Tipp

Google Maps bearbeiten und Fehler melden

Sonja U. Sonja U.

Google Maps gilt als eine der zuverlässigsten Navigations-Softwares weltweit. Kein Kartensatz ist so ausführlich wie der des Internetriesen – und das liegt zum Großteil an den Nutzern. Jetzt können User auch Fehler melden und Google Maps bearbeiten – auf eigene Faust.

Google Maps bearbeiten
Wer Google Maps bearbeiten will, kann das nun ganz einfach über Browser oder App machen. (Bild: Screenshot Google/Redaktion)

Falsche Infos entdeckt? Google Maps bearbeiten geht jetzt einfacher

Wer bisher bei Fehlern in Googles Kartenservice einen Fehler entdeckt oder nicht ganz korrekte Informationen gefunden hat, benötigte mit dem Google Map Maker bisher eine externe App, um Änderungen und Korrekturen bei Google direkt vorzuschlagen. Das ist ab sofort nicht mehr nötig, den Map Maker gibt es nicht mehr.

Vielmehr genügt die Google Maps App oder Google Maps über den Browser. Dort lassen sich nun Straßen und Hausnummern ändern und umbenennen, Wege verschieben oder Geschäften andere Öffnungszeiten verpassen. Die Korrekturen werden dann direkt an Google weitergeleitet, die die Korrekturen dann prüfen und gegebenenfalls umsetzen, sollten sie sich als korrekt erweisen.

Google Maps bearbeiten App
Über die App könnt Ihr Änderungen vorschlagen: Einfach den Reiter Feedback abgeben wählen. (Bild: Screenshot Google/Redaktion)

Auch Google ist nicht immer komplett aktuell

Zwar arbeiten Googles Mitarbeiter schon hart daran, den Maps-Dienst immer so aktuell wie möglich zu halten. Aber überall haben auch sie ihren Blick (noch) nicht. Daher ist man, wie bei so vielem, auf die Mithilfe der User angewiesen. Wem also nun Veränderungen in der Nachbarschaft oder bekannten Umgebungen auffallen – beispielsweise Straßensperren, neue Umgehungsstraßen oder geschlossene Geschäfte – kann sich über die App direkt an Google wenden und Google Maps Fehler melden.

Google Maps bearbeiten Ansicht
Im Editiermodus ändert sich die Ansicht: Die Straßen sind rosa eingefärbt und können bearbeitet werden. (Bild: Screenshot Google/Redaktion)

Änderungen melden – wie geht das?

Das Ändern des Kartenmaterials funktioniert also nicht getreu dem Wikipedia-Motto „einfach ändern und speichern – schon ist alles übernommen“. Vielmehr schickt man Vorschläge über die App direkt an Google, die dann alles prüfen und gegebenenfalls korrigieren. Und das funktioniert so:

  1. Öffnet die Google Maps App oder die Browser-App und ruft dort das Menü auf.
  2. Hier findet Ihr den Reiter “Feedback geben“.
  3. Über den Eintrag “Karte bearbeiten“ wird die Karte dann ein wenig anders mit rosa eingefärbten Straßen angezeigt. Hier könnt Ihr Google Maps bearbeiten
  4. In dieser Ansicht könnt Ihr das zu ändernde Element auswählen.
  5. Ihr bekommt nun die Auswahl zwischen verschiedenen Änderungsmöglichkeiten – Straßenname, Straßenführung, Straßensperren, Privatwege? Wählt das Entsprechende aus.
  6. Habt Ihr die Änderung eingetragen, könnt Ihr die aktualisierte Karte zum Überprüfen an Google weiterleiten.

Google Maps bearbeiten Browser
Auch über den Browser lässt sich das Kartenmaterial bearbeiten. (Bild: Screenshot Google/Redaktion)

Local Guide werden und Punkte verdienen

Ganz umsonst müsst Ihr diese Arbeit für Google nicht machen. Sind Eure Änderungen korrekt und Google fügt sie ein, erhaltet Ihr Punkte und erreicht den Status “Local Guide“. Die Punkte lassen sich als eine Art Gutschein nutzen. Je nachdem, wie viele Punkte Ihr gesammelt habt, erhaltet Ihr entsprechende Vorteile:

  • Bis 4 Punkte (Level 1) erhaltet Ihr einen monatlichen Newsletter, könnt an Google-Workshops und -Hangouts teilnehmen, könnt an Wettbewerben für Local Guides teilnehmen und Euch mit anderen Local Guides austauschen.
  • Von 5 bis 49 Punkten (Level 2) erhaltet Ihr Vorabzugriff auf neue Google-Funktionen und Produkte und Eure Treffen im Local Guides-Kalender eintragen.
  • 50 bis 199 Punkte (Level 3) geben Euch die Möglichkeit, mit Eurem Local Guides Logo in Google Maps auf Euch aufmerksam zu machen. Zudem könnt Ihr Werbung für inoffizielle Communities machen.
  • Mit 200 bis 499 Punkten (Level 4) besteht die Option, auf den offiziellen Onlinekanälen (Google+, Facebook, Twitter) vorgestellt zu werden.
  • Ab 500 Punkten (Level 5) könnt Ihr Google-Funktionen und Google-Produkte vor Veröffentlichung testen und Euch für die Teilnahme an der Konferenz für Local Guides bewerben.

Punkte könnt Ihr übrigens auch sammeln wenn Ihr anderweitig Google Maps bearbeiten wollt – indem Ihr Fotos hochladet, Rezensionen hinzufügt und offene Fragen zu Orten beantwortet.

Neueste Artikel

Software aus dem Artikel

Google Maps

Routenplaner und Landkarten mit Mehrwertdiensten en masse

Google Maps
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 2000, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
Web App
Leserwertung:
3.39/5