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Cedor: Medienbibliothek erstellen

Oliver W. Oliver W.

Daten zu erschaffen ist einfach, doch bleibt der Überblick über die Daten dabei meist auf der Strecke. Umständliches Medienwechseln und lange Suchzeiten sind die Folgen. Viel praktischer wäre es, erst in einer Datenbank nachzusehen, auf welchem Medium welche Datei liegt, um dann explizit dieses Medium zu suchen. Und genau diesen Weg geht Cedor. Es scannt Datenträger und erstellt dann eine Art Inhaltsverzeichnis respektive Index. Dieser belegt nur sehr wenig Speicher, bietet aber eine gute Übersicht über die Dateien auf dem Datenträger. Als Hauptfunktion ist in Cedor die Suchfunktion anzusehen, doch die Software bietet noch einige Extras. So ist es möglich Datenträger in verschachtelten Kategorien zu ordnen. Dies ermöglicht beispielsweise die leichtere Unterscheidung zwischen CDs, DVDs oder anderen Medien wie beispielsweise BluRay-DVDs. Multifilter erlauben es, die Datenbank auch mit exotischen Suchkriterien zu durchsuchen. Viele andere Programme, die eine Suchfunktion bieten, können weder mit Filtern arbeiten, noch besonders komplexe Filterkombinationen nutzen. Es können in Cedor zudem beliebig viele verschiedene Filter angewendet werden. Desweiteren bietet die Shareware eine Export-Funktion, um die Datenbank in Textdateien, HTML-Seiten oder Tabellen zu exportieren. Dies ist sehr vorteilhaft, wenn man bestimmte Teile der Datenbank beispielsweise in Excel bearbeiten möchte, um diese noch übersichtlicher zu gestalten oder mit anderen Elementen wie Diagrammen zu versehen. Auch beherrscht das Programm das Erstellen von Vorschaubildern, welche bei einem großen Bild-Daten-Bestand sehr von Vorteil ist, da man so sehr schnell die Durchsicht hat. Ein weiteres Extra, welches die Software von der Konkurrenz abhebt ist die Fähigkeit, Archiv-Dateien, sprich: ZIP, RAR, ACE und viele weitere, zu extrahieren und deren Inhalt wie ein Verzeichnis anzeigen zu lassen. Das ist sehr vorteilhaft, wenn die gesuchte Datei sich innerhalb einer solchen Datei befindet, da man sich das mühselige Entpacken spart. Allerdings funktioniert das nur bei Archiv-Dateien, die nicht passwortgeschützt sind. Wenn Musikdateien indiziert werden, können zusätzlich passende Meta-Daten von der freien Musik-Datenbank FreeDB abgerufen werden. Die Oberfläche von Cedor ist ebenso übersichtlich wie der Datenbestand, der angelegt wird.

Grundsätzlich wird eine Drei-Fenster-Ansicht geschaltet, welche aber in ihrem proportionalen Verhältnis frei verändert werden kann. Auf der linken Seite findet man eine Baumansicht der indexierten Datenträger und Medien. Diese kann wie die Baumstruktur des Windows-Explorers auf- und zugeklappt werden. Im oberen Bereich des rechten Fensterteils ist eine Auflistung der einzelnen im angewählten Order oder Medium befindlichen Dateien in Detailansicht. Diese Ansicht lässt sich aber auch beispielsweise auf Listen-Symbolansicht umstellen. Der untere Bereich stellt Dateien im Einzelnen dar. So werden dort zum Beispiel Bilder direkt in einer Vorschau angezeigt. Zusätzlich finden sich daneben noch Informationen über Bildgröße, Farbtiefe beziehungsweise je nach ausgewählter Datei auch andere Infos. Lässt man die Software Revue passieren, bleibt ein positiver Eindruck. Die vielen Funktionen, die einfache Handhabung, die guten Extras wie die Archiv-Verwaltung und die Indexierung jeglicher Datenträger, so auch Festplatten und USB- Sticks. Aber auch die übersichtliche Darstellung der Daten sprechen für sich.

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