompliziert klingt, ist in Wahrheit jedoch ganz leicht.

Für die meisten Player, darunter Winamp, Windows Media Player und Foobar, steht ein Plugin bereit, das automatisch Songs scrobbelt. Mit dem Musik-Player startet sich auch automatisch Last.FM, das weiterführende Informationen zum laufenden Interpreten anzeigt.

Last.FM im Überblick:

■ Finden von Freunden mit ähnlichem Musikgeschmack
■ Musikempfehlungen erhalten, die dem persönlichen Geschmack entsprechen
■ Aufbauen eines individuellen Profils
■ Streamen kostenloser Musik im Radio

Der Last.FM Client

Herzstück des Last.FM-Clients ist das Radio. Wird die persönliche Musikstation gestartet, streamt Last.FM ähnliche Bands. Dabei werden Musikgruppen und Sänger berücksichtigt, die dem persönlichen Musikgeschmack entsprechen. Auf diese Weise werden dem Nutzer auch Bands empfohlen, die ihm bis dato unbekannt waren.

Über den Last.FM-Client liebt und bannt man Interpreten. Sollte das persönliche Radio einmal daneben liegen und eine Band einspielen, die man nicht mag, bringt man es mit den beiden Buttons wieder auf den richtigen Weg.

Eine Band, die geliebt wird, wird Last.FM beim nächsten Mal berücksichtigen. Wird das Lied gebannt, wird es nicht mehr gespielt. Außerdem fällt die dazugehörige Band im Ranking zurück. Egal ob man nun liebt oder bannt: Mit jeder Aktion wird das Musikprofil weiter eingegrenzt und präziser. Man kann dies mit einem Spam-Filter vergleichen: Er muss auch erst trainiert werden, bevor er genaue Ergebnisse liefert.

Die Social Networking-Komponenten von Last.FM verstecken sich recht unscheinbar im Client. Man öffnet hier eine Liste von “Nachbarn”. Bei diesen handelt es sich um andere Mitglieder, die einen ähnlichen Musikgeschmack aufweisen. Mit einem Doppelklick startet die Radiostation des entsprechenden Mitglieds und weiter geht die Reise im Musik-Universum …

Über das Menü des Clients ist weiterhin die persönliche Last.FM-Seite zu erreichen. Sie gibt einen Überblick über kürzlich gespielte Titel und stellt interessante Statistiken auf. Wussten Sie, wie viele Songs Sie seit Beginn Ihrer Last.FM-Mitgliedschaft abgespielt haben? All das und mehr verrät die Last.FM-Membersite.

Download Last.FM

Last.FM Musik aufnehmen

So viel zum Theorieteil. Man wird sich die Frage stellen, ob man die Inhalte von Last.FM auch auf der Festplatte speichern kann. Das Ziel: Kostenlose Musik. Vorab die gute Nachricht: Ja, man kann den Last.FM-Stream auf die Festplatte speichern. Es existieren eine Reihe von Last.FM-Rippern, die die gestreamten Songs fein säuberlich auf die Festplatte bannen, inklusive der mitgesendeten ID3-Informationen.

Bevor wir Ihnen einen leistungsfähigen Last.FM-Sauger vorstellen, jedoch noch eine kleine enttäuschende Nachricht: Das gezielte Durchsuchen von Last.FM nach einem Titel ist nicht möglich. Bei Last.FM handelt es sich schließlich um ein Online-Radio und keine Musik-Tauschbörse.

Wer sich mit diesem Umstand arrangieren kann, der wird mit LastSharp viel Freude haben. Nach Eingabe des Benutzernamens und Passworts greift LastSharp auf die wichtigsten Funktionen von Last.FM zu. Dazu zählen das Starten einer Playlist nach …

■ Tag (Beispielsweise ein Band-Name)
■ Ähnlichen Künstlern
■ Der persönlichen Playlist

In den Programmeinstellungen von LastSharp sollte man zuvor jedoch noch festlegen, in welchem Verzeichnis die heruntergeladenen Musikdateien gespeichert werden. Zudem ist die Beeinflussung der Ordnerstruktur möglich: Entweder werden alle Dateien ungeordnet in einen Ordner gesichert oder LastSharp legt für jeden Interpret ein separates Verzeichnis an.

