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BITKOM: Zuversicht in der ITK-Branche wächst

Oliver W. Oliver W.

Wie sich auch auf der CeBIT zeigte, ist bei IT- und TK-Unternehmen die Stimmung gestiegen. 76 Prozent erwarten steigende Umsätze, besonders zuversichtlich sind Software-Unternehmen und IT-Dienstleister.

Die Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) rechnen im Jahr 2005 mit einer Beschleunigung des Wachstums. Das bestätigte das aktuelle Branchenbarometer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Das Stimmungsbarometer beruht auf einer vierteljährlich stattfindenden Umfrage des Verbands unter seinen Mitgliedsfirmen.

Wachstumsprognose von 3,4 Prozent bestätigt

Danach rechnen 76 Prozent der Unternehmen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Fast 40 Prozent der Firmen erwarten sogar eine Umsatzsteigerung von mehr als fünf Prozent. Dem stehen 16 Prozent gegenüber, die ein stabiles Geschäft ankündigen und acht Prozent, die mit Umsatzrückgängen rechnen. Auf dieser Basis bestätigte der BITKOM seine Wachstumsprognose von 3,4 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro im deutschen ITK-Markt für 2005. Die ITK-Branche entwickele sich damit zu einem zugkräftigen Wachstumsmotor, kommentierte ein Verbandssprecher.

Die positiven Erwartungen für das laufende Jahr ziehen sich durch alle Marktsegmente, besonders zuversichtlich sind Software-Unternehmen und IT-Dienstleister. Doch auch die Anbieter von Hardware machen nach schwierigen Jahren wieder bessere Geschäfte, 63 Prozent der IT-Hersteller erwarten ein Umsatzwachstum.

Bremsende Politik

Als größtes Hemmnis für ihren geschäftlichen Erfolg bewertet die Mehrheit der Unternehmen zum vierten Mal in Folge die politischen Rahmenbedingungen, gefolgt von der Inlandsnachfrage und Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Der BITKOM forderte die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, die Wachstumsperspektiven der ITK-Branche nicht durch zusätzliche Belastungen zu gefährden. Als besonders kritisch bewertet der Verband die geplante Ausweitung urheberrechtlicher Abgaben.

Zudem drohten Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe aus Brüssel. Die EU diskutiert zurzeit Pläne, große Datenmengen von Telekommunikations- und Internetdienstleistern speichern zu lassen. Jede Einwahl ins Internet, jede verschickte SMS, jeder erfolglose Anrufversuch soll mindestens ein Jahr lang gespeichert werden - ein aus Sicht der deutschen ITK-Industrie "völlig inakzeptables" Procedere.

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