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Router Sicherheit testen und optimieren

Shawn H Shawn H

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung von Independent Security Evaluators kam zu dem Schluss, dass viele Router Sicherheitslücken aufweisen. Nutzer können dieses Risiko mit wenigen Handgriffen verringern.

Viele aktuelle Router offen wie Scheunentore

Der Sicherheitsexperte Independent Security Evaluators (ISE) kam nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass viele Router teilweise eklatante Sicherheitslücken aufweisen. Durch eine fehlerhafte Standardkonfiguration können Angriffe nicht nur aus dem internen Netzwerk heraus stattfinden, auch werden die Schwachstellen für Angriffe von außerhalb genutzt. Denkbar seien unter anderem DDoS-Attacken auf Server. Schuld daran sind nicht selten fehlerhafte Einstellungen im Router. So muss man für den Fernzugriff auf die Administrationsoberfläche oftmals nur herausfinden, wie das Standardpasswort lautet. Zudem bieten die (WLAN-)-Einstellungen in vielen Routern Raum für Verbesserungen. Was Sie tun können, um Ihren Routerbetrieb etwas sicherer zu gestalten, lesen Sie unten.

Router Sicherheit erhöhen

  • Standard-Passwort ändern: Viele Routerhersteller setzen ein Standard-Passwort wie "1234", mit dem man auf den Administrationsbereich zugreift. Ändern Sie dieses Passwort in jedem Fall ab.

  • Nicht benötigte Ports schließen: Ports sind die Türen bei einem Router. Ist eine Tür verschlossen, so stellt dies einen Eingangsweg weniger für potentielle Angreifer dar. Sehen Sie in den Netzwerk-/Port-Einstellungen Ihres Routers nach und prüfen Sie, ob Portfreigaben wirklich notwendig sind. Löschen Sie nicht benötigte Portfreigaben. Hier lesen Sie, wie Sie Windows Ports überprüfen und Port-Regeln mit der Win 7-Firewall definieren.

  • Aktuelle Firmware aufspielen: Schauen Sie regelmäßig nach, ob es für Ihr Routermodell eine aktualisierte Firmware gibt. Aktuelle Firmware-Versionen fügen nicht nur neue Funktionen hinzu, auch schließen sie bekanntgewordene Sicherheitslecks.

  • WLAN-Zugriffe beschränken: Die Angriffe müssen nicht unbedingt von außerhalb kommen. Auch Schwachstellen in der WLAN-Konfiguration nutzen Angreifer u.U. aus, um Daten auszulesen und zu manipulieren. Verwenden Sie daher einen als sicher geltenden Verschlüsselungsstandard wie WPA2. Falls Ihr Router es erlaubt, lassen Sie den Zugriff nur für Geräte mit bestimmten MAC-Adressen zu. Diese Geräteadresse ist einzigartig und lässt sich nicht ohne großen Aufwand manipulieren.

  • WLAN/Ports testen: Prüfen Sie Ihr WLAN vor Ort auf ungewöhnliche Zugriffe. Der Wireless Network Watcher listet WLAN-Clients auf, die mit Ihrem Funknetz verbunden sind. Falls eigenes Smartphone und Laptop sowie bekannte Mitnutzer ausscheiden, so sollte man stutzig werden. Mit einem Portscan führen Sie zudem einen Test auf offene Ports durch. Shields UP prüft bekannte Ports und ob diese für einen Zugriff von außen geöffnet sind. Denken Sie nochmals an die Grundidee: Jeder geschlossene Port erhöht die Sicherheit.

Wireless Network Watcher Shields UP

WLAN prüfen Port-Tester

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WLAN-Tools Troubleshooting fürs Funknetzwerk Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen und etwas Augenmerk auf die Router-Sicherheit richten, so sind Sie relativ gut geschützt gegen Angriffe.

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Shields UP

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Shields UP
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Server 2003, NT, Vista, Server 2008, 98, ME, 2000, Win 8, Windows 10
Sprache:
Englisch
Version:
Web App
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