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Tipps und Tricks zu IrfanView

Oliver W. Oliver W.

Seit Erscheinen erlangt der Bildbetrachter IrfanView immer mehr an Beliebheit. Das Spektrum der Formate, die die Freeware darstellen und abspielen kann erweitert sich mit jedem Update und ist bereits bei fast 100 angelangt. Doch das ist nicht alles. In IrfanView stecken einige Funktionen, die für den Laien lange im Dunkeln bleiben würden. Lesen Sie mehr..

Tipps und Tricks zu IrfanView: Batch-Konvertierung

Diese Funktion dient dazu, beliebig viele Bilder auf einmal umzuwandeln. Dabei spielen Format, Größe und andere Details keine Rolle. Es lassen sich sogar nachträgliche Filter und Eigenschaften auf die Bilder anwenden. Auch die Änderung der Auflösung ist kein Problem. Zu dieser Funktion gelangen Sie entweder über Datei ->Batch Konvertierung/Umbenennung"oder die Taste B. Es öffnet sich daraufhin ein neues Fenster, in dem die Konvertierungsdetails festgelegt werden können. Neben der Umwandlung beherrscht IrfanView auch die bloße Umbennung, bei der die Bilder in vorhandenem Zustand beibehalten werden, doch auch die Kombination beider Verfahren ist links oben wählbar. Darunter lässt sich das Zielformat wählen. Welches das "Richtige" ist, hängt immer vom jeweiligen Verwendungszweck ab, doch man kann sich dennoch orientieren. BMP beispielsweise speichert unkomprimiert, aber verlustfrei und JPG komprimiert und erreicht dadurch viel kleinere Bilder, allerdings unter manchmal deutlich sichtbarer Artefaktbildung. Einen Kompromiss stellt das Format PNG dar, welches komprimiert speichert und dennoch verlustfrei arbeitet. Die Qualität lässt selbst bei einer hohen Anzahl von Speicherungsvorgängen nicht nach, die Größe kann aber meist nicht mit JPG mithalten. Neben dem Drop-Down-Feld für das Format lässt sich über "Optionen" noch Genaueres für das gewählte Format einstellen. In diesem Falle wird von PNG als Präferenzformat ausgegangen. Stufe 9 bietet die beste Kompression. Die anderen Stufen arbeiten zwar ebenfalls verlustfrei, lassen das Bild aber mehr Speicher verbrauchen. Hinweis: Soll ein Bild als Datei- oder Ordner-Icon gespeichert werden, kann sogar eine transparente Farbe gespeichert werden. Das funktioniert auch beim Format ICO, welches speziell für die Icon-Erstellung gedacht ist. Die anderen Optionen dieses Fensters sind irrelevant. Unter dem "Optionen"-Button findet sich ein Knopf mit der Bezeichnung "Setzen". Hierüber lässt sich ein neues Fenster öffnen, in dem man eine Menge weiterer Eigenschaften des Bilder verändern kann. Dazu gehören links oben die Freistellung von bestimmten Bildbereichen. Darunter die Änderung der Größe, in der Mitte oben das Ändern der Farbtiefe, darunter weitere selbsterklärende Zusatzfunktionen, wie etwa das Umwandeln in Graustufen oder die Spiegelung des Bildes, weiter rechts oben die Änderung verschiedener Farb-, Kontrast- und Helligkeits-, sowie Schärfe-bezogener Werte, genauso wie eine Rotationsfunktion. Rechts unten lassen sich Optionen bezüglich der Speicherung ändern, so etwa ob bereits existierende Dateien überschrieben werden sollen. Über "OK" speichert man die Einstellungen für die aktuelle Konvertierung und gelangt zum vorherigen Menü zurück. Sollen die Dateien auch umbenannt werden, steht für die korrekte Benennung eine ganze Palette an Variablen für bestimmte Namensteile zur Verfügung. Über Optionen für Batch-Umbenennen -> Optionen -> Hilfe erhält man eine genauere Beschreibung. Dies hier zu erklären würde den Rahmen sprengen. Bei "Zielverzeichnis" ist der Ordner auszuwählen, in dem die fertig konvertierten Bilder gespeichert werden sollen. Jetzt müssen noch rechts oben die Bilder zur Konvertierung/Umbenennung geladen werden. Dazu navigieren Sie in den Ordner, in dem sich die Bilder befinden, markieren diese und klicken auf "Hinzufügen". Sollten die Bilder aufgrund nachteilhafter Benennung mit anderen Dateien vermischt sein, klicken Sie auf das Drop-Down-Feld "Dateityp" und wählen Sie das Format, in welchem die Bilder aktuell noch gespeichert sind. Dadurch werden nur Bilder dieses Formats angezeigt. Sind die Bilder in die Liste rechts unten geladen, kann die Konvertierung über einen Klick auf "Starten" gestartet werden. Je nach Anzahl und Auflösung der Bilder kann der Vorgang einige Minuten dauern. irfanview batch konvertierung

