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Safer Sexting: Sicherheitstipps für den erotischen Chat

Anna K. Anna K.

Sexting kann einen einsamen Abend durchaus versüßen. Wer sich den erregenden Gesprächen hingegeben und trotzdem keine Intimitäten im Netz wiederfinden will, sollte hier weiterlesen!

Über WhatsApp, via Tinder oder nach dem Snapchat Download: Sexting scheint das neue Hobby in nahezu jeder Altersgruppe zu sein. Der Begriff ist ein Mix aus den Begriffen Sex und Texting und bezeichnet neben Dirty Talk auch den Austausch erotischer Selbstaufnahmen via Smartphone. Dass das viel Spaß machen kann, liegt in der Natur der Sache. Damit aber keine brisanten Details auf Facebook oder gar beim Arbeitgeber landen, gibt es ein paar einfache Regeln.

Sexting auf Snapchat: Besser nicht!

Zunächst sollten die sich körperlich anziehenden Parteien überlegen, welche Plattform oder welchen Messenger sie für den Austausch von Anzüglichkeiten wählen. Sexting via Snapchat, Facebook oder Knuddels ist eine denkbar schlechte Idee. Gerade Snapchat galt vielen als ideale Plattform, da sich die versendeten Bilder binnen weniger Sekunden in Luft auflösen. Bis vor ein paar Monaten ein Leak Tausende privater Bilder in die Öffentlichkeit schleuste. Für das erotische Gespräch oder gar den Austausch verführerischer Fotos oder Videos sollte also unbedingt ein Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewählt werden. Nach Threema, Signal oder ChatSecure bietet auch die neueste Version von WhatsApp eine entsprechende Verschlüsselung an. Eine Liste mit einer Übersicht aller sicheren Messengern gibt es hier.

Sexting
Auf Sexting via Snapchat sollte man verzichten.

Safer Sexting ohne Cloud & Konterfei

Viele Smartphones sichern gespeicherte Bilder automatisch in der Cloud oder in diversen Communitys. Dumme Idee, wenn es brisante Aufnahmen von brisanten Körperteilen gibt. Diese Lösungen sind zwar für Katzenbilder unwahrscheinlich praktisch; für Sexting allerdings denkbar ungeeignet. Wenn man nicht möchte, dass Dritte nicht jugendfreie Aufnahmen zu Gesicht bekommen, sollten automatisch Uploads zwingend deaktiviert werden. Apropos nicht jugendfreie Fotos: Zwar kann so ein erotisches Foto das Gespräch deutlich anheizen; allerdings sollte man statt Ganz-Körper-Bilder eher auf Details des eigenen Luxuskörpers zugreifen. Kurz gesagt: Weder Gesicht, noch Piercing, noch Muttermal oder Tattoo sollten zu sehen sein und den erotischen Selfiefabrikanten identifizieren können.

Sexting Fotos
Nur Fotos versenden, auf denen man nicht identifiziert werden kann.

Der richtige Empfänger – in doppelter Hinsicht

Klar, macht es Spaß, scharfe Gedanken mit Unbekannten auszutauschen. In Zeiten von Dating-Apps und Flirtportalen ist schnell und unkompliziert ein williges Gegenüber gefunden. Doch will man wirklich einem Fremden seine geheimen Fantasien gestehen? Bevor man also aufreizende Details teilt, sollte man sich genau überlegen, mit wem. Was uns zum zweiten Punkt bringt: Bevor eine scharfe Chatnachricht verschickt oder ein kurviges Porträt versendet wird, unbedingt den Adressaten überprüfen. Nicht, dass am Ende Mutti merkwürdige Messages erhält.

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Snapchat

Mit diesem Messenger bleiben Momente flüchtig

Snapchat
Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Android
Sprache:
Mehrsprachig
Version:
9.16.2.0
Leserwertung:
4/5