Rollenspiele Version 2016

Deus Ex: Mankind Divided Deus Ex: Mankind Divided

Schon nach dem ersten Teil konnten Rollenspiel-Fans das Erscheinen von Deus Ex: Mankind Divided kaum erwarten. Lange hat es gedauert, aber es ist da. Das Rollenspiel von Entwickler Eidos Montreal und Vertreiber Square Enix knüpft direkt an die Geschichte der Vorgängers Deus Ex: Human Revolution an, ist aber auch in sich ein geschlossenes, spannendes und leicht nachvollziehbares Werk.

Deus Ex: Mankind Divided
Wir begleiten Adam Jensen, einen Augmentierten, auf seinem Weg durch die Welt. (Bilder: Square Enix)

Fantastisches Leveldesign in Deus Ex: Mankind Divided

Der Spieler wird mit einem ausführlichen Intro im Filmdesign begrüßt. Die Vorgängergeschichte muss also nicht zwingend bekannt sein, auch wenn es sich bei Mankind Divided um den zweiten Teil einer Trilogie handelt. Alle wichtigen Ereignisse aus dem vorherigen Spiel Deus Ex: Human Revolution werden zusammengefasst und wir lernen Adam Jensen als Hauptcharakter kennen. Dieser wiederum nicht sonderlich sympathische Typ lebt als Augmentierter in einer Welt, die ihn verfolgt, schikaniert und mit Vorurteilen belegt. Er ist Teil der internationalen Anti-Terror-Task-Force 29 und geht als Doppelagent gegen den Geheimbund der Illuminaten vor.

Besonders bemerkenswert ist eines: das Leveldesign. So atmosphärisch sowie bedrohlich-bedrückend hat man in letzter Zeit selten ein Spiel erleben dürfen. Die Umgebungen und auch die Gebäude sind realistisch gestaltet. Sogar Wohnungen sind unterschiedlich gestaltet. Es ist direkt ersichtlich, welche Art Mensch dort jeweils lebt. Eine kleine Spielerei mögen vermutlich viele Spieler, die gerne auf Erkundungstour gehen: Viele Wohnungen in Deus Ex: Mankind Divided sind betretbar. Nicht unbedingt durch die Tür – es sei denn, man knackt das Türschloss – sondern auch mal eher unkonventionell über Balkone oder durch den Luftschacht.

Deus Ex: Mankind Divided gespaltene Gesellschaft
Den Spalt in der Gesellschaft zwischen Augmentierten und "natürlichen Menschen" sieht man überall im Spiel.

Viele Entscheidungen auf dem Weg

Deus Ex: Mankind Divided ist zwar kein direktes Open-World-Spiel, aber der Spieler hat dennoch eine große Bewegungsfreiheit in der atmosphärischen Welt, unter anderem in Prag und Golem City. Das schlägt sich aber auch auf der Art der Spielweise nieder. Man kann selbst entscheiden, wie man vorgeht – ob man nun durchprischt oder sich leise und schleichend bewegt – wie bei den Vorgängern. Nur ist die für den Spielstil gutgeschriebene Erfahrung nun angepasst, man bekommt vor beide Spielstile gleich viele Punkte. Die Erfahrungspunkte lassen sich übrigens einlösen für Verbesserungen des Charakterkörpers, sogenannte Augmentierungen. Stammspieler sollten unter anderem die Armklingen kennen. Aber auch Neues ist dazugekommen. Wer aufs Töten verzichten will, kann beim neuen Deus Ex getrost zuschlagen, denn es ist möglich, das Spiel ohne Kollateralschäden durchzuspielen – lediglich durch überzeugende Wortwahl in Verbindung mit den Augmentierungen, mit denen sich Gegenüber sogar analysieren lassen. Auch Bosse sind hiervon nicht ausgenommen.

Augmentierungen als Hauptbestandteil des Spiels

Hauptcharakter Jensen hat aber nicht nur Vorteile durch seine körperlichen Verbesserungen. Denn diese schüren Argwohn in der Gesellschaft. Im Vorgänger Deus Ex: Human Revolution sind die Augmentierten aufgrund eines bestimmten Signals nämlich durchgedreht. Das hat sich in den Köpfen der Bevölkerung verankert. Die Gesellschaft ist gespalten. Parallelen zur echten Menschheitsgeschichte sind hier durchaus angestrebt worden.

Deus Ex: Mankind Divided Umgebungen
Die Umgebungen sind liebevoll und sehr schlüssig gestaltet.

Wichtig ist es, vorsichtig zu sein und sich die passenden Augmentierungen auszuwählen. Denn durch vorsichtiges Spielen kommt man in Deus Ex: Mankind Divided durchaus besser weiter. Zum einen kann man Jensen so vor einem allzu zeitigen Tod bewahren und zum anderen fallen die zahlreichen Extras und optionalen Gebiete besser auf, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend marschiert. Und vor allem auf Entscheidungen achten! Denn die beeinflussen auch schon sehr früh im Spiel, welches Ende man letztendlich zu Gesicht bekommt.

