Windows Media Player Softwareicon Windows Media Player

Windows Media Player gibt eine Vielzahl von Multimedia-Formaten und Streams wie Internetradios wieder und verwaltet Musiksammlungen. Zudem brennt der Freeware Player Audio-CDs und überträgt die Musik auf tragbare Geräte. Nebenbei ist ein Server integriert, mit dem man Mediafiles via Netzwerk oder Internet auf andere PCs streamt. Über Designs wird die Benutzeroberfläche an die eigenen Wünsche angepasst und mit verschiedenen Plugins lässt sich der Funktionsumfang erweitern.

Windows Media Player Download

Windows Media Player Download und erster Start

Eine der praktischsten Angelegenheiten am Medienabspieler aus dem Hause Microsoft ist, dass man sich den Windows Media Player Download in der Regel sparen kann - der Player ist in den meisten Windowsversionen bereits integriert. Ausnahmen bestehen beispielsweise bei von Firmenadministratoren beschränkten Systemen, oder vielleicht um den Player auf eine neuere Major-Version zu aktualisieren bzw. durch das Neuaufspielen eine nicht funktionierende Installation wieder flott zu machen. Im Downloadbereich finden sich entsprechende Majorversionen für die Installation auf Windows XP und Vista. Beim ersten Start fragt WMP ab, für welche Dateitypen er sich automatisch zu Wort melden soll, ob Medieninformationen automatisch aus dem Web abgeholt werden und ob Lizenzen für geschützte Inhalte ohne weiteres Zutun auf dem Rechner landen. Für alle Anwender, die öfter mit geschützten Inhalten zu tun haben, kann das eine wirkliche praktische Option sein.

Audio und Video Player mit unterschätzter Funktions- und Formatvielfalt

Der Windows Media Player hat vielerorts keinen allzu guten Ruf. Das rührt teilweise aus alten Versionen, wo man mit verschiedenen Unannehmlichkeiten wie einer unbequem langen Wartezeit beim Öffnen des Medienspielers zu kämpfen hatte und teilweise an der vergleichsweise eingeschränkten Formatunterstützung. Wie unten ersichtlich, wird schon eine ordentliche Formatvielfalt abgespielt. Hier haben zwar andere kostenlose Audio Player sowie Video Player Downloads durchaus die Nase vorn, dafür punktet WMP beispielsweise mit dem Support für zahlreiche Playlistformate und zudem der Wiedergabe von Fernsehaufzeichnungen des hauseigenen TV-Recorders sowie Internetradio.

  • Unterstützte Audioformate: MID, RMI, MIDI, M4A, WAV, SND, AU, AUF, AIFC, AIFF, WMA, MP2, MP3, ADTS, ADT, AAC, ASF, WM, WMD
  • Unterstützte Videoformate: MP4, M4V, MP4V, 3GP, 3GPP, 3G2, 3GP2, M2TS, M2T, MTS, TS, TTS, MOV, MPEG, MPG, M1V, M2V, MOD, MPA, MPA, MPE, IFO, VOB, WMV, AVI, ASF, WM, WMD
  • Microsoft TV-Aufzeichnungen: DVR-MS, WTV
  • Unterstützte Playlistformate: ASX, WAX, M3U, WPL, WVX, WMX, SEARCH-MS
  • Unterstützte Bildformate: JPG, JPEG

Nebenbei brennt Windows Media Player Audioscheiben, glänzt optisch durch verschiedenste wirklich coole Design-Skins und Visualisierungen zur anspruchsvollen optischen Untermalung der Musik in 3D, die im Web vielzählig vorhanden sind. Außerdem lässt er sich sowohl hinsichtlich Formaten, wie auch funktional, mit Plugins erweitern. So peppen Audiofans beispielsweise das Klangerlebnis mit den SRS Audio Essentials oder dem DFX Audio Enhancer deutlich auf.

Verschiedene Medien verwalten mit WMP

Der Windows Media Player Download bringt ab Werk nebenbei eine komplette Medienverwaltung mit. Hier wird die komplette Mediensammlung organisiert und übersichtlich dargestellt. Fehlende Infos zu Audio und Video lädt an auf Knopfdruck aus dem Web herunter, unübersichtliche Dateihaufen werden in Kategorien wie sortiert und zusätzlich etwa nach Interpret, Genre etc. aufgeteilt. Zudem organisieren Anwender hier Playlists verschiedenster Garnitur und stellen Mediafiles für die Übertragung auf tragbare Geräte oder zum Brennen von Silberlingen zusammen.

