Tipp

Betrug mit MegaUpload Abmahnung

Jan W. Jan W.

Den Untergang des ehemaligen Filehosters MegaUpload machen sich derzeit auch Kriminelle zu Nutze. Mit einer perfiden Taktik schüren sie Angst bei Internetnutzern und wollen ihnen das Geld aus der Tasche ziehen.

MegaUpload-Fall: Trittbrettfahrer als falsche Anwälte

Es ist noch nicht so lange her, da sorgte die Schließung des One Click-Hosters MegaUpload für Aufruhr in Filesharing-Kreisen. Neben der Frage was mit den MegaUpload Daten passieren wird, beschäftigte viele Nutzer auch die Gefahr einer Strafverfolgung. Es scheint jedoch noch nicht zu allen durchgedrungen zu sein, dass eine Anklage von vielen MegaUpload-Usern unwahrscheinlich ist. Diesen Umstand nutzen derzeit Abmahnbetrüger aus. In einer E-Mail, die täuschend echt nach einem Anwaltsschreiben aussieht, wird dem Empfänger vorgeworfen, eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben. Eine hohe Authentizität erlangt das Schreiben durch die Nennung von entsprechenden Stellen im Urheberrechtsgesetz.

MegaUpload Abmahnschreiben: Kleine Details verraten den Schwindel

Erst bei genauerem Hinsehen lüftet sich der Vorhang: Es tauchen immer wieder Rechtschreibfehler auf, zudem wird MegaUpload als Peer-to-Peer-Netzwerk bezeichnet, was es definitiv nicht war. Die im Schreiben angegebene Website existiert nicht, weiterhin ist nur eine Mobilfunknummer angegeben. Ungewöhnlich ist auch das "Entgegenkommen" der Absender: Würde man eine vergleichsweise geringe Summe von 146,95 Euro bezahlen, so würde die fingierte Kanzlei Kroner & Kollegen auf den sonst fälligen Betrag von 891,31 Euro verzichten. Mit diesem scheinbaren Gefallen soll der Empfänger wohl zu einer schnellen Bezahlung verleitet werden. Man sollte keinesfalls aus Angst den angegebenen Betrag überweisen. Derzeit ist unklar, von dem die gefälschte Abmahnung stammt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die so kassierten Summen auf Konten in Osteuropa landen.

Neueste Artikel