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Facebook kennzeichnet Fake News

Anna K. Anna K.

Nach der Debatte um Fake News auf Facebook hat das soziale Netzwerk ein Einsehen und kennzeichnet ab sofort Postings mit zweifelhaftem Wahrheitsgehalt. Allerdings mit einem großen Nachteil!

Egal, ob im Browser oder nach dem Download der Facebook App auf mobilen Geräten: Das soziale Neztwerk dient immer mehr als Nachrichtenquelle. Und das mit umfangreichen Folgen.

Facebook kennzeichnet endlich Fake News

Der US Wahlkampf hat Spuren hinterlassen: Der Sieg von Trump hat nicht nur Amerika gespalten und für Verunsicherung auf der ganzen Welt geführt, auch Facebook geriet mit dem Ergebnis der Wahl ins Kreuzfeuer der Kritik. Eine Vielzahl von fragwürdigen Beiträgen, die den aktuellen Präsidenten perfekt in Szene setzten und die Demokraten diffamierten, wurde erfolgreich auf Facebook verbreitet. Lange hat sich Facebook gegen eine Prüfung der Postings in Hinblick auf deren Wahrheitsgehalt gewehrt (bei Brüsten schien das hingegen kein Problem zu sein). Facebook sei kein Medienunternehmen hieß es in der Begründung. Nun hat der Social-Media-Riese eingelenkt.

User sollen zweifelhafte Beiträge melden

Das Unternehmen kann allerdings bei der Anzahl der Postings, die veröffentlicht werden, nicht jeden einzelnen Beitrag prüfen. User werden deshalb dazu aufgefordert, vermutliche Fake News zu melden. Diese Postings werden im Anschluss von „unabhängigen Fakten-Check-Organisationen“ geprüft und sollten diese zu dem Schluss kommen, dass eine Falschmeldung vorliegt, durch ein rotes Warndreieck gekennzeichnet.

Fake News
So sollen Fake News künftig gekennzeichnet werden. (Bild: Twitter/Anna Merlan)

Prüfung dauert zu lange

Soweit, sonaja. Mit einer wirklichen Prüfung hat das von Facebook eingeführte Verfahren nicht viel gemein. Und es kommt ein zweiter Punkt hinzu, der die Kennzeichnung von Fake News suboptimal (wenn nicht halbherzig) erscheinen lässt: Die Prüfung dauert ewig. Da können schon mal Tage verstreichen, bevor das rote Dreieck aufploppt – in der Welt der sozialen Medien kann man nach so einem langen Zeitraum die Kennzeichnung als Fake eigentlich fast ganz sein lassen. Denn der Zeitraum reicht locker aus, um eine zweifelhafte News in Umlauf zu bringen: Sie wird kommentiert, geteilt oder bewertet. Mit dem Thema der Zensur, missverstandener Satire oder ähnlichen Fragezeichen wollen wir an dieser Stelle gar nicht anfangen. Ein also eher zweifelhafter Ansatz, den Facebook damit der Welle von Fake News entgegensetzt.

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