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Kostenfalle mobiles Internet: Schulden vermeiden

Sonja U. Sonja U.

Das Internet ist heute (fast) allgegenwärtig. Egal, wo wir sind, wir können mit unseren Smartphones sogar im Wald surfen. Aber Vorsicht ist geboten: Damit die Kostenfalle mobiles Internet nicht zuschnappt, sollte man sich genau über die Konditionen des eigenen Vertrages oder der Prepaid-Karte informieren und diverse Einstellungen vornehmen – und am besten die Datennutzung überwachen, zum Beispiel mit der My Data Manager App. Weitere Tipps geben wir in diesem Artikel.

Kostenfalle mobiles Internet
Mobiles Internet kann teuer werden, wenn man nicht richtig aufpasst. Hier gibt es wertvolle Tipps! (Bild: Pixabay/Redaktion)

Die „Kostenfalle mobiles Internet“ umgehen

So mancher hat es vielleicht schon erlebt. Man passt nicht auf, schaut „nur mal eben“ etwas auf Google Maps nach, denkt nicht an Synchronisationsdienste oder vergisst einfach das mobile Internet. Und am Monatsende flattert eine dicke Rechnung ins Haus. Bei mobilen Daten heißt es aufpassen, sonst ist man auch heute noch ganz schnell eine Menge Geld los.

Bei vielen Anbietern gibt es beispielsweise die Möglichkeit, das mobile Datenvolumen nach Erreichen einer gewissen Grenze automatisch aufzustocken – natürlich gegen Gebühr. Wer bei dieser sogenannten „Datenautomatik“ nicht aufpasst, dem flattert so schnell eine saftige Rechnung ins Haus. Einige Provider nehmen sogar nach regelmäßigem Überschreiten des Datenvolumens ein automatisches Tarifupgrade vor. Zwar wird man in der Regel per SMS informiert, aber nicht jedem fällt das sofort auf. Und wer nicht sofort widerspricht, ist erst einmal mindestens für einen Monat gefangen. Ein automatisches Downgrade bei regelmäßigem Unterschreiten gibt es übrigens nicht.

Kostenfalle mobiles Internet unterwegs
Wer viel unterwegs ist, möchte vielleicht auch das Internet nutzen. Aber nur, wer sich über seinen Tarif sicher ist, sollte das tun. (Bild: Pixabay)

Auch bei Prepaid-Karten kann es sein, dass das Guthaben schnell verbraucht ist, wenn die Einstellungen nicht stimmen und man ungewollt wertvolle Daten verbraucht. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man die Einstellung gewählt hat, das Guthaben automatisch aufzuladen, wenn ein bestimmter Betrag unterschritten ist. Dann wird direkt vom Konto abgebucht – und das kann teuer zu stehen kommen.

Vorsicht geboten ist auch bei Backups oder automatischen Uploads in die Cloud, wie sie beispielsweise die Google Fotos App zulässt. Passt man hier nicht auf, werden Daten auch bei mobiler Datenverbindung synchronisiert, was das Datenvolumen aufzehren und in Fällen automatischer Datenzubuchung zu horrenden Kosten führen kann.

Unnötige Kosten umgehen: Das ist zu tun

Ganz wichtig: Alles genau durchlesen und im Zweifel nachfragen. Am besten ist es, sich bei Vertragsabschluss oder vor Einlegen einer Prepaid-Karte schon genau darüber zu informieren, was passiert, wenn das monatliche Volumen aufgebraucht ist oder wie die Mobildatennutzung überhaupt geregelt ist und wie die Nutzungspreise ausfallen, wenn ein gewisses Volumen überschritten ist – und ob es ein monatliches Kontingent überhaupt gibt. Wer gut informiert ist, fällt auf die Kostenfalle mobiles Internet weniger herein.

Vor allem das Kleingedruckte sollte man nicht übergehen – hier stehen oftmals Konditionen vermerkt, die bei verlockend klingenden Angeboten erst nicht ins Auge fallen.

Schon beim Einrichten eines neuen Smartphones lassen sich die mobilen Daten ausstellen. Oft sind sie ansonsten nämlich standardmäßig angeschaltet. Wenn die Frage nach mobilem Internet auftaucht, also am besten erst einmal ablehnen. Ins WLAN kann man sich natürlich trotzdem einloggen.

Wer kein oder nur ein geringes Datenkontingent zur Verfügung hat und daher von vorn herein oder nach Ablauf der Inklusivdaten eine Gebühr per MB zahlen muss, sollte die mobilen Daten im besten Fall ausstellen und nur im absoluten Bedarfsfall einstellen. Und das geht so:

Kostenfalle mobiles Internet Kurzeinstellungen
Das mobile Internet lässt sich unter anderem über die Kurzeinstellungen ausschalten... (Bild: Redaktion)

  1. Die Einstellungen aufrufen. In der Regel ist der Eintrag auch schon über die Kurzeinstellungen zu finden. Dazu muss bei den meisten Smartphones einfach der Bildschirm von oben nach unten oder von unten nach oben heruntergezogen werden. Manchmal muss man dann noch ein wenig zur Seite scrollen. Den Button Mobile Daten einfach antippen, bis er ausgeschaltet ist.

  2. Wer bei Android-Geräten über die Enstellungen geht, scrollt zum Eintrag Datennutzung. Hier können auch weitere Einstellungen wie eine Mobildatenbegrenzung oder zumindest eine Warnung eingestellt werden. Aber Vorsicht: der Dienstanbieter berechnet die Datennutzung möglicherweise anders, da er an einem anderen Tag anfängt zu zählen. Es lohnt sich, diesen Tag abzupassen. Bei iPhones lassen sich die mobilen Daten über die Einstellungen und den Eintrag Mobiles Netz ausstellen.

Kostenfalle mobiles Internet ausschalten
... aber auch über die regulären Einstellungen. Hier können auch Grenzen und Warnungen aktiviert werden. (Bild: Redaktion)

Viele Anbieter stellen auch eine eigene Übersicht als App oder Widget bereit, die die mobilen Daten zählt. Nicht immer sind diese Angaben aber so präzise. Ein zusätzliches Überwachen mit dem geräteinternen Zähler ist zu empfehlen, um die Kostenfalle mobiles Internet zu umgehen.

Kostenfalle mobiles Internet Ausland
Vorsicht ist auch im Ausland geboten: Wer hier nicht aufpasst, ist schnell viel Geld los. (Bild: Pixabay)

Vorsicht im Ausland

Wer verreist, sollte sich auf jeden Fall im Vorfeld über die Vertrags- oder Prepaidkonditionen im Ausland informieren – auch fürs Telefonieren.

Viele Anbieter stellen ein gewisses Datenvolumen via Roaming bereit, das aber oft erst aktiviert werden muss. Am besten regelt man das im Vorfeld. Denn zwar ist das Datenroaming mittlerweile in der EU günstiger geworden und wird gedeckelt, aber auch die Obergrenze von 60 Euro kann weh tun – und ist vor allem schnell erreicht.

Am besten: Mobile Daten im Ausland einfach ausstellen und im Notfall auf das Hotel-WLAN zurückgreifen und zum Orientieren Google Maps offline nutzen – oder einfach mal den Urlaub genießen. Dann kann die Kostenfalle mobiles Internet auch nicht zuschlagen.

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