Internet Sicherheit: Software und gesundes Misstrauen wehren Gefahren ab
Das Internet bietet nahezu unvorstellbare viele Möglichkeiten zur Information, Kommunikation und Unterhaltung. Allerdings lauern fast ebenso viele Gefahren. Während die Virenschreiber früherer Zeiten meist lediglich auf den zweifelhaften Ruhm aus waren, der ihnen möglicherweise zuteil wurde, wenn ihnen ein besonders aufsehenerregender Schädling gelungen war, sind heute kriminelle Banden am Werk, die von Profitgier getrieben werden.
Die in Umlauf gebrachte Malware dient daher überwiegend zur Bespitzelung der Nutzer. Man bedient sich immer raffinierter Methoden, um Trojaner in den Umlauf zu bringen, mit deren Hilfe man dann Bankdaten, das Nutzerverhalten oder wichtige Unternehmens-Informationen erhalten kann.
Laut den Analysen der PandaLabs stellt sich der Methodenwechsel wie folgt dar: Während Viren und Würmer zwischen 2000 und 2005 mit den größten Epidemien ihre Blütezeit erreichten, haben sich in den vergangenen Jahren die Trojaner als effektivste Waffe der Cyber-Kriminellen entwickelt. Dabei nahm nicht nur die Masse der Trojaner in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu, sondern auch der Variationsreichtum. Demnach erleichtert es die schnelle Verfügbarkeit der einfach zu programmierenden Trojaner-Varianten einer Familie den Internet-Betrügern, immer wieder neue Exemplare ohne großen Aufwand im Netz zu streuen. Nicht nur aufgrund ihrer Beschaffenheit, sondern auch wegen der hohen Anzahl an neuen Varianten sind Trojaner immer schwerer zu bekämpfen, vor allem in Kombination mit Rootkit-Techniken, die der Verheimlichung von schädlichen Aktionen in infizierten Systemen dienen.
Es stehen verschiedenste kostenlose Tools zum Download bereit, um sich vor den Bedrohungen aus dem Internet zu schützen. Mit aktuellen Virenschutzprogrammen, Firewalls und Spywareschutz lässt sich der Rechner weitgehend gegen gängige Gefahren absichern. Da die Cyberkriminellen jedoch erstaunlich einfallsreich sind, ist es trotzdem angebracht, immer auch eine gute Portion Misstrauen bei allen Aktivitäten im Internet an den Tag zu legen, insbesondere wenn es um die Weitergabe persönlicher Daten geht.

