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Cloud Speicher: Google Drive gestartet

Jan W. Jan W.

Lange Zeit wurde er angekündigt, nun ist er endlich da: Googles eigener Online-Speicherdienst. Anwender können ab sofort auch mit dem Internetriesen auf (Daten-)Wolke 7 schweben und von überall auf ihre persönlichen Dateien zugreifen.

Google Drive – Verspäteter Cloud Dienst

Google Drive HauptseiteDieses Mal war Google nicht schneller als die Konkurrenz. Schon seit 2007 bietet Dropbox einen kostenlosen Web-Speicherplatz an. Über einen Client füllt man ihn mit Daten, die auf einen Server hochgeladen werden. Dokumente, Bilder und Musik ruft man von jedem internetfähigen Endgerät (u.a. Smartphones) ab und macht sie anderen zugänglich. Nach und nach gesellten sich zu Dropbox weitere Speicherdienste. Den mit Abstand üppigsten Speicherplatz gewährt Microsofts SkyDrive. Sieben Gigabyte erhält man hier für lau. Google Drive EditorHinter verschlossenen Türen werkelte man schon lange Zeit bei Google an einem eigenen Cloud-Dienst, schließlich will man sich auf diesem Zukunftsmarkt gut positionieren. Nachdem die Gerüchteküche fast überkochte, wurden die Tore zu "Google Drive" nun geöffnet.

Google Drive – Kostenloser Cloud-Speicher mit Zusatzfunktionen

Google bietet nach einer kostenlosen Anmeldung fünf Gigabyte kostenlosen Speicherplatz. So viel Speicher offerieren die meisten Services in den Gratis-Angeboten. Weiterer Speicherplatz lässt sich dazu kaufen, los geht es mit 25 GB für rund $2,50 pro Monat. Google Drive LaufwerkMit der Größe punktet Google Drive wohl nicht bei den Anwendern, dafür haben die Google-Entwickler pfiffige Zusatz-Features integriert. Durch die enge Verzahnung mit Google Docs eignet sich Google Drive in erster Linie für den Austausch von Dokumenten. Für Windows, MacOS und Android steht ein Client zur Verfügung. Er erstellt einen separaten Ordner. In ihn kopierte oder abgespeicherte Dateien werden automatisch mit Googles Datenwolke abgeglichen. Google Drive öffnet seine Tore neben Dokumenten auch für Multimedia-Dateien. Der Clou: Nahezu alle hochgeladenen Dateien lassen sich auch im Browser betrachten, selbst Videos spielt man dort ab. Mit von der Partie ist zudem eine OCR-Funktion: Die Texte von abfotografierten Zeitungsartikeln werden indexiert und per Volltextsuche verfügbar gemacht. Die Bilderkennung identifiziert Motive und speist sie in die Suche ein. Eine Suche nach "Empire State Building" fördert nicht nur Texte zu Tage, die das Wort enthalten, auch Bilder vom Empire State Building fallen unter die Suchtreffer. Man darf gespannt sein, wie die Konkurrenz auf diese Feature-Vielfalt von Google reagieren und wie groß Googles Stück vom Cloud-Kuchen sein wird.

Google Drive noch nicht überall verfügbar

Einziger Wermutstropfen ist, dass derzeit noch nicht alle Google-Nutzer auf Google Drive zugreifen können. Wer zur Zeit noch keinen Zugriff auf seinen Google-Speicher hat, sollte in den nächsten Tagen immer wieder auf die Seite schauen, ob sich etwas getan hat.

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