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Windows Prozess Priorität festlegen für mehr Leistung

Oliver W. Oliver W.

Eine hohe CPU Auslastung sorgt oft für einen deutlich langsameren PC. Zwar bringen aktuelle PCs immer mehr Leistung mit, analog dazu steigt jedoch auch die Belastung des Rechners. Insbesondere Multimedia-Anwendungen sorgen dafür, dass die verfügbaren Ressourcen oft ausgelastet sind. In Spitzenzeiten kann es deshalb vorkommen, dass auch aktuelle Rechner ins Stocken kommen. Speziell Audio- und Video-Encoding-Tools benötigen oft für eine kurze Zeit mehr Leistung. Wenn diese nicht verzögerungsfrei arbeiten können, kann es unter Umständen zu Fehlern in der zu fertig stellenden Datei kommen. Diese Leistung benötigen Browser oder Mailclient nicht, hier ist es nicht tragisch, wenn es einmal zu einem "Lag" kommt. Im Folgenden finden sich drei Möglichkeiten, den CPU Auslastung zu justieren und mit dem kostenlosen Process Lasso Download geht das sogar dauerhaft.

CPU Auslastung über den Taskmanager verwalten

Eine Möglichkeit, Systemressourcen zu verteilen, ist der Windows Taskmanager. Diesen erreicht man über die Tastenkombination Strg + Alt + Entf. Relevant ist die Registerkarte "Prozesse". Der Übersicht halber sollten alle Einträge alphabetisch sortiert werden. Dies erfolgt durch einen Klick auf den Spaltennamen "Name" (erster Eintrag neben "Benutzername"). Im Anschluss sucht man den zum Programm gehörenden Prozessnamen heraus – meistens trägt die Programmdatei denselben Namen wie die Software. Nach Klick der rechten Maustaste wählt man unter dem Menüpunkt "Priorität festlegen" die gewünschte Stufe der Priorisierung aus. Für Anwendungen mit einer hohen CPU Auslastung empfiehlt sich die Option "Hoch", dies sorgt schon für mehr Power. "Echtzeit" verleiht der Anwendung natürlich Flügel, kann jedoch zu Problemen führen.

CPU Auslastung

Prozess Priorität für Doppelkerne

Wer einen halbwegs aktuellen Rechner sein Eigen nennt, der verfügt auch in der Regel über einen Dualcore-Prozessor. Zwei Kerne der CPU sorgen dafür, dass der Rechner theoretisch über die doppelte Leistungsfähigkeit im Vergleich zu einer Singlecore-CPU verfügt. Dualcores sind prädestiniert dafür, rechenintensive Prozesse auf einzelne Kerne zu verteilen. Und so geht’s: Man wiederholt die oben genannten Schritte, klickt aber mit rechts auf den Prozessnamen und anschließend auf "Zugehörigkeit festlegen". Im nun erscheinenden Fenster erhält man eine Übersicht über die verfügbaren CPU-Kerne, jeder trägt die Bezeichnung "CPU" gefolgt von einer fortlaufenden Nummer. Bei einer Dualcore-CPU stehen also "CPU 1" und "CPU 2" zur Verfügung. Wer einen Quadcore besitzt, kann sogar aus vier Kernen wählen. Nun kann festgelegt werden, welche CPU-Kerne eine Software zugeteilt bekommt. Dazu entfernt oder setzt man einfach das Häkchen vor dem entsprechenden CPU-Core-Namen. Empfehlenswert ist es beispielsweise, dem Videobearbeitungstool exklusiv CPU1 zuzuteilen, während alle anderen Anwendungen auf CPU2 zugreifen, das sorgt für eine ausgewogene CPU Auslastung.

Prozess Priorität komfortabler per Tool steuern

Leider ist das Windows-Bordtool nur in der Lage, die Prozessprioritäten für die Laufzeit einer Windows-Session festzulegen. Sobald der Rechner neu gestartet wird, sind die alten Einstellungen verloren. In dieser Hinsicht komfortabler ist die Freeware Process Lasso . Mit ihr kann dauerhaft die Priorität von einzelnen Programmen festgesetzt werden. Die Software agiert zudem als intelligente Lastenverteilung und priorisiert Ressourcen effektiver als Windows selbst. Ein Graph im oberen Fensterteil gibt immer Auskunft über den aktuellen Auslastungszustand. Einziger Wermutstopfen: In der kostenlosen Variante stört ein Nagscreen, der beim Programmstart zum Update auf die kostenpflichtige Pro-Version auffordert.

CPU Auslastung Process Lasso

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Process Lasso

Programmdrossel regelt und verteilt die Systemressourcen

Process Lasso
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 2000, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
8.9.7.6
Leserwertung:
4.17/5