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Spotify oder Deezer? Welche App ist besser?

Anna K. Anna K.

Wer unterwegs Musikstreaming nutzen will kommt an den derzeitigen Riesen Spotify oder Deezer nicht vorbei. Aktuell liegt der Marktführer Spotify mit rund 15 Millionen zahlenden Mitgliedern klar an der Spitze. Deezer muss sich derzeit mit halb so vielen Abonnenten begnügen. Doch die Tochter der französischen Odysee Music Group zieht jedoch nach. Neben einer TV-Kampagne dem Motto: „Hör nur, was du hören willst“ bietet sie jetzt zahlenden Usern Streaming in FLAC-Qualität an. Inwieweit der Markteintritt von Apple den Konkurrenten in die Quere kommt, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Es bleibt also spannend, doch hier erst einmal die Hard Facts zu den derzeitigen Spitzenreitern. Wer die Dienste unterwegs genießen möchte gelangt, hier zum kostenlosen Spotify App Download beziehungsweise Deezer App Download

Spotify oder Deezer

Spotify oder Deezer screenshot

Spotify oder Deezer: Die Auswahl

Bei der Musikauswahl liegt Deezer mit 35 Millionen Tracks (laut eigener Angabe) deutlich vor dem derzeitigen Marktführer, der auf etwa 20 Millionen Titel geschätzt wird. Trotzdem lohnt es sich, die Sammlungen genauer anzusehen, denn Masse ist nicht immer gleich Klasse. So viel vorweg: Bei aktuellen Titeln hat Deezer eine Nasenspitze Vorsprung vor Spotify. Wer allerdings fernab des Mainstreams Musik genießen will, findet bei Spotify die deutlich breiter aufgestellte Musikbibliothek. Ob Klassik, Jazz oder Hörbuch, die Auswahl besticht durch Vielfalt und eine gute Sortierung. In den knapp 1000 Genres finden sich jedoch neben etablierten Sparten wie Kraut Rock oder Heavy Metal auch leicht exotisch angehauchte Kategorien wie Gay Country oder Bubblegum.

Spotify oder Deezer: Die Funktionen

Die Musiksuche funktioniert bei beiden Diensten ähnlich. Musik lässt sich nach Interpret, Titel, Album oder Genre suchen und finden. User können bei Spotify oder Deezer Playlists mit ihren Lieblingstracks erstellen. Diese können mit anderen Nutzern oder via Social Media bzw. E-Mail entweder direkt geteilt oder als Link versendet werden. Beide Dienste verfügen zudem über eine Anbindung an Radiodienste. So kann Spotify die gehörte Musik zu Last.fm „scrobbeln“ und über Last.fm individuelle Track-Lists erstellen. Deezer bietet hingegen Flow. Anderer Name, gleiches Prinzip: Anhand des Hörverlaufes werden Usern personalisierte Musikvorschläge unterbreitet. Auch die Möglichkeit, Musik zu speichern und im Offlinemodus zu hören gewähren beide Dienste gleichermaßen. Ein Vorteil für Deezer: Der Streamingdienst bietet zu den allgemeinen Informationen rund um Künstler und Bands auch eine Bibliothek mit Songtexten. Fazit: Im Funktionsumfang nehmen sich Spotify und Deezer kaum etwas. Letztendlich muss jeder User selbst entscheiden, welche Bedienungsoberfläche ihm eher zusagt oder wessen Vorschlagssystem und Playlists besser den Musikgeschmack treffen. Wobei sich bei diesen Feinheiten Spotify insgesamt doch etwas innovativer zeigt als der Konkurrent.

Spotify oder Deezer: Die Tonqualität

Die Tonqualität beider Anbieter lässt sich nur schwer gegenüberstellen, da beide nicht nur verschiedene Verfahren nutzen, sondern die Qualität auch je nach gewähltem Abonnement variiert. Spotify nutzt zum Streaming das Ogg-Vorbis-Format. Der Dienst bietet drei unterschiedliche Qualitätsstufen:

  • q3 (entspricht einer Bitrate von etwa 96 kbps) für die Spotify Mobileinstellung "Niedrige Bandbreite"
  • q5 (entspricht einer Bitrate von etwa 160 kbps) für die Standard-Desktop-Qualität sowie die Mobileinstellung "Hohe Qualität"
  • q9 (entspricht einer Bitrate von etwa 320 kbps) für die Computer-Einstellung "Hohe Bitrate" sowie die Mobileinstellung "Höchste Qualität"

Auf den Internetseiten des Anbieters Deezer finden sich aktuell keine Informationen über die Übertragungsrate. Es gibt jedoch zahlreiche Quellen, die neben einer gedrosselten und für mobile Geräte optimierten „Basic“ Qualität von einer Rate bis 320 kbps ausgehen. Im Gegensatz zu Spotify lässt sich die Datenübertragungsrate bei Deezer jedoch nicht vom User festlegen. In den USA bietet Deezer derzeit mit einem „Elite Account“ Streaming in FLAC-Qualität an. Damit steht den Usern in den Vereinigten Staaten verlustfreier Musikgenuss zur Verfügung.

Spotify oder Deezer: Die Kosten

Beide Dienste bieten neben dem kostenpflichtigen Abonnement die Möglichkeit einer werbefinanzierten Gratisnutzung. Egal ob bei Spotify oder Deezer – beide schränken den Funktionsumfang für die freie Nutzung deutlich ein. Bei der Preisgestaltung der Abonnements scheinen beide Dienste auf den ersten Blick mit 9,99 Euro pro Monat identisch. Bei genauerem Hinsehen bietet Spotify jedoch mit einen Studenten- und Familienrabatt von 50 Prozent eine deutlich größere Vielfalt der Preisgestaltung.

Anna K.

Fazit von Anna K.

Beide Dienste liegen von Angebot, Preisgestaltung und Bedienung her sehr nah beieinander. Wer mehr Transparenz und ab und an neue Features bevorzugt, sollte sich für den Platzhirsch Spotify entscheiden. Wer aktuelle Charts favorisiert, findet beim Konkurrenten Deezer die aktuellere und größere Musikauswahl.

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Deutsch
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