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Windows 10 Datenschutz? So schützt man seine Daten

Maria S. Maria S.

Sind die Userdaten bei Windows 10 sicher? Voreinstellungen und Zugriffsrechte sind fragwürdig. Wie es um den Windows 10 Datenschutz bestellt ist und was man selbst dafür tun muss – hier weiterlesen!

UPDATE 17.08.15

Cortana und Bing übertragen Daten an Microsoft trotz Deaktivierung. Das kam nun bei einer vom Technik-Blog Ars Technica durchgeführtem Test heraus. Selbst wenn der User Cortana deaktiviert und die Dienste des Sprachassistenten abgeschaltet hat, findet ein stetiger Austausch mit Microsoft Servern statt. Die Daten können zudem einem bestimmten Rechner zugeordnet werden, da sie für jeden PC mit einer eigenen ID versendet werden.

Des Weiteren hat der Test hervorgebracht, dass die Daten zum Teil unverschlüsselt an Microsoft Server übermittelt wird. Das heißt, der Zugriff Dritter ist dadurch möglich. Windows 10 Datenschutz sieht anders aus. Daher wird auch der Vorwurf einer Abhöranlage für Nutzer immer lauter.

Ursprünglicher Artikel vom 10.08.15

Microsoft klärt den User in seinen Datenschutzbestimmungen eingehend über die Nutzung von Daten, Privatsphäre und Sicherheitsaspekte auf. Wer sich wirklich durch die rund 50 Seiten kämpft, wird schnell feststellen: Microsoft hat seinen Datenschutz vielmehr in eine Datensammel-Leidenschaft verwandelt. Doch es gibt Mittel und Wege, wie man die Zugriffe auf sensible Daten deaktiviert: Eine Möglichkeit ist der kostenlose Download von DoNotSpy10, mit dem der Nutzer frei über seine Daten bestimmen kann.

Windows 10 Datenschutz

Windows 10 Datenschutz: Microsoft wird Datenkrake

Wer sich über die Express-Variante das neue Betriebssystem installiert, bekommt die Standardeinstellungen von Windows 10 übergestülpt. Diese sind jedoch nicht gerade sehr nutzerfreundlich, da sie Microsoft nahezu alle Zugriffe auf sämtliche Daten und Verhaltensweisen frei Haus liefern. Unter dem Deckmantel personalisierten Service anbieten zu können, werden unzählige Daten gesammelt. So darf der Softwareriese nicht nur Nutzeraktionen, sondern auch Sprach- und Tastatureingaben aufzeichnen. Außerdem werden beispielsweise WLAN Zugangsdaten geteilt oder ungefragt Verbindungen mit irgendwelchen Netzwerken hergestellt, deren Daten von Kontakten kommen.

Windows 10 Datenschutz Bestimmungen

Automatische Synchronisation

Ein Aspekt der unter dem Gesichtspunkt Windows 10 Datenschutz fraglich erscheint, ist die Synchronisation. Bei der Anmeldung mit einem Microsoft Konto werden alle Daten mit dem Windows 10 System synchronisiert. Dazu gehören unter anderem:

  • Installierte Windows Apps
  • Bedienungs- und Sprachpräferenzen
  • Einstellungen für Apps und zur Person
  • Browser-Verlauf, geöffnete Websites, Favoriten
  • Wörterbücher jeglicher Art
  • Alle gespeicherten Kennwörter, Apps, Wi-Fi-Netzwerknamen, den mobilen Hotspot sowie Webseiten

Viele dieser Sync-Vorgänge sind sicher sinnvoll und praktisch. Doch wer das nicht wünscht, muss selbst tätig werden und die voreingestellten Optionen anpassen. Zu finden sind diese unter Einstellungen und Sync-Optionen.

Die Zugriffsrechte von Cortana

Der vielfach gelobte Sprachassistent Cortana kann erst die gewünschte Leistung erbringen, wenn er sich munter an persönlichen Daten bedient. Das heißt, um ein komfortables und intuitives Arbeiten mit Cortana zu ermöglichen, erhält die Software Zugriff auf:

  • Gerätestandort sowie Standortverlauf
  • E-Mails, SMS, Anrufe, Kalender und Kontakte
  • Browser, Suche und Verläufe
  • Sprachdaten, inklusive Befehle und Sprechweise
  • Statistiken zu genutzten Apps und anderen Diensten

DoNotSpy10: Privatsphäre-Schutz in Windows 10

Wie anhand der Ausführungen deutlich wird, ist der Windows 10 Datenschutz durch die Standardeinstellungen nicht unbedingt im Sinne des Users definiert. Wer verhindern will, dass Microsoft sämtliche Daten, Aktionen und Verhaltensweisen einsammelt, muss selbst aktiv werden. Einige Anpassungen lassen sich über die Systemeinstellungen vornehmen. Andere wiederum sind direkt bei den Apps vorzufinden. Wieder andere lassen sich jedoch nur sehr schwer und mit deutlichem Aufwand ändern.

Windows 10 Datenschutz DoNotSpy10

Um sich nicht durch alle Anwendungen und ihre Einstellungen einzeln klicken zu müssen, kann man sich mit einem Zusatzprogramm helfen. Der deutsche Entwickler Jonas Zimmermann stellt mit seinem DoNotSpy10 Download ein Antispy-Tool kostenlos zur Verfügung. Das Programm liefert dem User unzählige Einstellungsoptionen in Sachen Sicherheit und Privatsphäre für Windows 10. Die Oberfläche lässt sich leicht bedienen, außerdem werden zu den einzelnen Optionen Erläuterungen bereitgestellt. Diese zeigen dem Nutzer auf, welche Auswirkung das De- bzw. Aktivieren eines Features hat. Damit hat jeder die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welche Daten er freigibt und welche nicht.

Zwar ist der Windows 10 Datenschutz ab Werk eher fragwürdig, kann aber durch Eigeninitiative angepasst werden. Allerdings kann die Sicherung der Privatsphäre dazu führen, dass einige Features nicht mehr fehlerfrei bzw. uneingeschränkt arbeiten.

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Software aus dem Artikel

DoNotSpy10

Privatsphäre unter Windows 10 schützen

DoNotSpy10
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
1.0.0.1
Leserwertung:
5/5