Tipps und Tricks zu IrfanView: Scannen

IrfanView kann nicht nur Bilder von der Festplatte öffnen, sondern auch einen Scanner ansteuern. Klicken Sie dazu auf Datei -> Scannen / Batch-Scannen oder drücken Sie Strg+Shift+A. Dadurch erscheint ein neues Fenster, bei dem Sie die ersten beiden Optionen auswählen müssen. Ein Klick auf OK führt sie dann zur Benutzeroberfläche Ihrer Scannersoftware. Ist das Bild eingescannt, wird es direkt zur weiteren Verarbeitung in IrfanView geladen. Möchte man nur schnell etwas scannen, ist dieser Weg sehr empfehlenswert, da IrfanView meist schneller lädt und arbeitet als seine Konkurrenz, die meist oft schon bis zu einer halben Minute braucht, um zu starten. Hinweis: Sollte die Fehlermeldung erscheinen, dass die TWAIN-Quelle nicht gefunden werden kann, so liegt entweder ein Problem mit der Verkabelung des Scanners oder mit dessen Treiber vor. Überprüfen Sie beides und starten Sie den Vorgang erneut. Tipp: Um die Qualität Ihres Bildes zu erhöhen, sollten Sie die DPI-Zahl erhöhen. DPI (=Dots per Inch) bedeutet, wie viele Bildpunkte (Pixel) abgefragt werden sollen. Je höher die DPI, umso höher die Auflösung. Das hat beim Scannen einen direkten und klar bemerkbaren Einfluss auf die Bildqualität. Ausserdem können Sie die Qualität noch verbessern durch Wahl des richtigen Quellmaterials. Dazu dürften Ihnen im Regelfall Optionen wie "Text", "Foto" und "Zeitschrift" zur Verfügung stehen. "Foto" liefert im Normalfall die beste Qualität.

Tipps und Tricks zu IrfanView: Effektfilter auftragen

IrfanView bietet zwar keine Möglichkeit, ein Bild Freihand zu gestalten oder von Grund auf zu zeichnen, doch die Effektfilter sind zahlreich. Sie erreichen die Effekte über Strg+E oder Bild -> Effekte -> Einstellungen / Vorschau. In der Liste links wählen Sie den gewünschten Effekt aus, im Bereich rechts sehen Sie in einem Vorschaubild die Wirkung. Feinheiten des jeweiligen Filters können Sie über die Regler und Werte-Felder justieren. Mit ein bisschen Geschick lassen sich so erstaunliche Effekte erzielen, vor allem wenn diese kombiniert werden. Sehr interessant sind die Filter "Oil Paint", der das Bild wie ein Ölgemälde erscheinen lässt und "Sepia", welches das Bild in ein vergilbtes Gelb/Beige taucht, was ihm einen alten Look verpasst. Jeden Filter können Sie über "Apply to original Image" auf das Bild anwenden und über "Undo" zurücknehmen. Auch wenn dadurch der Verlust eines Bildes stark minimiert wird, sollten Sie aber vor jedem Anwenden von Filtern das Bild speichern, besonders wenn es sich um Screenshots handelt.

Tipps und Tricks zu IrfanView: Dateizuordnungen ändern

Welches Format mit IrfanView geöffnet werden soll, kann bei dessen Installation festgelegt werden. Doch wie macht man eine falsch gesetzte Zuweisung rückgängig ohne IrfanView deinstallieren und neu installieren zu müssen? Das geht über Optionen -> Einstellungen -> Erweiterungen. In der Liste muss einfach der Haken bei dem entsprechenden Format weggenommen werden.

Tipps und Tricks zu IrfanView: Kontext-Menü-Einträge ändern

Die Freeware kann sich bequem ins Kontext-Menü von Dateien, Ordnern und sogar Laufwerken integrieren. Darüber ist beispielsweise die Browse-Funktion von IrfanView für das gewählte Verzeichnis erreichbar. Diese Funktion kann für Ordner mit Bildern zum Inhalt sehr hilfreich sein. Eine größere Übersicht, schnelleres Wechseln der Ordner und ein besseres Vorschaubild sind die Vorteile im Gegensatz zum Windows-Explorer mit seiner Miniaturansicht. Diese Menü-Einträge lassen sich (de)aktivieren über Optionen -> Einstellungen -> Erweiterungen. Ganz unten kann man auswählen, ob IrfanView ins Senden-An-Menü integriert werden soll und ob es im Kontext-Menü für Laufwerke und Verzeichnisse erscheinen soll. Desweiteren finden sich relativ versteckt rechts in der Mitte über den Button "Andere Optionen" neben der Auswahl des Standard-Icons für Irfan-View-Formate noch Optionen zur Shell-Integration. Ausserdem können Sie festlegen, ob BMPs künftig als Vorschaubilder angezeigt werden sollen, was standardmäßig in Windows nicht der Fall ist.

