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Neues KaZaA-Urteil: Das endgültige Aus?

Shawn H Shawn H

Ein aktuelles Urteil des australischen Gerichtshofs dürfte wohl den Todesstoß für das KazaA-Angebot bedeuten. Die Richter befanden, dass die P2P-Börse mit Wissen der Betreiber primär für illegale Zwecke genutzt werde. Jetzt müssen Filter eingebaut werden.

Zwar ist die P2P-Tauschbörse KazaA schon länger von Konkurrenten wie eDonkey überholt worden, doch jetzt dürfte ein aktuelles Urteil des australischen Gerichtshofs wohl das endgültige Aus für KazaA bedeuten. Zwar befanden die Richter nicht ausdrücklich, dass KazaA illegal sei, doch sie betonten, dass die Tauschbörse - wohlgemerkt mit Wissen der Betreiber - in erster Linie für illegale Zwecke genutzt werde.

Damit ist KaZaA in der Pflicht - nicht nur hinsichtlich der Zahlung der horrenden Gerichtskosten, es müssen vielmehr auch Filter eingebaut werden, die künftig den Tausch illegaler Inhalte verhindern sollen. Dies soll binnen zwei Monaten geschehen. Diese geänderte Software soll dann an alle Nutzer der Tauschbörse verteilt werden. So soll künftig verhindert werden, dass über die KaZaA-Plattform urheberrechtsgeschütztes Material getauscht wird.

An genau diesen Auflagen war vor einigen Jahren bereits Napster gescheitert. Auch wenn die Bedeutung KaZaAs immer mehr abgenommen hat, feierte die Musikindustrie das Urteil trotzdem wie einen bedeutsamen Sieg. Der Deutsche Phonoverband sieht das Urteil als "wegweisend" für die Branche und erhofft sich einen weiteren Schub für die legalen Downloadplattformen.

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KaZaA Lite

Filesharing-Tool für einen sicheren Dateitausch ohne Werbung und Spyware

KaZaA Lite
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
XP, NT, 98, ME
Sprache:
Deutsch
Version:
K++ 2.7.2a
Leserwertung:
4.46/5