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Unitymedia kündigen: So den Anbieter loswerden

Sonja U. Sonja U.

Irgendwann hat alles ein Ende: Wer Unitymedia kündigen will, wird sich eventuell auf einen längeren Prozess einstellen müssen – kann aber unter Umständen auch Geld sparen.

Unitymedia kündigen
Ihr wollt Unitymedia kündigen? Dann lest hier weiter! (Bild: Unitymedia/Redaktion)

Unitymedia kündigen mit Vorlage

Der TV-, Telefon- und Internetanbieter Unitymedia gehört mittlerweile zu den großen in Deutschland. Viele Kunden klagen jedoch über häufige Verbindungsabbrüche, Ausfälle und anderweitige Störungen. Dass man aufgrund von Unzufriedenheit mit dem Angebot schnell mal über einen Wechsel nachdenkt, ist naheliegend. Schließlich bezahlt man monatlich ungern Geld für einen Service, auf dessen Funktion man nicht immer vertrauen kann.

Eine Kündigung ist allerdings unumgänglich, auch wenn man den Anbieter wechseln möchte. Habt Ihr den Vertrag vor dem 1. Oktober 2016 geschlossen, bedarf die Kündigung der unterschriebenen Schriftform. Eine solche Vorlage findet Ihr in unserem Kündigungsschreiben Vorlage Download. Aber auch Aboalarm bietet beispielsweise Hilfe an.

Verträge, die nach dem 1. Oktober online abgeschlossen worden sind, können theoretisch auch ununterschrieben über diverse Kanäle, sogar per Mail oder per SMS, gekündigt werden.

Dennoch weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass eine schriftliche Kündigung per Brief (am besten als Einschreiben) oder per Fax mit Eingangsbestätigung immer noch die beste Wahl ist. So könnt Ihr sicher gehen, dass das Kündigungsschreiben auch tatsächlich beim Anbieter ankommt und Ihr Unitymedia kündigen könnt – und zwar fristgerecht.

Unitymedia kündigen Ärger
Der Ärger über den Service ist groß? Dann sollte über eine Kündigung nachgedacht werden. (Bild: Pixabay)

Mindestvertragslaufzeit beachten!

Generell gibt es bei Unitymedia eine Mindestvertragslaufzeit. Die richtet sich nach dem Produkt und steht in Eurem Vertrag. Achtet aber auf die Kündigungsfrist – in der Regel liegt diese zwischen einem und drei Monaten. Kündigt Ihr nicht fristgerecht, verlängert sich der Vertrag um die Länge der Mindestvertragslaufzeit. Habt Ihr den Vertrag erst in den letzten 14 Tagen abgeschlossen, könnt Ihr auch widerrufen.

Unitymedia bietet übrigens auch online auf der Website einen Kündigungsdienst an. Dort könnt Ihr erst einmal den Kündigungsgrund – Unzufriedenheit, Widerruf, Sterbefall oder Umzug – auswählen. Und bekommt dann einen Weg aufgezeigt. Oder eben nicht.

  • Unzufriedenheit: Ihr seid unzufrieden? Nun, dann gibt Euch der Anbieter erst einmal keinen direkten Ausweg vor. Vielmehr werdet Ihr lediglich vor die Wahl gestellt, anzurufen und sich beraten zu lassen, den Rückrufservice zu nutzen oder den Störungsmelder aufzusuchen.
  • Widerruf: Wenn Ihr erst vor höchstens 14 Tagen den Vertrag abgeschlossen habt, bietet Euch Unitymedia den Widerruf per Telefon an. Das gilt aber nur für online abgeschlossene Verträge. Und hier gilt: Man wird Euch sicher bequatschen wollen. Also lieber schnell genug schriftlich widerrufen.
  • Sterbefall: Zwei Möglichkeiten gibt es hier – die Übernahme und tatsächlich die Kündigung. Ihr bekommt Links zum Übernahme- und zum Kündigungsformular gestellt. Beide sind auf den Sterbefall ausgelegt.
  • Umzug: Unitymedia kündigen beim Umzug ist tatsächlich nur in wenigen Fällen problemlos möglich – nämlich dann, wenn der Service am neuen Wohnort gar nicht angeboten wird. Daher werdet Ihr online auf einen Verfügbarkeitscheck weitergeleitet. Es gibt dort ein anderes Angebot? Dann wird Euer Vertrag lediglich angepasst. Ein Kündigungsrecht außerhalb der Frist gilt hier dann nicht.

Unitymedia kündigen Auswahlmöglichkeiten
Online habt Ihr ein paar Auswahlmöglichkeiten. Wirklich kündigen lässt sich so aber nur im Sterbefall – ansonsten muss das Schreiben her. (Bild: Unitymedia)

Sonderkündigungsrecht: Wann greift es?

Endet der Vertrag noch nicht, Ihr wollt aber trotzdem kündigen? Dann könnt Ihr dies nur in folgenden Fällen:

  • Umzug, wenn Unitymedia am neuen Wohnort gar nicht verfügbar ist.
  • Netzausfall, wenn dokumentiert werden kann, dass der Service an mindestens 10 Tagen im Jahr nicht zur Verfügung stand.
  • Nach einer Preiserhöhung seitens Anbieter – dann habt Ihr 6 Wochen lang Sonderkündigungsrecht.
  • Im Todesfall – siehe oben.

Das Rückholprogramm

Wer eigentlich doch ganz gerne bei Unitymedia bleiben möchte, für den lohnt sich ein Kündigungsschreiben übrigens trotzdem: Denn der Anbieter lockt, wie viele Anbieter in diesem Feld, mit teils recht attraktiven Rückholangeboten. Hier lohnt es sich aber durchaus, ein wenig hart zu bleiben und nicht direkt beim ersten Angebot zuzustimmen. Oft kommen noch Nachfolgeangebote. Dann wird es vielleicht doch noch unnötig, Unitymedia kündigen zu wollen.

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