Tabellenkalkulationen sind mächtige Werkzeuge
Software-Tabellenkalkulationen sind schachbrettartig angeordnete, quasi "lebende" Rechenblätter. Grundelemente einer Tabellenkalkulation sind Zellen, die in Spalten und Zeilen geordnet sind. Man kann einzelne Zellen eines Rechenblatts miteinander kombinieren und mathematische Operationen durchführen. Die kleinste Form eines Rechenblattes ist die Tabelle, das ist dann die eindimensionale Variante. Als meistgebrauchte mathematische Operation dient das Aufsummieren der einzelnen Werte einer Tabelle.
Die wichtigste Funktion einer Tabellenkalkulation ist das mathematische Verknüpfen von Zellen, wobei mehrere Zellen zugleich miteinander verknüpft werden können. Eine kaufmännische Anwendungsmöglichkeit ist etwa das Aufsummieren von Rechnungen und Belegen. Der Unterschied zu einem Taschenrechner ist, dass Änderungen in einer Zelle direkt zu einer Änderung des Ergebnisses führt. Bei einem Fehler muss man nicht noch einmal alles neu eingeben.
Die Struktur der Berechnungen kann ebenfalls abgespeichert werden. So kann ein Kassenbuch zum Führen einer einfachen Überschussbuchhaltung angelegt werden.
Neben den mathematischen Grundfunktionen sind auch Statistiken definierbar, Mittlerwert und Varianzrechnung ist in den Standardtabellenkalkulationen eingeschlossen. Auch alphanumerische Funktionen existieren, man kann Buchstaben manipulieren. Die Rechenblätter sind sortierbar, so dass Adresslisten einfach zu pflegen sind.
Für komplizierter Anwendungen können meist Funktionen selbst gestaltet werden, es existieren dafür sogar eigene Programmiersprachen. Bei höherwertigen Tabellenkalkulationen sind auch grafische Darstellungen möglich.
Mit Tabellenkalkulationen verhält es sich - bildlich gesprochen - wie mit Eisbergen. Sieben Achtel sind unter Wasser, lediglich ein Achtel ist sichtbar. Tabellenkalkulationen sind allesamt mächtige Rechenumgebungen, die aber durchaus intuitiv zu bedienen sind.
Für die moderne PC-Welt existieren zwei große Tabellenkalkulationen. Zum einen die von Microsoft und dann die Open Source-Anwendung "Open Office".
"Excel" von Microsoft stellt einen Quasistandard dar. Man kann vorgefertigte Arbeitsblätter für viele Zwecke bekommen. Sie ist intuitiv zu bedienen und die Ergebnisse lassen sich leicht in die anderen Programme von Microsoft Office integrieren. Es gibt auch hochwertige Analysetools, die auf diesem Tool aufbauen, so genannte OLAP Tools. Die Anbindung an Datenbanken ist über ODBC gegeben. Ein Defizit von MS Excel ist, dass es nur unter den Microsoft Betriebsystemen läuft.
Hier bietet Open Office eine Alternative. Das System läuft sowohl unter Microsoft als auch unter Linux und ist daneben auch noch gratis zu erhalten.

