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Paypal Phishing: Wie kann ich mich schützen?

Sonja U. Sonja U.

Paypal Phishing ist ein ernsthaftes Problem: Wer nicht aufpasst und auf gewisse Zeichen achtet, kann trotz hoher Sicherheit beim Bezahldienst viel Geld verlieren. Wie man sich schützen kann, verraten wir hier!

Zeichen beachten: Vorsicht vor Paypal Phishing

Eigentlich gilt Paypal als sehr sicherer Dienst, wenn es um das Bezahlen im Internet geht. Und das auch zu recht. Denn der Dienst setzt auf hohe Sicherheitsstandards und einen zwar einfachen, aber dennoch sehr sicher gestalteten Login – auch in der Paypal App. Generell gilt außerdem: Wer sich anmeldet, muss gewisse Voraussetzungen mitbringen und sein Konto erst verifizieren lassen.

Allerdings gibt es allerhand Tricks, mit denen Kriminelle von außen versuchen, auf Kundendaten und Paypal-Logins zuzugreifen. Dieses Paypal Phishing hat mit dem Bezahldienst selbst nichts zu tun und verhält sich genauso, wie es auch beispielsweise bei Amazon oft der Fall ist: Über betrügerische Websites und E-Mails. Ist man hier nicht vorsichtig, landen schnell PIN- oder TAN-Nummern, Kreditkartendaten oder auch das Paypal-Passwort in falschen Händen.

Paypal Phishing
Paypal Phishing kann schwierig zu erkennen sein. Es gibt aber gewisse Merkmale. Wer mit Vorsicht und gesundem Misstrauen im Netz surft, kann sich am besten schützen. (Bild: Pixabay/Redaktion)

Website genau checken

Wer sich auf Paypal weiterleiten lässt oder die Seite über einen Link aufruft, sollte genau hinschauen. Denn es kann durchaus vorkommen, dass sich Betrüger zwischengeschaltet und den User auf eine Betrugsseite umgeleitet haben. Das Schlimme: Die Betrüger werden immer kreativer und genauer und versuchen oft, Seiten – so auch die Paypal-Seite – genauestens nachzubauen. Es gibt aber einige Anhaltspunkte, auf die geachtet werden kann:

  • Schaut Euch die Browserzeile genau an. Steht hier ein „https://“? Wenn nicht, solltet Ihr auf keinen Fall private Informationen angeben, denn dann ist die Seite nicht ausreichend gesichert.
  • Tippt am besten die Paypal-Seite immer selbst ein – und zwar komplett. Vergleicht dann vielleicht mit der über den Link aufgerufenen Seite. Gibt es Unterseiten, die auf der Linkseite nicht existieren? Sehen die Links in der Adresszeile seltsam aus? Dann Finger weg!

Paypal Phishing Mails
So oder so ähnlich sehen Phishing Mails aus. Dubiose Links und Anhänge versendet Paypal nicht. Auch wird der Nutzer immer mit vollem Namen angeredet und niemals nach dem Passwort gefragt. (Bild: Paypal)

E-Mails genau ansehen

Sehr häufig machen betrügerische Phishing-E-Mails die Runde. Und die sehen heutzutage offiziellen, echten Mails häufig sehr ähnlich – allerdings auch nicht immer.

  • Wurde die Mail nicht über „…@paypal.de“ versendet? Dann ist sie eine Fälschung.
  • Entdeckt Ihr Rechtschreibfehler oder falsche Formulierungen im Text oder wirken Bilder unscharf? Dann seid vorsichtig. Auch sollte Euer Name komplett in der Anrede stehen. Paypal spricht seine Nutzer immer mit vollem Namen an.
  • Steht ein „Dringend!“ oder ähnliche Formulierungen im Text mit der Drohung, dass sonst das Konto gesperrt wird? Vorsicht!
  • Hat die E-Mail einen Anhang? Nicht öffnen! Paypal sendet eigenen Angaben zufolge niemals Anhänge via Mail!
  • Sollt Ihr einen Link klicken und Euer Passwort eingeben? Nicht anklicken! Ihr könnt auch einfach den Mauszeiger über den Link halten. Dann wird die URL angezeigt, bevor Ihr sie klickt. Sieht sie verdächtig aus, klickt nicht drauf.
  • Man fragt Euch per Mail nach Hilfe und verlangt persönliche Daten? Prüft auf der Paypal-Seite, die Ihr in einem neuen Browserfenster durch händisches Eintippen der URL aufruft, ob Ihr in Eurem Konto ebenfalls auf diese Aktion hingewiesen werdet. Dies macht Paypal nämlich immer zusätzlich, wenn der Dienst die Hilfe der Nutzer benötigt.

Solltet Ihr eine Paypal Phishing Mail oder zumindest eine mysteriös wirkende Mail bekommen haben, könnt Ihr Euch an spoof@paypal.com wenden. Leitet die Mail an diese Adresse weiter und löscht sie aus Eurem Postfach. Fachleute kümmern sich dann darum.

Zusätzliche Tipps für Sicherheit im Internet

Wie bereits erwähnt, solltet Ihr nie sensible Daten angeben, wenn Ihr per Mail dazu aufgefordert werdet, aber auf der tatsächlichen Seite keinerlei Hinweise dazu stehen. Zudem solltet Ihr Euch nach Benutzen eines Dienstes wie Paypal immer von der Seite ausloggen.

Auch ein gutes Antivirenprogramm und eine Firewall schützen. Falls Ihr doch einmal versehentlich einen Anhang oder einen mit Malware gespickten Link öffnet, kann so zumindest Schaden minimiert werden.

Nutzt immer sichere Passwörter, die Ihr regelmäßig ändert! Mehr Infos dazu findet Ihr in diesem Artikel: Ein sicheres Passwort erstellen: Die besten Tipps

Mit diesen Hinweisen solltet Ihr Euch vor Paypal Phishing sowie auch Phishing bei anderen Diensten schützen können. Eure Hauptaufgabe: Immer wachsam sein und hinterfragen!

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