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BITKOM: Milliardengeschäft mit Onlinegames

Jan W. Jan W.

Jenseits von Computern und Konsolen entwickelt sich derzeit ein neuer Spielemarkt mit Handy- und Onlinegames. Nach einem aktuellen Bericht von BITKOM, werden damit inzwischen Milliarden verdient.

Spiele auf dem Handy und im Internet werden immer beliebter: Allein in diesem Jahr werden die weltweiten Umsätze mit Handy- und Onlinegames auf sechs Milliarden Euro steigen - ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bekannt.

Im laufenden Jahr kletterte der Umsatz im weltweiten Markt für Handy-Gaming auf 2,6 Milliarden Euro. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Gebühren, die beim Herunterladen von Spielen aufs Handy anfallen. Nach BITKOM-Berechnungen werden sich 2006 allein die Deutschen etwa 15 Millionen Spiele auf ihr Mobiltelefon holen. Das entspreche einem Umsatz von 54 Millionen Euro. Besonders beliebt seien dabei komplexe Strategiespiele und neu aufgelegte Klassiker der ersten Videospielegeneration wie Tetris.

Im Bereich der Online-Games rechnet BITKOM dieses Jahr weltweit mit einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. Die Einnahmen würden aus Download-Gebühren, Werbung im Umfeld von Spielen und Mitgliedschaften bei so genannten Massenspielen kommen, ein Geschäftsmodell, das besonders in Asien verbreitet sei. Unabhängig von der Art der Spiele nehme in Deutschland die Beliebtheit von Online-Spielen zu. So begeistere sich bereits ein Drittel aller Deutschen unter 20 Jahren für das Online-Gaming.

Auch über das Jahr 2006 hinaus sei mit einem weiter steigenden Interesse an Mobile- und Online-Gaming zu rechnen. Dank zunehmender Verbreitung von UMTS-Geräten werde das Herunterladen komfortabler und in Kombination mit Flatrates zudem auch günstiger. Gleichzeitig seien die Handys der UMTS-Generation technisch noch ausgereifter. Mehr Speicherplatz erlaube aufwändigere Spiele, der meist größere Bildschirm bringe mehr Spielspaß.

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