Tipps und Tricks zu IrfanView: Bildgröße für Videos ändern

Manche Videos, besonders wenn sie von Internet-Video-Portalen stammen, haben mitunter eine sehr niedrige Auflösung. Das frustet den Zuschauer, auch wenn das Bild noch so scharf sein mag, die Auflösung sollte eine gewisse Größe haben, um das Auge des Zuschauers nicht zu sehr zu strapazieren. Wählen Sie dazu Optionen -> Einstellungen -> Video/Musik und dort in der Mitte Video-Fenster Größe -> Doppelt aus. Dadurch werden Videos beim Öffnen in doppelter Auflösung dargestellt, was in den meisten Fällen zu einem merklich angenehmeren Schauen führt.

Tipps und Tricks zu IrfanView: Oberfläche von IrfanView ändern

Dass die Benutzeroberfläche von IrfanView viele Wünsche erfüllt steht ausser Frage, doch ist auch diese Sache noch verbesserungsfähig. Um an die Liste der Optionen zu gelangen, mit denen Sie IrfanView noch ein wenig Beine machen können, klicken Sie auf Optionen -> Einstellungen -> Andere 1 / 2 / 3. Dort finden Sie eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten, die den Komfort und die Arbeitsgeschwindigkeit nicht nur verändern, sondern durchaus auch erhöhen können. Sie finden darunter unter anderem: - Umbenennen bei falscher Dateierweiterung Ist eine Datei im Format JPG gespeichert, wurde aber im Namen zu BMP oder einer beliebigen anderen Endung umbenannt, erkannt das IrfanView und bietet an, die korrekte Dateiendung einzusetzen. - IrfanView nur einmal aktiv im Speicher (eine Instanz) Wird in der Regel ein Fenster von IrfanView nur einmal gebraucht und danach wieder geschlossen oder wird nur in einem einzigen Fenster gearbeitet, kann man das Öffnen neuer Instanzen der Software durch diese Option verhindern. Das wirkt präventiv gegen Verwirrung und Übersichtsverlust. - Benutze rechte Maustaste für Kontextmenü (Vorgabe: Scrollen) Standardmäßig lässt sich ein übergroßes Bild mit gedrückter rechter Maustaste scrollen, doch der Nutzer hätte möglicherweise lieber ein Kontext-Menü mit weiteren Optionen zur Bearbeitung des Bildes. Über diese Option lässt sich genau das erreichen. Gescrollt werden kann nun noch mit den Pfeiltasten der Tastatur. - MRUDs zum Datei-Menü hinzufügen (die 10 letzten Verzeichnisse) Durch diese Option listet IrfanView immer die letzten zehn besuchten Verzeichnisse unter Datei -> Zuletzt benutzte Verzeichnisse... auf. Dadurch kann eine schnelle Navigation zwischen oft besuchten Ordnern gewährleistet werden. - Optionen für TXT-Dateien IrfanView ist sogar in der Lage, neben Bild-, Video- und Audio-Material auch Text-Dateien anzuzeigen. Wie die Schrift in Form und Farbe auszusehen hat, lässt sich über diesen Einstellungsbereich festlegen. - Ausschneiden Wird ein Bildausschnitt über Strg+X oder Bearbeiten -> Ausschneiden - Markierung ausgeschnitten, so bleibt eine schwarze Fläche zurück. Die Farbe dieser Fläche kann hier festgesetzt werden. Genauso verhält es sich mit der Funktion Bearbeiten -> Ausschneiden - ausserhalb der Markierung.

Tipps und Tricks zu IrfanView: Skins für IrfanView

Das Standard-Design kann mit der Zeit langweilig werden. Dafür hat der Autor eine Skinning-Funktion mit eingebaut, die seltsamerweise aber kaum jemand benutzt. Über Optionen -> Einstellungen -> Symbolleiste lassen sich die Skins auswählen. Wer bestimmte Buttons nicht geändert wissen möchte, kann das Belegen der Skins auf diese Schaltflächen unterbinden, indem er den entsprechenden Haken rechts im Fenster entfernt. Selbst User, die IrfanView schon eine Weile einsetzen, dürften noch nicht alle Optionen kennen und könnten an den hier vorgestellten Tipps Gefallen finden. Doch auch die Anfänger sollen sich an dieser Stelle dazu aufgerufen fühlen, die Tipps und Hinweise zu ihren Gunsten umzusetzen. Wir hoffen, Ihnen ein wenig unter die Arme gegriffen zu haben.

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Software aus dem Artikel

IrfanView

Kostenloser Bildbetrachter und Konverter inklusive Multimediaplayer

IrfanView
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 2000, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
4.50
Leserwertung:
3.07/5