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Google Chrome Apps für den Windows Desktop

Oliver W. Oliver W.

Neben der Möglichkeit zur Einbindung von Chrome Extensions stehen im Googlebrowser zudem die sogenannten Chrome Apps zur Verfügung. Seit kurzem sind Chrome Apps auch ohne Browser auf dem Desktop nutzbar.

Chrome Apps für den Windows Desktop

Der Chrome Web Store bietet neben schicken Designs und nützlichen Helferlein für Google Chrome, den Erweiterungen oder Chrome Extensions, auch Anwendungen für viele verschiedene Bereiche zum Download an. Hier finden sich teilweise kleine Spielereien, jedoch auch schon recht fortgeschrittene Anwendungen. Nun geht Google den nächsten Schritt und koppelt die Anwendungen oder Chrome Apps aus dem Browser aus und macht sie auf dem Desktop verfügbar. Dabei bleibt die Datenmenge des Downloads immer noch überschaubar, denn hier installieren Anwender eben nur eine herkömmliche Browser App oder Web App - wenn eben auch funktional ausgewachsen. 2013-09-11_11h01_31

So funktionierts: Chrome Apps auf dem Windows Desktop verfügbar machen

Eigentlich funktioniert alles genauso wie vorher: Chrome App aussuchen, im Browser installieren, Spaß haben. Neu hinzugekommen ist nun die Chrome App-Übersicht, die nach der Installation der ersten Chrome App im Browser automatisch in der Windows Taskleiste erscheint. Öffnet man nun eine der hier gelisteten Chrome Apps, erscheint zunächst standardmäßig der Browser mit der gewünschten Anwendung. Um die App ohne Browser zu öffnen, sind ein Rechtsklick auf die App und ein Klick auf Verknüpfung erstellen notwendig. chrome app übersichtChrome App Übersicht Verknüpfung erstellen In der nun folgenden Auswahl legt man fest, ob die Anwendung auf dem Desktop und im Startmenü angezeigt und auch gleich an die Taskleiste angeheftet werden soll. Eine Bestätigung später sind die entsprechenden App-Verknüpfungen erstellt. Zudem lassen sich Apps und, falls verfügbar, auch deren Daten synchronisieren sowie der Googlespeicher Google Drive zur Speicherung verwenden. Hierfür ist die Anmeldung in Chrome mit einem Googlekonto erforderlich. Ein kleines Manko an der neuen App-Übersicht besteht darin, dass das Öffnen des Browsers ab sofort einen Klick mehr erfordert. Denn der öffnet sich nach aktuellem Stand nicht mehr über die eigene Verknüpfung, sondern erst nach einem Klick auf die App-Übersicht und anschließend das Chrome-Symbol. Aktuell verstehen sich noch nicht alle Chrome Apps mit der Desktopauskopplung, daher bietet Google im Store eine Übersicht über verfügbare Apps. Im Kurztest liefen jedoch wahllos selektierte Anwendungen ohne Probleme. Hierzu zählte beispielsweise die ebenenfähige Bildbearbeitung Pixlr Editor, die sich funktional richtig sehen lassen kann. Pixlr Editor Chrome App

Chrome Apps auf dem Windows Desktop - die Technik

Google Chrome arbeitet mit einer sogenannten Sandbox-Technologie. Dieser virtuelle Sandkasten ist eigentlich als Spielwiese zum Testen von Anwendungen gedacht, ähnlich wie in den Virtualisierungssystemen VMWare und VirtualBox. Die Sandbox kapselt den jeweils ausgeführten Prozess von der Systemebene ab und sorgt so für maximale Sicherheit. Denn was in der Sandbox geschieht, das bleibt auch in der Sandbox. Chrome Apps arbeiten nach dem gleichen Prinzip, daran hat sich auch mit der Ausgliederung der Apps aus dem Browser nichts geändert. Entsprechend sind laut Google Chrome Apps auch als sicher anzusehen. Trotzdem können die Browserapplikationen auch auf externe Geräte, wie etwa USB- oder Bluetooth-Devices zugreifen.

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Google Chrome

Schneller Browser mit zahlreichen Zusatzfunktionen

Google Chrome
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Server 2003, Vista, Server 2008, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
55.0
Leserwertung:
3.87/5