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Branchenverband fordert Einschränkungen bei Online-Durchsuchung

Oliver W. Oliver W.

Der Branchenverband Bitkom hat strenge Grenzen bei der geplanten Onlinedurchsuchung gefordert, die von der Bundesregierung zur Verbrechensbekämpfung genutzt werden soll. So sollten entsprechende Überwachungsmaßnahmen nur unter Auflagen stattfinden, so Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Als Beispiel nannte er den großen Lauschangriff, der nur unter strengen Voraussetzungen durchgeführt werden darf. Onlinedurchsuchungen griffen viel weiter in die Privatsphäre ein als eine reine Telefonüberwachung, so Kempf weiter. Für die Softwareindustrie befürchtet Bitkom ebenso Nachteile: Würden Anti-Viren-Hersteller dazu gezwungen, eine Hintertür für den sogenannten "Bundestrojaner" zu implementieren, so könnten Nutzer verstärkt auf Firewalls und Anti-Viren-Programme ausländischer Hersteller zurückgreifen.

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