Tipp

Die halbe Wahrheit: PC Mythen aufgeklärt

Rainer W. Rainer W.

Bei Diskussionen rund um PC-Themen glänzen viele selbsternannte Profis mit Halbwissen. Viele PC-Mythen haben sich im Laufe der Zeit verfestigt und Anhänger gefunden. Doch halten gängige Mythen rund um Windows & Co. dem Realitätstest Stand?

PC Mythos 1: "Papierkorb löscht zuverlässig Dateien"

Vorsicht, Trugschluss! Wer Dateien über den Papierkorb löscht, entfernt sie nur oberflächlich. Windows löscht lediglich den Verweis, das eigentliche File bleibt jedoch erhalten und kann mit Recovery Tools wiederhergestellt werden. Besser: Sicher Daten löschen mit Eraser Tools.

PC Mythos 2: "Software-Firewalls machen den Rechner sicher"

Nicht unbedingt. Da es sich bei Software-Firewalls auch nur um von Menschen programmierte Software handelt, und Menschen bekanntlich Fehler machen, können diese selbst neue Sicherheitslecks verursachen. Jede Software mehr stellt potenziell ein weiteres Sicherheitsrisiko dar. Zwar ist es richtig, dass eine gute Firewall das Sicherheitsniveau erhöht, für die meisten Fälle reichen jedoch ein aktuelles Antiviren-Programm und die neuesten Windows Updates. Wenn es doch eine Firewall sein soll, wie wäre es dann mit der internen Windows 7 Firewall?

PC Mythos 3: "Cookies sind böse und spionieren den User aus"

Das ist nur die halbe Wahrheit. Zwar existieren tatsächlich Cookies, die Surfgewohnheiten zur Einblendung passender Werbung aufzeichnen, jedoch sind diese eher selten anzutreffen. In der Regel sind Cookies aber nützlich: Sie ersparen es dem Anwender beispielsweise, jedes Mal erneut seine Daten eingeben zu müssen. Normale Cookies können zugelassen werden. Etwas wachsamer sollte man aber bei Flash- und Silverlight-Cookies sein.

PC Mythos 4: "Tuning macht den PC schneller"

Vorsicht! Tuning-Programme sollten umsichtig eingesetzt werden. Getreu dem Motto "Viel hilft nicht viel" kann die Nutzung mehrerer Windows-Tuner sogar den Rechner ausbremsen. Entscheiden Sie sich für ein Optimierungstool. Eine Übersicht von Tuning-Tools gibt es bei uns.

PC Mythos 5: "Bildschirmschoner schützen den Monitor"

Früher schützten Bildschirmschoner tatsächlich den Monitor vor dem "Einbrennen" des Bildes. Im Zeitalter von Flachbildschirmen sind Screensaver aber nur noch schmückendes Beiwerk. Wer möchte kann mit Bildschirmschonern der Arbeitspause eine persönliche Note verleihen. Sinnvoll: Mit BOINC stellt man ungenutzte Rechenzeit der Forschung zur Verfügung und hilft damit unter anderem Krankheiten zu bekämpfen.

Mythos 6: "Viele installierte Programme bremsen den Rechner aus"

Stimmt nur teilweise. Eine Vielzahl von installierten Programmen hat selbst keinen Einfluss auf die Rechnergeschwindigkeit. Problematisch wird es erst, wenn die Programme viele Daten auf dem Rechner hin- und herschieben, speichern und kopieren und so die Festplatte fragmentiert. Eine Lösung ist die Defragmentierung.

Mythos 7: "Windows ist das unsicherste Betriebssystem"

Das muss man von zwei Seiten sehen. Tatsächlich werden für Windows die meisten Viren geschrieben. Das liegt aber daran, dass das Betriebssystem auf den meisten Rechnern installiert ist und damit ein lohnenswertes Ziel darstellt. Aber auch MacOS- und Linux-User können nicht hundertprozentig sicher sein: Auch für diese scheinbar sicheren Betriebssysteme existiert Malware. Diese sieben PC-Mythen zeigen, dass Dichtung und Wahrheit oftmals weit auseinander liegen. Welcher Bären wurde Ihnen schon aufgebunden? Wir freuen uns über Ihre persönlichen PC-Mythen in den Kommentaren.

Neueste Artikel