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Grillen auf dem Balkon: Was ist erlaubt und was nicht?

Rainer W. Rainer W.

Das Grillen auf dem Balkon bleibt ein ewiges Streitthema unter Nachbarn und hat hierzulande schon so manches Gericht beschäftigt. Wie verraten, was bei der liebsten Freizeit-Beschäftigung der Deutschen zu beachten ist und welche offiziellen Vorschriften und Rechte gelten. Hierzu jetzt mehr erfahren!

Ist das Grillen auf dem Balkon erlaubt?

Grillrezepte gibt es bekanntlich für jeden Geschmack mehr als genug, wie ein Blick in den Chefkoch App Download eindrucksvoll unter Beweis stellt. Neuerdings liegt auch vegetarisch grillen, Gemüse grillen und Fisch grillen im Trend. Vor allem das leckere Steak oder eine Bratwurst zum Feierabend sind in der Grillsaison sehr beliebt, doch Ärger mit den Nachbarn ist bei Grillfesten oft vorprogrammiert. Das Grillen hat bekanntlich seine Tücken, sofern die Nachbarn allzu nahe wohnen und vom Rauch und Qualm gestört werden. Wir zeigen im Folgenden die grundlegenden Richtlinien für das Grillen auf dem Balkon und im heimischen Garten und klären, was erlaubt ist und was nicht.

Grillen auf dem Balkon

Beeinträchtigungen der Nachbarn durch Rauch und Qualm sind verboten

Interessant ist ein Blick auf die rechtlichen Bestimmungen. Der Deutsche Mieterbund weist darauf hin, dass das Grillen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten Mietern grundsätzlich erlaubt ist und von Vermieter und Nachbarn akzeptiert werden muss. Allerdings gibt es dabei Ausnahmen: Sofern im Mietvertrag ausdrücklich das Grillen auf Balkon oder Terrasse verboten ist, müssen sich Mieter an diese Grillverbot Vorgabe halten, die sowohl für einen Holzkohlegrill, einen Gasgrill und einen Elektrogrill gilt, um eine Abmahnung oder sogar eine fristlose Kündigung zu vermeiden (LG Essen AZ 10 S 438/01). Ein Grillverbot darf jedoch nicht nachträglich in einen bestehenden Mietvertrag aufgenommen werden.

Enthält der Mietvertrag oder die Hausordnung keine solche Regelung, ist das Grillen zwar grundsätzlich erlaubt, aber der Hobbykoch muss darauf achten, dass kein Rauch in Nachbarwohnungen zieht, ganz egal ob es sich um ein Grillen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten handelt. Starke Beeinträchtigungen durch Ruß, Rauch oder Qualm sind verboten und können sogar als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bestraft werden.

Grillen auf dem Balkon mit Elektrogrill statt Holzkohlegrill

Dabei kommt es auch gar nicht so sehr darauf an, wie oft oder zu welcher Tageszeit gegrillt wird. Das Landgericht Bonn hat zwar ein Urteil gesprochen, wonach von April bis September einmal im Monat gegrillt werden darf, wenn Nachbarn zwei Tage im Voraus darüber informiert werden (LG Bonn AZ 6 C 545/96). Auch hier jedoch gilt: Bei einem vereinzelten Grillen muss die Rauchbeeinträchtigung für die Nachbarn so gering wie möglich gehalten werden, damit kein Qualm und Rauch in die Nachbarwohnungen eindringt und niemand beeinträchtigt wird.

Der Deutsche Mieterbund empfiehlt daher Grillfreunden, vom Holzkohlegrill oder Gasgrill zum Elektrogrill zu wechseln und mit Aluminiumschalen zu grillen, damit kein tropfendes Fett Qualm verursacht. Noch ein Tipp zum Schluss: Bei großen Feiern einfach mal die Nachbarn mit einladen, was die Gemüter sehr schnell besänftigen kann. Vielleicht schafft ja die gemeinsame Grillparty mit den Nachbarn die Probleme auf unkomplizierte und angenehme Weise aus der Welt.

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