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Facebook, StudiVZ & Co.: Das Social Network als Fahndungsinstrument 2.0

Shawn H Shawn H

Soziale Netzwerke wie StudiVZ, Facebook und MySpace übertreffen sich regelmäßig mit Rekord-Mitgliederzahlen. Die Nutzer hinterlassen persönliche Informationen, die sie Freunden und anderen Usern zur Verfügung stellen. Diese Daten machen sich aber auch immer häufiger US-Sicherheitsbehörden und Steuerermittler für Fahndungen zunutze.

Fahnder recherchieren in Social Networks

Dass Nutzerprofile mit privaten Daten unter Umständen auch für Sicherheits- und Finanzbehörden von Interesse sein können, zeigt ein Report der US-Bürgerrechtsorganisation EFF (Electronic Frontier Foundation). Behörden wie das FBI und das ATF (dt: Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe) würden sich mitunter unter falschen Identitäten in soziale Netzwerke einklinken, um Verbindungen mit anderen Mitgliedern aufzubauen und für die Ermittlungen relevante Informationen zu sammeln.

Nutzungsbedingungen und andere Hürden

Oftmals könnten die Behörden jedoch nicht alle technischen Möglichkeiten des Täuschens und Tarnens ausschöpfen. Datenschutzrichtlinien würden den Fahndern nicht selten Grenzen setzen. Jedoch stellten insbesondere die Nutzungsbedingungen Hürden dar. In fast jedem sozialen Netzwerk ist es untersagt, sich eine falsche Identität anzulegen.

Lauschangriff auf StudiVZ?

Auch wenn sich der Report nur mit den Aktivitäten von Ermittlern in den USA befasst, stellt sich doch die Frage, wie es in Deutschland aussieht. Bisher wurden keine Fälle bekannt, in denen deutsche Behörden gezielt Web 2.0-Angebote infiltriert hätten. Jedoch kann man davon ausgehen, dass solche Aktionen, sofern sie Realität sind, sowieso nur "undercover" durchgeführt werden.

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