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Auf Nummer sicher: Dateien in der Cloud verschlüsseln

Sonja U. Sonja U.

Wir leben in einer Big-Data-Welt. Datenmengen werden immer größer – auch unsere persönlichen. Cloud-Dienste, die den Speicher vom eigenen PC in die „Wolke“ auslagern, werden daher immer beliebter. Aber Vorsicht: Nutzer sollten ihre Daten in der Cloud verschlüsseln, damit Unbefugte nicht darauf zugreifen können. Wir haben ein paar Tipps dafür zusammengestellt.

Cloud verschlüsseln
Es gibt verschiedene Wege, um Daten in der Cloud verschlüsseln zu können. (Bilder: Redaktion/Boxcryptor)

Daten für die Cloud verschlüsseln und dann erst hochladen

An sich sind Cloud-Dienste eine praktische und tolle Sache. Dennoch machen immer wieder Angriffe auf Cloud-Dienste wie den Dropbox Download und Co. Schlagzeile. Damit die in der Cloud gespeicherten Daten auch sicher sind, wenn ein Konto einmal gehackt werden sollte, rät es sich stark an, diese im Vorfeld zu verschlüsseln. Das wiederum ist auf verschiedenen Wegen möglich. Alle davon bieten ihre Vor- und Nachteile.

Es ist dabei möglich die Daten vor dem Upload auf dem PC zu verschlüsseln und erst dann hochzuladen oder aber sie auf dem Weg in die Cloud für andere unkenntlich zu machen.

Tipp 1: Lokale Zip-Dateien erstellen

Die wohl einfachste Methode ist das vorherige Verschlüsseln der Daten mit einem Zip-Programm wie dem kostenlosen 7-Zip Download. Damit können die Dateien einfach ausgewählt und per Rechtsklick in en Archiv gepackt werden. Die Archive lassen sich dann im Anschluss einfach in die Cloud hochladen – sogar ganz einfach, indem man als Speicherpfad gleich den Synchronisations-Ordner für den Cloud-Dienst angibt. Die Archive sollten mit einem Passwort und im AES-256-Verfahren geschützt werden. Aber Vorsicht: Die Archive lassen sich zwar nicht von Unbefugten öffnen, die Namen der enthaltenen Dateien sind trotzdem sichtbar.

Tipp 2: Verschlüsselungssoftware nutzen

Besser als Zip-Programme sind spezielle Programme zur Verschlüsselung wie der Steganos Safe Download. Dieser erstellt einen verschlüsselten Datentresor mit bis zu 2 TB Größe als virtuelles Laufwerk, das sich komplett verbergen lässt. Der passwortgeschützte Container lässt sich neben der Cloud auch problemlos auf tragbare Speichermedien übertragen – und auf verschiedene, ausgefuchste Arten mit einem Kennwort schützen.

Cloud verschlüsseln Boxcryptor
Mit Boxcryptor können Dateien direkt auf dem Weg in die Cloud verschlüsselt werden.

Es gibt übrigens auch Verschlüsselungsprogramme mit direkter Cloud-Anbindung, die eingerichtete Cloud-Dienste direkt erkennen und die Daten dort verschlüsseln. Ein solches, zuverlässiges Programm ist der Boxcryptor Download. Die Daten lassen sich hier direkt beim Kopieren in die Cloud verschlüsseln. Holt man sie zurück auf die Festplatte, werden sie wieder entschlüsselt. Aber Vorsicht: Name und Typ der Dateien sind trotzdem einsehbar.

Wer seine Daten gleich in einen Container packt, hat den Vorteil, dass die Dateien nicht erkenntlich sind. Beide oben genannten Arten der Verschlüsselungssoftware vereint beispielsweise der kostenlose VeraCrypt Download, dem Nachfolger des bekannten TrueCrypt. Die Dateien werden also in einem Container platziert und hochgeladen. Der Haken: Die Container können nur im Ganzen hoch- und wieder heruntergeladen werden.

Tipp 3: Backups verschlüsseln

Auch Backup-Programme verschlüsseln Daten. Wenn man also sowieso ganze Backups erstellen und sie in der Cloud sichern will, kann man hier auf Dienste wie den Paragon Backup & Recovery Download zurückgreifen. Dafür sollte man allerdings etwas Zeit mitbringen. Denn Backups können sehr groß sein.

Cloud verschlüsseln Windows-Verschlüsselung
Die Windows-Verschlüsselung ist für den Cloud-Upload nicht geeignet.

Vorsicht vor Windows-Verschlüsselung

Windows selbst bringt von Haus aus eine eigene Dateiverschlüsselung mit – ganz einfach über Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner. Dort lässt sich Eigenschaften/Erweitert/Inhalt verschlüsseln wählen. Die Verschlüsselung ist dabei an den jeweiligen Benutzer gebunden, kann von anderen Konten also nicht eingesehen werden. Diese Verschlüsselung eignet sich aber nicht für die Cloud, da sie aufgehoben wird, sobald sie das Dateisystem verlassen.

Es kommt auf die Dateimenge an

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, Dateien zu verschlüsseln, damit sie sicher in der Cloud verwahrt werden können. Dabei kommt es immer darauf an, um wie viele und wie große Dateien es sich handelt. Sollen gleich mehrere Dateien hochgeladen werden, ist ein Container die beste Wahl. Für wenige Dokumente, deren Namen ruhig eingesehen werden können, eignet sich dagegen die schnelle Methode mit Zip-Programm, um seine Dateien für die Cloud verschlüsseln zu können.

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Dropbox

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Dropbox
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Server 2003, Vista, Server 2008, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
29.4.20
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