Windows Media Player Download Medienbibliothek

Auch auf Bibliotheken aus iTunes greift Windows Media Player zu und spielt nicht geschützte Inhalte daraus ab. Lizenzen erwirbt man direkt über WMP erweitert so per Onlinekauf die Sammlung digitaler Medieninhalte. Weiterhin stehen über die Windows Media Player Medienbibliothek TV-Aufzeichnungen und auch der Zugriff auf entfernte Inhalte per Streaming bereit.

Windows Media Player: Streaming eigener Inhalte

Der Windows Media Player Download bringt auch die Möglichkeit zum Übertragen lokal gespeicherter Inhalte auf entfernte Computer mit. Ein Homeserver im herkömmlichen Sinne, wie von verschiedenen kostenlosen DLNA-Server Downloads bekannt, ist das zwar nicht, funktioniert aber trotzdem prima sobald man sich mal durch den Aktivierungsprozess gekämpft hat. Der ist in Microsoftmanier nicht besonders fluffig gestaltet, dazu unten ein kurzer Überblick. Ist das Media Sharing eingerichtet, greift man von entfernten Rechnern ganz einfach per Windows Media Player -> Medienbibliothek -> Andere Medienbibliotheken auf alle Inhalte des entfernten Datenspeichers zurück. So unpraktisch die Einrichtung auch ist, so praktisch ist dieses Feature dann doch letztendlich gestaltet und erlaubt Zugriff per entferntem PC, Windows Phone und zum Beispiel XBox. Das Setup des Media Sharings war in WMP11 noch ohne eine Live ID möglich. Das war zwar nicht wesentlich praktischer, hat aber zumindest weniger Datenaufkommen produziert und die Installation der Windows Live Essentials erübrigt. Das wird mit WMP12 nämlich beides fällig. Das bedeutet einerseits, es wird ein Login für Windows Live benötigt und andererseits, dass die nicht ganz schlanken Live Essentials auf dem PC installiert werden müssen.

Aber eins nach dem anderen. Zunächst wird über den Punkt Streamen -> Internetzugriff auf Heimmedien zulassen das Verknüpfen einer Online ID initiiert. Dazu benötigt WMP dann die Live Essentials, über die per Systemsteuerung bzw. Startmenü -> Online-ID verknüpfen Medien vom eigenen PC freigegeben werden. Hat man die Live Essentials gerade erst installiert, ist ein Windowsneustart notwendig, um den zugehörigen Dienst zu aktivieren, darauf wird allerdings nicht immer hingewiesen. Klingt kompliziert - ist es auch. Ist man damit aber erstmal durch, steht über entfernte Rechner die eigene Mediendatenbank bereit, nachdem man auch hier den Windows Media Player mit der eigenen Online-ID verknüpft hat. Der PC im heimatlichen Gefilde muss dafür natürlich angeschaltet sein. Nebenbei können Freunde digitaler Musik, Filme und Bilder auch im Heimnetzwerk Medien freigeben und den Player auf dem Hauptrechner fernsteuern.

Guter Player mit großen Funktionen und kleinen Schwächen

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Windows Media Player Download bereits ab Werk richtig viele Formate und Features an Bord hat. Der Minimodus zur Wiedergabe verzichtet auf die permanente Darstellung überflüssiger Schalter sowie der Medienbib, die Skins sind anspruchsvoll gestaltet und gleiches gilt für einige der vielen verfügbaren Visualisierungen. Hübsch ist auch die Möglichkeit zur Einbindung eigener Hintergrundbilder sowie die sehr schlanke Playersteuerung via Taskleistensymbol. Die Einrichtung des Media Streamings hingegen ist schon ein kleiner Skandal, ebenso störend ist die fehlende Unterstützung für die DVD-Wiedergabe ab Windows 8. Dazu wurde Microsoft allerdings gezwungen, um den Wettbewerb nicht zu benachteiligen. Übrigens: Freunde des gepflegten Datenschutzes haben die Möglichkeit zur Deaktivierung der Datenübertragung des WMP zu Microsoft. Wie das funktioniert, wird im folgenden Clip erläutert.

Pro

  • Spielt viele gängige Formate ab
  • Verwalter für Mediensammlungen
  • Übertragen auf mobile Player und Audio CDs
  • Integriertes Media Sharing
  • Viele coole Designs und Plugins

Contra

  • Benutzerführung geht noch besser
  • Komplizierte Einrichtung des Media Sharing

Fazit von Oliver Wenzel zu Windows Media Player

Wer bereit ist, einigen Aufwand zu investieren, um den Windows Media Player einzurichten, findet einen guten Partner für die Wiedergabe und Verwaltung von Musik, Filmen, JPegs, TV-Aufzeichnungen und Streams.

Screenshots von Windows Media Player