Tipp

Dateien sicher löschen mit SSD-Festplatte

Jan W. Jan W.

Wer seinen Rechner verkaufen will, tut gut daran vorher sensible Dateien von der Festplatte zu löschen. Neben dem Weg über Software gibt es bald auch eine spezielle SSD-Festplatte für alle Privatsphären-Fanatiker.

SSD-Festplatte für den Hobby James Bond

"Diese Nachricht zerstört sich in wenigen Sekunden von selbst" - Jeder James Bond-Fan kennt diesen Satz. Doch nicht nur Mitteilungen können sich (zumindest in Filmen) selbst terminieren, auch Festplatten sollen bald diese Fähigkeit besitzen. Das Unternehmen RunCore entwickelt derzeit eine SSD-Festplatte, die sich auf Knopfdruck selbst zerstören soll. Dazu bringt der Datenträger zwei Knöpfe mit: Mit dem einen wird Herstellerangaben zufolge ein "intelligentes Löschverfahren" in Gang gesetzt, das alle auf der Festplatte vorhandenen Dateien unwiderruflich löscht. Highlight ist jedoch der zweite Knopf: Betätigt man ihn, so wird den elektronischen Komponenten im Inneren ein Stromverschlag versetzt und augenblicklich soll die Festplatte physikalisch zerstört sein. Zuhause könnte man einen ähnlichen Effekt erzielen, indem man seine Festplatte in eine Mikrowelle steckt.

SSD-Festplatte für Militär und Behörden

Nicht nur wegen der Sicherheitsfeatures wendet sich RunCore vornehmlich an Abnehmer aus Behörden und das Militär. Auch der recht große Temperaturbereich, in dem die Festplatte betrieben werden kann, spricht dafür. Je nach Version soll die selbstzerstörende Festplatte bei Temperaturen von -45° C bis +90° C betrieben werden können. Der Datenträger wird per SATAII-Port an den Rechner angeschlossen und erreicht laut RunCore eine Lesegeschwindigkeit von bis 240 Megabyte pro Sekunde. Daten sollen mit bis zu 140 MB/s geschrieben werden können. Wann und zu welchem Preis die RunCore-Festplatte in Deutschland auf den Markt kommt, ist noch unklar.

Für Privatanwender ist eine selbstzerstörende Festplatte sicherlich zu viel des Guten, stattdessen ist der Einsatz von spezieller Lösch-Software zu empfehlen. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag:

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