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Skygofree: Alles zum mächtigsten Android-Spionage-Tool!

Anna K. Anna K.

Mit Skygofree bedroht ein neues Superspionage-Tool Android Handys. Hier mehr über den Trojaner!

Trotzdem können wir zunächst Entwarnung geben: Bislang ist der Super-Trojaner nur in Italien aufgetaucht. Wer seine Geräte trotzdem sichern will, sollte zum Download von Kaspersky 2018 greifen. Die Sicherheitssoftware bietet Euch sowohl auf dem PC als auch auf mobilen Geräten Schutz vor Fremdzugriffen. Ihr könnt die Shareware 30 Tage lang kostenfrei und unverbindlich austesten.

Skygofree
Auf dem Blog von Kaspersky Lab wurde die Entdeckung von Skygofree bekanntgegeben (Screenshot: Redaktion)

Skygofree nutzt Accessibility Services, um Geräte zu kontrollieren

Die Schwachstelle, aufgrund derer die Schadware auf Smartphones und Tablets gelangt, nennt sich Accessibility Services – sogenannte Bedienungshilfefunktionen. Diese sind eigentlich dafür gedacht, Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Nutzung von Apps zu ermöglichen, indem beispielsweise Texte vorgelesen, visuelle Signale gesendet oder Tools via Sprachbefehlen gesteuert werden können. Dafür können diese Bedienungshilfen auf diverse Inhalte zugreifen, die anderenfalls geschützt sind. Zwar müssen User diesen Zugriff explizit erlauben, die Anfrage wird allerdings von einer banalen Berechtigungsanfrage überdeckt. Verbreitet wird die Malware über eine Phishing-Seite, die einem Mobilfunkanbieter nachahmt und schnelleres Internet dank eines Updates verspricht. Statt des Updates installiert sich allerdings der Trojaner.

Bislang 48 Funktionen entdeckt

Das Tool erlangt im Prinzip Zugriff auf nahezu alle Funktionen des mobilen Gerätes. Kaspersky hat inzwischen 48 Anwendungsbereiche entdeckt, die auf infizierten Geräten ausgelesen werden können. Dazu zählen der Zugriff auf das Mikrofon, um die Umgebung zu überwachen; das Auslesen von WhatsApp-Nachrichten bis hin zur Überwachung des kompletten Datenverkehrs, inklusive SMS, Ortungsdaten oder Kalendereinträge.

Bereits seit 2014 im Umlauf

Kapersky Lab weißt in seinem Blogbeitrag weiter darauf hin, dass das Spionagetool bereits seit 2014 im Umlauf sei. Ob es derzeit noch aktiv ist, lässt das IT-Unternehmen allerdings offen.

Wer steckt dahinter?

Da sich aktuelle Fälle nur in Italien verzeichnen lassen, ist davon auszugehen, dass der Trojaner von einer italienischen IT-Firma entwickelt wurde. Die Vermutungen legen aktuell ein Unternehmen als Urheber der Schadware nahe, welches sich auf Überwachungslösungen spezialisiert hat. Genauere Angaben macht Kapersky allerdings nicht.

So schützt Ihr Euch

Ihr wollt Euch vor Spionagetools wie Skygofree schützen? Dann solltet Ihr folgende Tipps befolgen:

  • Installiert nur Apps, deren Sicherheit gewährleistet wird.
  • Achtet auf die Berechtigungen, die Ihr Apps erteilt.
  • Installiert eine entsprechende Sicherheitslösung.
  • Führt regelmäßig Updates durch.
  • Öffnet keine Angebote, die Euch kostenloses Datenvolumen oder gratis schnelleres Internet versprechen.

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