Social Networks Version 1.0

Peeple App Peeple App

Die Peeple App erregte bereits vor ihrem Erscheinen allerlei Aufmerksamkeit. Als Yelp für Menschen und Werkzeug zum Rufmord wurde die Smartphone-Anwendung verschrien und es folgte ein weltweiter Shitstorm. Inzwischen haben sich die Gemüter wieder beruhigt und die App steht nach einigen Anpassungen zum Download bereit.

Die drei Profile der Peeple App

Nach dem Download bietet die Bewertungs App drei Profile zur Verwaltung an: ein berufliches, ein privates und eines zum Flirten. Die Profile können unabhängig voneinander geteilt oder veröffentlicht werden. Im Anschluss kann man sich in den veröffentlichten Kategorien von anderen Personen bewerten lassen. Dafür steht eine Dreiersskala von positiv über neutral bis hin zu negativ sowie ein Freitextfeld für persönliche Anmerkungen zur Verfügung. Die abgegebenen Bewertungen können vor der Veröffentlichung auf dem eigenen Profil gelesen werden. Passt das Geschriebene nicht ins eigene Bild, kann die Bewertung einfach gelöscht werden – zumindest im Moment noch. Denn, wenn alle negativen Bewertungen von vornherein gar nicht für andere sichtbar sind, ist der Sinn der Peeple App obsolet. Geplant – aber aktuell noch nicht in die Bewertungs App integriert – ist deshalb eine Premiumversion, die gegen Bezahlung Einsicht in alle abgegebenen Votings erlaubt.

Peeple App
Die Peeple App verpackt ein fragwürdiges Konzept in ein schickes Design.

Anmeldung und Registrierung

Nach dem Download und der Installation der Anwendung muss ein Profil zur Anmeldung erstellt werden. Um Fake-Profilen vorzubeugen, erfolgt die Registrierung über ein zweistufiges Verfahren. User müssen sich sowohl mit einem gültigen Facebook-Account als auch mit ihrer Handynummer anmelden. Inwieweit das für die Verifizierung der Identität der Nutzer ausreicht, bleibt fraglich. Zumindest verlangt das soziale Netzwerk ein paar mehr Daten als die einschlägige Datingportale.

Moralisch und datenschutzrechtlich bedenklich

Einige Punkte wurden für das Release im Gegensatz zur ursprünglichen Version der Anwendung angepasst. So ist offiziell nicht mehr von Bewertungen die Rede, sondern von Empfehlungen, und das ursprüngliche Fünf-Sterne-System wurde durch eine Dreierskala ersetzt. Trotzdem gibt es wesentliche Bedenken. So können selbst Menschen bewertet werden, welche die Peeple App gar nicht nutzen. Diese bekommen dann zwar zurzeit einen Link, über den die Bewertung freigegeben werden muss, allerdings ist das bei der geplanten Bezahlvariante kein Garant für eine Nichtveröffentlichung. Auch der Hinweis, dass Profile gelöscht werden können, beruhigt da nur wenig, denn wie man weiß: Das Internet vergisst nichts. Auch die Frage, ob es moralisch vertretbar sei, Menschen wie einen schnöden Gegenstand zu bewerten, wird von den Entwicklern lediglich mit Schweigen quittiert.

Pro

  • Einfache Bedienung
  • Schicke Oberfläche
  • Zweistufige Verifizierung

Contra

  • Moralisch wie datenschutzrechtlich bedenklich
  • Aktuell nur in einer englischen Version
Anna K.

Fazit von Anna K. zu Peeple App

Die App ist aktuell nur für iOS verfügbar. Eine Version für Android sowie die Option auf eine weitreichendere und dafür kostenpflichtige Mitgliedschaft sind bereits angekündigt. Auch wenn die Idee, Menschen nach ihren sozialen, beruflichen oder sonstigen Qualitäten zu bewerten ins Bild der Zeit passt, ist sie unter ethischen Gesichtspunkten zumindest bedenklich. Alternative Social Networks zum Download für Smartphone oder PC finden sich in unserer Bibliothek.

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Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
IOS
Sprache:
Mehrsprachig
Version:
1.0
Update:
10.03.2016