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Datenschutz bei Windows 10: Microsoft SpyNet und MAPS

Sonja U. Sonja U.

Microsoft hat sein Windows 10 so nutzerfreundlich gestaltet wie noch nie – sagt zumindest das Redmonder Unternehmen. Dass dabei aber allerhand Informationen gesammelt werden, ist mittlerweile bekannt. Aber wie sieht das eigentlich mit dem Datenschutz bei Windows 10 aus, was ist Microsoft SpyNet und kann man sich mit Tools wie dem O&O ShutUp 10 Download schützen?

Microsoft Spynet

Microsoft SpyNet – was ist das eigentlich?

Es klingt irgendwie gefährlich, soll aber eigentlich genau das Gegenteil von dem bezwecken, wonach es sich anhört: Das Microsoft SpyNet ist eine Online-Community, der jeder Nutzer beiwohnen kann und die dabei helfen soll, Spyware zu identifizieren und abzuwehren. Und diese Community gibt es bereits seit einigen Jahren. Sie war schon Teil mehrerer Windows-Versionen vor Windows 10. Da man mittlerweile gemerkt hat, dass der Name SpyNet nicht ganz so glücklich gewählt ist, hat man den Namen der Community zwischenzeitlich in Microsoft Active Protection Service (MAPS) umgeändert.

Da das Thema Datenschutz bei der „Datenkrake“ Windows 10 aber wieder einmal mehr im Vordergrund steht, lohnt es sich, etwas mehr über diese Community zu erfahren. Fangen wir mit den Grundlagen an:

Bedrohungen identifizieren mit dem Windows Defender

Windows kommt mit einer integrierten Lösung zur Identifikation von Bedrohungen daher: Dem Defender. Mithilfe von Programmsignaturen stellt das Tool fest, ob ein Programm sicher ist (wenn die Signatur bekannt ist) oder eventuell eine Bedrohung darstellen könnte. Ist die Signatur eines Programms unbekannt, wird ein Bericht an Microsoft gesendet – und an die MAPS Community.

Microsoft Spynet Bedrohungen melden

Handelt es sich tatsächlich um ein Schadprogramm und damit eine Bedrohung, wird auch die Nutzerreaktion an die ehemalige Microsoft Spynet-, heute MAPS-Community weitergeleitet. Der Nutzer selbst bekommt eine Übersicht über die Reaktion anderer Nutzer auf diese Bedrohung – sofern bereits verfügbar. Sollten wieder andere Nutzer zukünftig dasselbe Problem haben, bekommen diese ebenfalls eine solche Übersicht. Dieses gesammelte Nutzerverhalten – gemäß dem Motto „Jeder hilft Jedem“ – dient Microsoft daraufhin dazu, zu entscheiden, ob ein Programm näher auf Bedrohungen untersucht werden sollte.

Community-Teilnahme – sinnvoll oder nicht?

Wer den Windows Defender nutzt, ist auch automatisch Teil dieser Community. Das kann durchaus Vorteile haben – denn als Teil der Masse hat man die Chance, sinnvoll gegen Schadsoftware vorzugehen und das System sukzessive sicherer zu machen. Dagegen spricht allerdings die eventuelle Übertragung persönlicher Daten – und diese räumt sogar Microsoft selbst ein. Denn das Nutzerverhalten wird schließlich aufgezeichnet, aber auch bestimmte System- und Nutzerinformationen können unter Umständen in die Berichte einfließen – beispielsweise, wenn ein Nutzername im Speicherort oder Speicherpfad eines Programms integriert ist. Hier muss man selbst entscheiden. Ein Trick wäre es, von vorne herein einen nicht zuzuordnenden Nutzernamen zu wählen.

Drei Typen der Mitgliedschaft gibt es bei MAPS:

  • Erweiterte Mitgliedschaft: Hier werden umfassende Informationen an Microsoft gesendet. Dazu gehören Programmnamen, Dateinamen oder Verzeichnispfade. Dort können persönliche Informationen enthalten sein.
  • Einfache Mitgliedschaft: Microsoft erhält grundlegende Informationen und Hinweise darauf, ob eine Aktion gegen ein potenziell schadhaftes Programm erfolgreich war. Es kann sein, dass auch persönliche Daten übertragen werden.
  • Keine Mitgliedschaft: Microsoft sowie die Community erhalten keine Informationen.

Microsoft Spynet beenden mit O&O

Wer sich dafür entscheidet, nicht an der Community teilzunehmen, kann die Mitgliedschaft also auch einschränken oder ganz beenden. Ändern lässt sich die Art der Mitgliedschaft in den Einstellungen. Wer aber lieber alles auf einen Blick haben will, dem sei zu einem Programm wie O&O ShutUp 10 geraten. Mit diesem Antispy-Tool lässt sich der Überblick über alle Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen unter Windows 10 behalten. Der User kann mithilfe eines einzelnen Programmes selbst bestimmen, welche Funktionen von Windows 10 zugelassen werden sollen und welche nicht – ohne sich durch die Einstellungen des Betriebssystems und aller Programme wühlen zu müssen.

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O&O ShutUp10

Kostenloses Antispy-Tool für Windows 10 sorgt für mehr Datenschutz

O&O ShutUp10
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
1.6.1394
Leserwertung:
5/5