Alles in allem kann sich LastSharp sehen lassen. Zwar benötigt man ein bisschen Zeit, um durch den etwas chaotischen Programmaufbau zu steigen, dafür überzeugt das Ergebnis. Auf Wunsch speichert der Last.FM-Ripper die zu den Songs passenden Cover. Die Musikqualität kann sich hören lassen: In einigen Fällen erreichten wir eine mehr als akzeptable Güte des Audiomaterials.

Download LastSharp

Als Shareware-Alternative zu LastSharp bietet sich Replay Music an. Zwar muss man für das Programm zahlen, dafür bringt es jedoch gleich ein Brennprogramm mit. Damit entsteht eine persönliche Musik-CD mit Last.FM-Musik für das Auto. Darüber hinaus stehen mehrere Audio-Qualitätsstufen zur Verfügung: Replay Music speichert in Bitraten zwischen 192 und 320 Kilobit pro Sekunde.

Download Replay Music

Musikzentrale mit integrierter Last.FM-Unterstützung

Nachdem wir uns der Aufnahme gewidmet haben, kommen wir zu einer zweiten Kategorie von Last.FM-Tools. Immer mehr Medien-Player springen auf den Last.FM-Zug auf und stellen eine Verbindung zu dem sozialen Musiknetzwerk her.

aTunes spielt Musik von der Festplatte ab und speichert den Inhalt von Musik-CDs auf der Festplatte. Die Freeware punktet vor allem bei der Verwaltung von Abspiellisten: Die persönlichen Songhighlights von der Festplatte markiert der Musikfreund als Favoriten, aus denen aTunes eine eigene Playlist erstellt.

Die Statistikfunktion gibt wie Last.FM einen Einblick in das eigene Musikverhalten und zeigt auf, welche Bands besonders oft gespielt werden und bei welchen Songs Ohrwurmgefahr droht. Apropos Last.FM: aTunes übermittelt den gerade laufenden Song an Last.FM, damit das eigene Musikprofil geschärft wird.

Mehr Features:

■ On Screen Display (OSD) für eine schnelle Bedienung
■ Streaming von Online-Radio
■ Karaoke-Wiedergabe
■ Erweiterte Suchfunktion

Download aTunes

Last.FM im Firefox

Zum Pflichtprogramm für alle Firefox-Nutzer zählt die Erweiterung Fire.FM. Sie holt das Last.FM-Radio direkt in den Browser. Unter der Adressleiste wird eine separate Programmleiste platziert, über die man einen Radiostream startet – und dies sogar ohne Registrierung bei Last.FM.

Ist man nicht registriert, fehlen jedoch Funktionen wie das Scrobbling und Musikempfehlungen. Wer Musik beim Surfen hört, ist mit Fire.FM bestens bedient, zumal die Installation schnell erledigt ist.

Download Fire.FM

Last.FM: Kann sich hören lassen

Unser kleiner Einblick in die Welt der Last.FM-Tools stellt nur einen kleinen Abriss der Möglichkeiten dar. Immer mehr Entwickler von Player- und Recorder-Software implementieren eine Last.FM-Unterstützung, um den Anwendern den Zugang zum Musikdienst so einfach wie möglich zu machen.

Wer Last.FM-Songs aufnimmt, erweitert kostenlos und legal seine Musik-Sammlung – und das in überzeugend guter Qualität. Besonders attraktiv wird die Aufnahme dadurch, dass stets frischer (Musik-)Wind in das Song-Archiv kommt. Neue Bands kommen quasi tagtäglich “angeflogen”.

Media-Player mit Last.FM-Unterstützung lassen den Anwender nicht mehr merken, dass gescrobbelt wird. Mit jedem abgespielten Song schärft sich das Musikprofil und Last.FM kann immer genauere Empfehlungen aussprechen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass jeder Musik-Fan einmal Last.FM ausprobiert haben sollte. Mit den passenden Tools macht der Dienst sogar richtig viel Spaß. Und wer weiß: Vielleicht wird man sogar zum Dauer-Scrobbler …

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