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Amazon Fresh: Lebensmittel online kaufen

Sonja U. Sonja U.

Online-Versand ist mittlerweile gang und gäbe – und auch Lebensmittel lassen sich mittlerweile liefern, sogar frisch. In den USA und Großbritannien ist Amazon Fresh bereits ein Erfolgsmodell. Jetzt hat der größte Versandhändler auch den deutschen Markt für sich entdeckt und einen ersten Versuch gestartet.

Amazon Fresh
Amazon Fresh ist jetzt auch in Deutschland gestartet und liefert Lebensmittel bis an die Haustür (Bild: Amazon/Redaktion)

Mit Amazon Fresh alles bis an die Haustür

Bestellen kann man Lebensmittel online schon länger. Einzelne Supermärkte wie REWE, Edeka und Kaufland bieten den Service an, der sich aber größtenteils auf Städte beschränkt. Nun will Versandriese Amazon den deutschen Markt aufmischen. Seit Anfang Mai 2017 können Kunden in Teilen Berlins und Potsdams über die Seite oder die Amazon App auch Produkte für den täglichen Bedarf bestellen – und zwar in größerem Umfang, als das bisher mit Amazon Prime Now in Berlin möglich war. München soll bald dazukommen. Wann andere Städte an das Liefernetz angeschlossen werden, ist noch unklar.

Fakt ist aber: Amazon liefert seine Lebensmittel nicht mit den aus den USA und GB bekannten grünen Frachtfahrzeugen, sondern mit DHL – und nicht nur aus einem eigens von Amazon bereitgestellten Fundus, sondern auch von diversen Feinkostgeschäften und kleinen Lebensmittelhändlern. Rund 85.000 unterschiedliche Produkte stehen den Nutzern dabei zur Wahl – und damit weit mehr, als es die Konkurrenz anbieten kann.

Amazon Fresh Website
So sieht das Ganze dann auf der Amazon Website aus. (Bild: Screenshot Amazon)

Lieferung teilweise am gleichen Tag

Nutzen lässt sich der Dienst über die normale Webseite oder die Amazon App, die einen zusätzlichen Reiter erhalten hat. Sofern Ihr im unterstützten Liefergebiet wohnt, wird Euch direkt die Bestellmöglichkeit gegeben, solltet Ihr eingeloggt sein. Ansonsten könnt Ihr auf der Website testen, ob Amazon Fresh zu Euch liefert, indem Ihr Eure Postleitzahl eingebt.

Bestellt Ihr bis 23 Uhr, erhaltet Ihr die Lieferung noch am nächsten Tag. Dazu lassen sich jeweils 2-Stunden-Fenster auswählen. Wie bei Amazon Prime Now funktioniert das Ganze je nach Bestellzeit sogar noch tagesgleich.

Zwischen 5 und 22 Uhr könnt Ihr die bestellten Waren auch an einem geschützten Ort ablegen lassen, sofern Ihr nicht zuhause seid. Das geht allerdings nicht, wenn Ihr Eis/Gefrorenes oder andere, schnell verderbliche Produkte bestellt. Dabei müsst Ihr zwingend selbst vor Ort sein. Ebenso bei Bestellungen, die Alkoholika enthalten.

Amazon Fresh App
Und so macht sich der Dienst innerhalb der Amazon App. (Bild: Screenshots Amazon)

Mal eben bestellen ist nicht ganz billig

Allerdings – und das dürfte viele potenzielle Nutzer ärgern – lässt sich Amazon den neuen Frischedienst auch ganz schön was kosten. Denn mal von den Warenpreisen, die teilweise tatsächlich sehr fair anmuten (die Auswahl macht’s!) – und das, obwohl auch kleinere Händler unterstützt werden – zahlen Nutzer für Amazon Fresh monatlich stolze 9,99 Euro – ob sie den Dienst nun regelmäßig nutzen oder nicht. Und das alles zusätzlich zur Prime-Gebühr von 49 beziehungsweise für Neukunden und ab 2018 für alle geltenden 69 Euro jährlich. Denn bisher können nur Prime-Mitglieder auf den Lebensmittel-Lieferservice zugreifen. Zusätzlich kommen für Bestellungen unter 40 Euro noch einmal Versandgebühren von 5,99 Euro pro Lieferung obendrauf.