Flüssige Steuerung und viel Drumherum

Mit einem gigantischen, erweiterbaren Inventar ausgestattet, das sowohl Munition, Waffen, Heilmittel und – ja, richtig – Alkohol hält, aber auch auf dem Weg gefundene Manuskripte und Passwörter beinhaltet, verliert man schnell mal den Überblick. Der wird aber durch das automatische Einblenden von Infos, die man einst gefunden hat, ein wenig wiederhergestellt. Die Bewohner lassen solche nämlich gerne schonmal liegen. Aber auch wenn gerade kein Passcode zur Hand ist, man aber Zugriff zu einer Festplatte oder einem Safe benötigt, kann man sich den Inhalt doch aneignen. Denn Jensen besitzt auch noch Hacking-Kenntnisse, die in Form eines integrierten Minispielchens daherkommen.

Die Steuerung gibt sich übrigens flüssiger als noch beim Vorgänger und wirkt überzeugender. Experimentiert hat man in diesem Spiel nicht – eher verbessert.

Verschiedene Modi und DLCs

Rund 40 Stunden Spielfreude bringt Deus Ex: Mankind Divided mit, wenn man sich ein bisschen Zeit zum Erkunden nimmt. Nur die Hauptmission nimmt rund die Hälfte, also 20 Stunden, in Anspruch. Ist man einmal durch, erscheint der New Game Plus-Modus, mit dem man seine Entscheidungen im ersten Durchlauf nochmal überdenken kann. Denn die wirken sich stark auf die Handlung aus.

Einen weiteren Modus gibt es ganz losgelöst vom Rest der Handlung zu genießen. Der Breach Modus lässt uns in Firmennetzwerke eindringen und in kleinen Missionen ein bisschen herumhacken. Hier kann man übrigens – wenn man will – auch Echtgeld einsetzen, um dem rasch steigenden Schwierigkeitsgrad etwas besser gewachsen zu sein.

Auch DLCs gibt es. So ist bereits die Story-Erweiterung System Rift erschienen, die etwas tiefer in die Hintergrundgeschichte der Illuminaten und der geheimnisvollen Santeau Group einsteigt.

Deus Ex: Mankind Divided Breach Modus
Der Breach Modus ist optional, spricht aber sicherlich vor allem kompetitive Spieler an.

Systemvoraussetzungen

Deus Ex: Mankind Divided ist ein sehr düsteres Spiel, das auch aufgrund seiner hervorrufenden Stimmung keine Jugendfreigabe bekommen hat. Spieler ab 18 Jahren sollten für die PC-Version folgende Systemvoraussetzungen mitbringen:

  • Windows: Windows 7 mit SP1 (64 Bit), besser Windows 10 (64 Bit)
  • CPU: Intel Core i3-2100 oder vergleichbare AMD-CPU, besser Core i7-3770K/AMD FX 8350
  • RAM: 8 GB, besser 16 GB
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 660/AMD Radeon HD 7870 mit 2 GB VRAM, besser NVIDIA GeForce GTX 970/AMD Radeon RX 480
  • Festplattenspeicher: 45 GB, inklusive DLC 55 GB

Mit diesen Voraussetzungen benötigt Deus Ex: Mankind Divided zwar einiges an PC-Leistung, aber das lohnt sich. Damit ist das Spiel zwar eines der ressourcenintensiveren, aber definitiv auch am schönsten zu spielenden Rollenspiele im Download-Ordner.

Pro

  • Atmosphärisches Leveldesign
  • Sehr weitläufig
  • viele Entscheidungsoptionen
  • Spannendes Spielprinzip

Contra

  • Kleinere Bugs
  • Ende offen
Sonja U.

Fazit von Sonja U. zu Deus Ex: Mankind Divided

Deus Ex: Mankind Divided gibt sich als zweiter Teil einer geplanten Deus Ex-Trilogie als modernes Rollenspiel, das vor allem mit einem atmosphärischen Leveldesign und daran angepassten Fähigkeiten – den Augmentierungen – des Hauptcharakters zu punkten weiß. Die Story ist zwar nicht immer allzu glaubhaft und das Ende lässt Fragen offen (das liegt aber eher am Mittelpart-Charakter), aber die Vielfältigkeit des Spiels macht das alles wieder mehr als wett. Wir sagen: Macht Spaß, sollte man sich definitiv ansehen.

Screenshots von Deus Ex: Mankind Divided

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Hersteller:
Lizenzart:
Shareware
System:
Win 7, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
2016
Update:
25.10.2016