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Was ist Usenet? Netzwerk erklärt

Sonja U. Sonja U.

Schon einmal etwas vom Usenet gehört? Der Begriff ist Euch sicher schon einmal untergekommen. Aber was ist Usenet und was genau kann man damit machen? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und verraten Euch hier mehr über das Netzwerk, dass es seit vielen, vielen Jahren bereits gibt und geben Tipps, wie Ihr es benutzen könnt.

Was ist Usenet
Habt Ihr Euch das auch schon einmal gefragt? Was ist das Usenet?" (Bild: Pixabay/Redaktion)

Die Frage am Anfang: Was ist Usenet?

Kurz lässt sich das Usenet als riesige, weltweite Diskussionsplattform beschreiben. Es ist im Grunde ein selbstständiges, dezentral aufgebautes Netzwerk. Der Dienst ist an sich unabhängig vom World Wide Web und existiert quasi selbstständig daneben. Auch gibt es ihn schon länger als das uns bekannte WWW – nämlich seit 1979. Zugang erhaltet Ihr über Newsreader. Einen vereinfachten Zugang gibt zudem der Client UseNeXT. Diesen erhaltet Ihr als Tangysoft Usenet-Client von UseNeXT Download auch bei uns.

Im Usenet werden Diskussionsformen in reiner Textform dargestellt. Diese sogenannten Newsgroups sind für jeden offen. Aufgebaut ist das Ganze ähnlich den vielen Usern besser bekannten Webforen. Theoretisch kann jeder einen neuen Thread und sogar neue Newsgroups anlegen, die Datenmenge wächst täglich. Auf diese Threads können andere Nutzer dann antworten. Lesen lassen sich Newsgroup-Beiträge in einem Newsreader. Sprich: Ein User schreibt eine „News“ oder einen „Article“ in eine „Newsgroup“, andere Nutzer reagieren darauf mit einem „Follow-up“, auf das wiederum andere sowie die vorherigen Nutzer reagieren können – eine Kommunikation in beide Richtungen entsteht.

Also: Was ist Usenet? Im Grunde eben „nur“ ein dezentrales Netzwerk, über das Beiträge verteilt werden. Gespeichert werden die Daten auf den Newsservern. Das macht es auch sozusagen unangreifbar – Zensur und Servereinbrüche können dem Dienst aufgrund des dezentralen Aufbaus nichts anhaben.

Was ist Usenet Newsreader
Über Newsreader erhaltet Ihr Zugriff zum Usenet und könnt selbst aktiv werden. (Bild: UseNeXT)

Im Usenet zurechtfinden: Wie mache ich das?

Das Usenet ist gigantisch, um es zu durchforsten wird ein Newsreader benötigt. Prinzipiell lassen sich Themen auch ohne spezielle Usenet-Suchmaschine finden. Eine solche Suchmaschine macht das Ganze allerdings einfacher.

Generell sind die Inhalte in einzelne Newsgroups nach Themen unterteilt, so dass hier schon einmal eine Vorauswahl getroffen werden kann. Die Newsgroups sind baumartig geordnet. Die Namenspräfixe dafür klingen für den Laien anfangs etwas befremdlich, lassen sich aber schnell auf das jeweilige Thema zurückschließen:

  • alt. – von „alternative“, Diskussion zu allen möglichen Themen, die sonst zu nichts explizit passen
  • comp. – von „computer“, Diskussion zu Computer-Themen
  • humanities. – Kultur und Geisteswissenschaften
  • misc. – von „miscellaneous“, verschiedene Themen, ähnlich alt., aber nicht so groß
  • news. – alles rund um das Usenet selbst
  • rec. – von „recreational“, Freizeit, Erholung und auch Kunst
  • sci. – von „science“, Wissenschaft und Technik
  • soc. – von „social“, gesellschaftliche Themen
  • talk. – Gespräche rund um das Usenet sowie aber auch Religion und Politik

Dezentrales Netzwerk – aber kein rechtsfreier Raum

Was ist Usenet? Zwar basiert das Usenet auf Textform, es können in sogenannten Binary Groups aber auch Dateien ausgetauscht werden. Rechtsverletzungen werden dennoch nicht geduldet und es ist möglich, Inhalte, die gegen das Urheberrecht oder andere Rechte verstoßen, wieder aus dem Usenet zu entfernen.

Dennoch wird das Usenet oft dazu verwendet, um illegale Dateien über die Newsgroups auszutauschen. Eigentlich es aber als reines Informationsnetzwerk gedacht. Daher ist die Nutzung des Usenet generell legal. Strafbar macht Ihr Euch nur, wenn Ihr Dateien hochladet – und mittlerweile auch, wenn Ihr sie herunterladet.

Außerdem erscheint das, was im Usenet gepostet wird, in den meisten Fällen ungefiltert. Ihr könntet also auf Meinungen stoßen, die sich mit Eurer nicht decken. Über die Jahre hat sich aber eine Netiquette entwickelt, an die sich zumindest das gros der User hält – die aber von Bereich zu Bereich stark unterscheiden kann.

Fun-Fact zum Schluss: Der Ausdruck „LOL“ – Laughing out loud – fiel zum ersten Mal in einer Newsgroup im Usenet – und zwar im Juni 1990. Seit März 2011 steht der Begriff sogar im Oxford English Dictionary.

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Hersteller:
Lizenzart:
Freeware
System:
Win 7, XP, Vista, Win 8, Windows 10
Sprache:
Deutsch
Version:
5.64
Leserwertung:
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