Einen Monat lang allerdings darf man Amazon Prime kostenlos testen. Wer sich danach nicht dagegen entscheidet, fällt ins Abomodell, kann dieses aber jeden Monat widerrufen.

Amazon Fresh Lager
Hat der Kunde die Bestellung abgeschlossen, macht sich ein Mitarbeiter im Lager auf die Suche nach den Produkten – und holt spezielle Produkte von anderen Händlern dort ab. (Bild: Amazon)

Breites Warensortiment rechtfertigt den Preis?

Zugegeben, günstig ist das alles nicht. Allerdings kann der Einkauf über Fresh durchaus Zeit sparen, wenn man ansonsten sowieso nicht lediglich in einem Laden einkauft, sondern gleich eine ganze Tour hinter sich bringt. Die kann man sich so nämlich sparen – der Zusammenarbeit mit diversen Läden sei Dank. Unter anderem liefert Amazon Fresh nämlich auch Waren von Nordsee, Hussel und diversen Feinkostläden – ohne zusätzlichen Aufpreis und zusammen mit der regulären Bestellung. Also alles auf einmal nach Hause getragen bekommen statt Geschäftemarathon durch die Stadt. Für Berufstätige, besonders aber für mobilitätseingeschränkte Menschen könnte sich hier dann doch ein Markt entwickeln.

Zudem überzeugt die Schnelligkeit und leichte Ausführung der Bestellung über Amazon Fresh im direkten Vergleich mit der Konkurrenz. Wo man sich bei REWE und Co. durch einen wahren Irrgarten aus Unterverzeichnissen quälen muss, die Suche nicht immer zuverlässig funktioniert und plötzlich Waren nicht lieferbar sind oder das gewünschte Lieferfenster – das sich natürlich erst nach mühsamem Zusammenstellen des Warenkorbs auswählen lässt – doch nicht verfügbar ist, funktioniert der Auswähl- und Bestellvorgang analog einer regulären Amazon-Bestellung gewohnt einfach und die Lieferzeiträume sind – zumindest noch – praktischer gelegt. Ein kurzer Abriss:

Amazon Fresh Warenvielfalt
Zwar kostet Amazon Fresh eine monatliche Gebühr. Die Warenvielfalt übersteigt dafür die der Konkurrenz: Rund 85.000 Produkte sind zum Start verfügbar. (Bild: Screenshot Amazon)

Bestellvorgang einfach und wenig frustrierend

Wer nun auf eine bestimmte Produktart klickt, findet alle zugehörigen Produkte, die sich wiederum einzeln auswählen lassen: Wenn Ihr also frisches Obst sucht, klickt auf das Feld und Ihr erhaltet eine aufgeräumte Übersicht mit allen möglichen Früchten. Wenn Ihr dort ein entsprechendes Feld anwählt, werden Euch die verfügbaren Produkte in Form verschiedener Sorten und Packungen angezeigt.

Wählt Ihr beispielsweise den Reiter „Avocados“ aus, werden Euch sage und schreibe neun verschiedene Avocado-Bestellmöglichkeiten angezeigt. Je nach Größe, Sorte und Preis könnt Ihr nun die von Euch gewünschte Avocado auswählen. Ihr gelangt noch einmal auf eine Produktseite, die einer regulären Amazon-Produktseite gleicht: Es gibt Bilder, eine Beschreibung, Artikelmerkmale sowie das Frischeversprechen. Hier könnt Ihr die Avocado-Menge Eurer Wahl dann auch in den Amazon Fresh Einkaufswagen verschieben.

Man darf gespannt sein, ob sich Amazon Fresh gegen die Lieferkonkurrenz aus dem Hause Kaufland, REWE & Co. durchsetzen kann – und wird sehen, ob nach Berlin und Potsdam sowie demnächst München auch bald andere Städte dazukommen.

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