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Alles über die WhatsApp persönliche Daten Speicherung

Anna K. Anna K.

Warum WhatsApp persönliche Daten speichert, ist klar: Informationen sind die neue Währung. Doch welche Informationen das hingegen sind, war bislang unklar. Doch das ändert sich nun!

Grund ist die Datenschutz Grundverordnung 2018, die Ihr hier herunterladen und nachlesen könnt. Anzuwenden ab dem 25. März sorgt das neue Gesetzt in ganz Europa für mehr Transparenz bei der Erfassung und Verarbeitung personenbezogener Daten.

WhatsApp persönliche Daten einfach via Download ansehen

Im Zuge der Gesetzesänderung gibt es ein neues Feature bei WhatsApp, über das Ihr alle Daten einfach herunterladen könnt, die der Messenger von Euch erfasst hat. Dazu öffnet Ihr die Einstellungen Eures Accounts und wählt Account-Info anfordern bzw. Bericht anfordern. Nach einer Bearbeitungszeit von maximal drei Tagen (bei uns hat es nur ca. eine Stunde gedauert) könnt Ihr Eure Datensammlung einsehen. Wer nicht so lange warten möchte, dem verraten wir hier, was WhatsApp für persönliche Daten erfasst.

WhatsApp persönliche Daten
WhatsApp persönliche Daten anfordern: Hier findet Ihr die passende Einstellung. (Screenshot. Redaktion)

Diese Informationen sammelt und speichert WhatsApp von Euch

WhatsApp persönliche Daten Download
So sieht der Bericht auszugsweise aus, der Euch verrät, was WhatsApp alles über Euch weiß. (Screenshot. Redaktion)

1. Benutzer-Information

  • Erstellungsdatum des Berichts sowie Zeitpunkt der Anforderung
  • Telefonnummer
  • Name
  • Verbindungsstatus zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts (Online, offline oder inaktiv)
  • Frühere und aktuelle IP-Adresse
  • Gerätetyp, Gerätehersteller, Gerätemodell sowie Betriebssystem
  • App-Version sowie WhatsApp Web Version
  • WhatsApp Web Verbindungsstatus (verbunden / inaktiv seit, Verfügbarkeitsstatus)
  • Infotext sowie dessen Erstellungsdatum
  • Profilbild sowie dessen Erstellungsdatum
  • Kontakte (auch die, mit denen Ihr nicht via WhatsApp kommuniziert, die aber den Messenger installiert haben)
  • Gruppen, denen Ihr angehört

2. Nutzungsbedingungen

Ob und wann Ihr die jeweiligen Nutzungsbedingungen akzeptiert habt.

3. Registrierungsinformation

  • Plattform
  • Netzwerk sowie Netzwerkname
  • Gerät
  • Registrierungsdatum

4. Einstellungen

  • "Zuletzt online"-Datenschutz (Jeder, Eure Kontakte oder Niemand)
  • Profilbild-Datenschutz (Jeder, Eure Kontakte oder Niemand)
  • Info-Datenschutz (Jeder, Eure Kontakte oder Niemand)
  • Status-Datenschutz (Eure Kontakte, Kontakte außer oder ausgewählte Kontakte)
  • Blockierte Nummern
  • Lesebestätigungen (aktiv oder inaktiv)

Damit erfasst und speichert WhatsApp persönliche Daten, die vor allem für die Nutzung des Messengers notwendig scheinen. Allerdings ist vor allem die Speicherung sämmtlicher Telefonnummern mehr als fragwürdig. Besonders seitdem WhatsApp von Facebook gekauft wurde, das zuletzt durch den Datenskandal um Cambridge Analytica unter massiver Kritik stand. Gründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Mark Zuckerberg musste sich aufgrund dessen bereits vor dem US-Kongress verantworten und vermutlich erneut vor dem EU-Parlament. Wer das Risiko nicht eingehen will, dass seine persönliche Daten in die falschen Hände geraten, dem empfehlen wir alternative Messenger wie die von Edward Snowden empfohlene die Signal App oder die kostenpflichtige Variante Threema, mit der Ihr auch komplett anonym, sogar ohne Angabe einer Telefonnummer chatten und telefonieren könnt.

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Datenschutz Grundverordnung 2018

Ab dem 25. Mai tritt die neue Datenschutz Grundverordnung 2018. Hier gibt’s den Gesetzestext!

Datenschutz Grundverordnung 2018
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, NT, Vista, 98, ME, 2000, Win 8, IOS, Android, Windows 10
Sprache:
Deutsch
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