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BSI: Nazi-Wurm lädt neue Programmteile nach

Oliver W. Oliver W.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt davor, dass der als Nazi-Wurm bekannt gewordene Trojaner Sober.P noch einmal neue Programmteile aus dem Internet nachlädt.

Am kommenden Montag, dem 23. Mai, wird der im Umlauf befindliche Nazi-Trojaner Sober.P versuchen, neue Programmteile aus dem Internet nachzuladen. Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist derzeit noch unklar, welche genauen Auswirkungen zu erwarten sind. Als wirksame Schutzmaßnahme sollten alle Internetnutzer das verwendete Virenschutz-Programm aktualisieren.

Sober.P, von einigen Virenschutz-Herstellern auch als Sober.Q bezeichnet, ist eine Nachfolgeversion des Computerwurms Sober.O, des so genannten WM-Ticket-Wurms.

Das Trojanische Pferd verschickt selbstständig Spam mit rechtsradikalem Inhalt. Der Wurm bedient sich dabei vorhandener, regulärer Mailadressen und erweckt bei unerfahrenen Nutzern den Eindruck, die Adressaten seien selbst für den Nazi-Spam verantwortlich.

Nach Analyse des Quellcodes ist Sober.P in der Lage, ab 23. Mai selbstständig zahlreiche Stellen im Internet nach neuen Programmteilen abzufragen und diese nachzuladen. Möglicherweise wird so ein neuer Computerwurm oder ein neues Trojanisches Pferd in Umlauf gelangen. Das BSI ist mit den Betreibern der bekannten Internet-Domainnamen in Kontakt, so dass diese abgeschaltet werden und der Angriff damit voraussichtlich ins Leere geht.

Trotzdem rät das BSI allen Computernutzern, die eigene Virenschutz-Software umgehend zu aktualisieren. Denn Sober.P kann nur dann weiter aktiv werden, wenn er auf dem Computer unbemerkt bleibt. Wer eine Sober-Mail bekommt, braucht jedoch nicht zu befürchten, den Wurm weiterzuversenden - der Wurm ist in den Spam-Mails nicht drin.

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