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Vorsicht vor Kinox.to Fake Abmahnungen

Anna K. Anna K.

Aktuell sind Kinox.to Fake Abmahnungen im Umlauf! Hier erfahren, wie Ihr die gefälschte Zahlungsaufforderung erkennt!

Ob im Browser oder nach dem Download der Kinox.to App – dass das Streaming-Portal nicht legal ist, ist Euch hoffentlich bewusst! Deshalb ist es theoretisch auch nicht unmöglich, dass User eine Abmahnung erhalten. In diesem Falle könnt Ihr jedoch erst einmal aufatmen!

So erkennt Ihr die Kinox.to Fake Abmahnungen

Aktuell sind verschiedene Versionen der Kinox.to Fake Abmahnungen im Umlauf. Dafür werden die Namen tatsächlich existierender Kanzleien missbraucht; so die Rechtsanwälte Kertas sowie die Kanzlei Dr. Thomas Stephen. Angeblich sollt Ihr auf kinox.to einen Film der Firma 20th Century Fox angesehen haben. Im Folgenden werden Urteile, die Rechtsgrundlage zur Feststellung Eures Internetanschlusses sowie angebliche Details zu Straftat aufgeführt und die Kosten aufgeschlüsselt:

  • Schadensersatz: 659,00 Euro
  • Rechtsanwaltskosten 153,35 Euro
  • Auskunfts- und Ermittlungskosten: 86,00 Euro
  • Gesamtsumme: 897,45 Euro

Und so sieht die E-Mail aus:

Kinox.to Fake Abmahnungen
So oder ähnlich sehen die Kinox.to Fake Abmahnungen aus. (Bild: www.mimikama.at)

Nun werdet Ihr aufgefordert, den Betrag zzgl. MwSt. binnen fünf Tagen zu bezahlen. Spätestens nach den ersten Rechtschreibfehlern (mein Favorit: Startfat statt Straftat) sollte Euch hier einiges merkwürdig vorkommen:

  • Ihr werdet nicht namentlich angesprochen.
  • Die Zahlungsfrist von fünf Tagen ist sehr knapp bemessen und soll den Druck auf Euch erhöhen.
  • Die Mehrwertsteuer wird zwar verlangt, aber nicht ausgewiesen.
  • Klickt Ihr auf die verlinkten Details zu Eurer „Startfat“ kommt Ihr auf eine Website, die tatsächlich Eure Nutzerdaten spiegelt. Aber nicht, weil diese bei der jeweiligen "Kanzlei" bekannt sind, sondern, weil Ihr Eure Sicherheitseinstellungen dringend angepasst werden sollten – im Übrigen kann diese Daten außer Euch niemand sehen.
  • Das Konto, auf welches das Geld überwiesen werden soll, sitzt im Ausland (in diesem Fall England) und noch nicht einmal annähernd in der Nähe der ausgewiesenen Kanzlei.
  • Ihr sollt als Quittung einen Screenshot via Mail versenden, obwohl Ihr bei der Transaktion einen Verwendungszweck angeben solltet. Das legt nahe, dass die E-Mail standardisiert an beliebige E-Mail-Adressen geschickt wurde und die Absender keinerlei Ahnung vom üblichen Usus bei Zahlungsvorgängen haben. Im schlimmsten Falle haben sie zusätzliche Daten von Euch und das Wissen, dass man bei Euch schnell und einfach an Geld kommt.

Was tun bei Kinox.to Fake Abmahnungen?

Sollten die oben genannten Punkte zutreffen, könnt Ihr die E-Mail einfach löschen. Aktuell (November 2017) gibt es keine einschlägigen Kanzleien, die Abmahnungen bei Streaming-Vergehen verschicken. Überweist keinesfalls das Geld oder schickt gar eine Quittung mit Euren Kontodaten an genannte E-Mail-Adresse.

So erkennt Ihr rechtsgültige Forderungen

Sollten bei Euch jedoch mehrere Forderungen eingegangen sein, könnt Ihr anhand dieser Punkte prüfen, welche davon rechtsgültig ist:

  • Zwar sind Abmahnungen auch per E-Mail rechtskräftig, die meisten Kanzleien bevorzugen jedoch die Papierform. Ihr solltet zumindest misstrauisch werden, wenn ein derartiges Schreiben in Eurem E-Mail-Postfach landet.
  • Eure Daten (wie Name, Anschrift etc.) werden vollständig und ohne Rechtschreibfehler genannt.
  • Auch Informationen des Rechteinhabers (beispielsweise der Filmproduktionsfirma) werden vollständig und korrekt angegeben.
  • Der Grund der Abmahnung wird mit IP-Adresse, Titel des Films, der Serie etc. sowie dem genauen Zeitpunkt mit Datum und Uhrzeit belegt.
  • Die zu zahlende Summe ist detailliert aufgeschlüsselt, da die Nennung eines Pauschalbetrags nicht zulässig ist.
  • Überprüft die Daten der Kanzlei. Gegebenenfalls könnt Ihr anonym anrufen und nachfragen, ob derzeit Abmahnungen versendet werden.

Sollten diese Punkte erfüllt sein, solltet Ihr als ersten Schritt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und keinesfalls irgendwelche Formulare unterschreiben, Widersprüche verfassen oder das Geld überweisen. Überlasst das weitere Vorgehen am besten den Fachleuten.

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Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Android
Sprache:
Deutsch
Version:
1.7.5.0.1
Leserwertung:
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