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Chip Online: Vista-Notebooks nicht spieletauglich

Jan W. Jan W.

Wer ein neues Notebook kaufen will und damit auch 3D-Gaming im Sinn hat, sollte die Finger von Vista-Modellen lassen. Viele der Geräte liefern durchweg schlechte Leistungswerte bei Spielen. Darauf weist Chip Online hin.

Seit drei Monaten stehen PCs und Notebooks mit vorinstalliertem Windows Vista in den Läden – genug Zeit, um mit Treiber-Updates die gröbsten Kinderkrankheiten zu beseitigen, sollte man meinen. Doch die Realität sieht anders aus: Bei den üblicherweise verbauten Grafik-Chips der Hersteller ATI und Nvidia klafft trotz aktueller Treiber eine Lücke von bis zu 50 Prozent zwischen der Grafikleistung unter Vista und XP. Verbraucherberater CHIP Online rät daher: Spieler, die ein Notebook explizit für 3D-Gaming oder gar OpenGL-Anwendungen kaufen wollen, sollten vorerst die Finger von Vista-Notebooks lassen.

Treiber aus Vor-Vista-Zeiten

Die Tester von Chip Online kritisieren, dass es einige Notebook-Hersteller noch nicht einmal geschafft haben, auf ihren Geräten die aktuellsten Treiber zu installieren oder sie zumindest an ihre Notebooks anzupassen und zum Download anzubieten. Bei dem Mitte April ausgelieferten Acer-Notebook Aspire 5114WLMi stammten die vorinstallierten Treiber vom Dezember letzten Jahres, führte das Magazin beispielhaft an. Das Ergebnis sei für jeden halbwegs anspruchsvollen Nutzer eine Katastrophe: Bei DirectX-Benchmarks sei das Gerät nur halb so schnell wie vergleichbare XP-Notebooks. Und in OpenGL-Benchmarks liefere es Werte, die zum Teil nicht einmal mehr zehn Prozent der Referenzwerte unter XP erreichen. Selbst mit den neuesten für das Testgerät verfügbaren Vista-Treibern erreiche das Acer-Notebook durchweg nur knapp mehr als die halbe XP-Leistung. Ähnlich schwach sind übrigens auch die Leistungswerte des Acer Travelmate 5625WSMi mit Nvidia-Grafik unter Vista, so die Tester.

Viele Hersteller betroffen

Doch nicht nur Acer verkaufe derzeit Vista-Notebooks mit inakzeptabler 3D-Leistung. Die Tester stellten auch bei weiteren Modellen unter Vista Leistungsabschläge von bis zu 50 Prozent fest. Betroffen sind unter anderem das Asus W2PC-7M016, das Asus VX2 und der HP Pavillion dv9295eu. Doch nicht alle Vista-Notebooks zeigen Schwäche: Das Lenovo Thinkpad T60 und das Toshibas Satellite Pro P100-439 brachten im Test die gleiche Leistung wie ein vergleichbares XP-Notebook.

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