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Wandel: Eigener Mobilfunkservice von Google kommt

Maria S. Maria S.

Mit Project Fi bringt Google ein eigenes Mobilfunkangebot in den USA auf den Markt. Der Service soll Technik und alte Preismodelle über den Haufen werfen. Wie es funktioniert, hier weiterlesen!

Bereits heute gibt es fast kein Angebot mehr, in dem nicht auch Google irgendwie mitmischt. Von der Suchmaschine über die Cloud-Dienste und Onlinemarketing bis hin zum eigenen Betriebssystem für mobile Geräte. Da wirkt selbst der eigene Browser, den Nutzer über den Google Chrome Download installieren können, wie ein kleiner Fisch. Nun streckt Google auch seine Arme in Richtung Mobilfunk aus und will den Bereich einmal ordentlich aufwirbeln. In den USA ist der eigene Mobilfunkservice bereits gestartet.

Google Mobilfunkservice

Googles Mobilfunkangebot beruht auf Hotspots

Der Google-eigene Service soll die gesamte Struktur des Mobilfunks umkrempeln. Das unter dem Namen Project Fi gestartete Angebot lässt die bisher sehr klar getrennten Bereiche von Mobilfunk und WLAN miteinander verschmelzen. Google macht sich für sein Angebot öffentliche Hotspots zunutze und zieht sich zwei Mobilfunkbetreiber heran.

Für den Nutzer soll sich dabei jedoch nichts ändern: Telefonieren, SMS schreiben, im Netz surfen – alles läuft wie bisher. Der Wechsel zwischen den Netzen soll vollautomatisch vonstattengehen. Das Handy soll alle involvierten Hotspots eigenständig erkennen. Wenn man sich mit dem Smartphone in die Nähe eines neuen Hotspots oder Mobilfunkmastes bewegt, wechselt das Gerät automatisch zum neuenNetz und loggt sich dort ein. Ein aktives Umschalten zwischen Mobilfunk und WLAN ist demnach nicht nötig.

Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

Findet eine Kommunikation über die Hotspots statt, wird diese verschlüsselt, so Google. Die Verschlüsselung wird mithilfe von Virtual Private Networks (VPN) gewährleistet. Es gibt zudem erste Indizien, dass Google den Schutz über ein eigenes VPN realisieren will.

Startschuss für Project Fi in den USA

In den USA ist Project Fi bereits an den Start gegangen. Allerdings ist die Nutzung bisher nur für User des Nexus 6 möglich. Für die Realisierung wurden ca. eine Million Hotspots eingebunden. Außerdem sind die 3G- und LTE-Netze von T-Mobile und Sprint involviert. Wie man an der Coverage-Karte erkennen kann, ist die Netzwerkabdeckung in den USA sehr gut bis sehr gut. In Ballungszentren ist sie am besten, wie an dem dunklen Grün ersichtlich wird.

Google Mobilfunkservice Coverage

Mit Google Mobilfunkangebot kommt neues Preismodell

Mit dem neuen Angebot wird sich auch das Preismodell im Mobilfunk grundlegend ändern. In den USA wird der Dienst, der monatlich kündbar ist, für einen Monatsbeitrag von 20 US-Dollar bereitgestellt. Zu dieser Grundgebühr kommt der Preis für das Datenvolumen. Je nachdem, wie viel man wünscht, bewegt sich dieser Wert zwischen 10 US-Dollar für 1 GByte und 20 US-Dollar für 2 GByte. Bei nicht verbrauchtem Datenvolumen erhält der User eine Rückerstattung. Inbegriffen sind in dem Modell zudem Inlands-Telefonate und SMS sowie SMS ins Ausland. Telefonate ins Ausland kosten jedoch extra.

Ade Datenroaming

Ein enormer Vorteil des neuen Mobilfunk-Prinzips von Google ist, dass sämtliche Datenroaming-Gebühren wegfallen: Der Nutzer kann überall und stundenlang ins Netz gehen, ohne von Zusatzkosten überrascht zu werden.

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