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Periscope: Twitter bringt eigene Live-Streaming App raus

Maria S. Maria S.

Twitter möchte auf der Erfolgswelle der Live-Streaming App Meerkat aufspringen und hat kurzerhand seine eigene Streaming App Periscope veröffentlicht. Ob sie mehr kann als Meerkat, hier weiterlesen.

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat gestern seine eigene Live-Streaming-Anwendung veröffentlicht. Der kostenlose Periscope Download ist die Antwort auf Meerkat, eine Streaming-App, die in den vergangenen Wochen viel Aufsehen erregt hat. Aber kann Periscope dem Vorreiter Meerkat überhaupt die Stirn bieten? Wir sagen JA!

Twitter Periscope Meerkat

Livestreaming via iPhone: Periscope versus Meerkat

Meerkat, die App mit dem niedlichen Erdmännchen, erlaubt seinen Nutzern, per Knopfdruck mit der Smartphone-Kamera Videos zu drehen und in Echtzeit zu übertragen. Hierfür hat Meerkat eine Koppelung an den Kurznachrichtendienst vorgenommen, über den die Verteilung der Streaming-Links bewerkstelligt wird. Erhalten Twitter-Follower eine Benachrichtigung, können sie durch Öffnen des Links den Stream verfolgen. Allerdings sind die Videos nur in Echtzeit verfügbar. Wer gerade keine Zeit hat, hat Pech gehabt.

Periscope hat Nase vorn

Periscope schließt diese Lücke und macht die Streams für Zuschauer 24 Stunden verfügbar. Diese Voreinstellung können Anwender bei Bedarf aber auch deaktivieren. Ein weiterer Vorteil, der bei Meerkat bisher fehlt: Nutzer können individuell auswählen, welche Kontakte den Live-Stream sehen können. Bei Meerkat geht die Benachrichtigung an alle Follower. Darüber hinaus können in Periscope Zuschauer und Akteure durch Live-Chats in Kontakt treten und ein „Gefällt mir“ durch Herzchen zum Ausdruck bringen. Auch das Design und die intuitive Benutzerführung überzeugen.

Twitter Periscope Meerkat Features

Twitter hat Chance mit Live Streams gewittert

Obwohl Meerkat erst wenige Wochen auf dem Markt ist, hat die Streaming-App viele Nutzer für sich gewinnen können und enormen Medienrummel erzeugt. Den Live-Streaming-Zug konnte Twitter natürlich nicht einfach an sich vorbeirauschen lassen. Somit wurden Meerkat wichtige Verbindungen zum Mikroblogging-Dienst Mitte März gekappt und beim Veröffentlichungstermin von Periscope wurde ordentlich Druck gemacht – wie einige Kinderkrankheiten der App zeigen. Twitter hatte Periscope bereits im Januar gekauft, Gerüchten zufolge hat das Unternehmen 100 Millionen US-Dollar dafür bezahlt.

Ob Periscope Meerkat verdrängen kann, bleibt abzuwarten. Allerdings stehen die Chancen aufgrund der vollen Integrierung in Twitter und der gut durchdachten Features sehr gut. Bisher gibt es Periscope nur für iOS, eine Android Version soll aber folgen.

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Periscope

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Periscope
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
IOS, Android
Sprache:
Deutsch
Version:
1.0
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