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Facebook Datenschutz Abstimmung: Nutzer gehen an die virtuelle Urne

Jan W. Jan W.

Facebook möchte sein Image in Sachen Datenschutz aufpolieren. Derzeit können die User über neue Nutzungsbedingungen abstimmen. Experten kritisieren jedoch das Vorgehen und werfen Facebook Augenwischerei vor.

Dürfen User beim Facebook Datenschutz mitreden?

Facebook – Das weltweite größte Social Network. In der Vergangenheit wurde es oft von Datenschützern für seine Datenschutzrichtlinien gescholten. Es folgte die Aktion Europe vs. Facebook, die sich für mehr Transparenz einsetzt. Facebook will nun weg vom Image der Datenkrake und lässt seine Nutzer noch bis zum 8. Juni über neue Nutzungsbedingungen und Datenschutzregelungen votieren. Was sich gut anhört, hat laut dem Unabhängigen Zentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) seine Tücken. Erstes könnten nur diejenigen Mitglieder abstimmen, die Fan der Seite "Facebook Site Governance" sind. Zweitens müssten mehr als 200 Mio. Stimmen vorliegen, damit eine verbindliche Änderung herbeigeführt wird. Drittens sei es nur möglich zwischen den alten und den neuen Nutzungsbedingungen zu wählen.

Facebook Datenschutz Abstimmung nur Augenwischerei?

"Ehrlich wäre es gewesen, sich mit den Forderungen der Nutzerinnen und Nutzer ernsthaft auseinanderzusetzen und echte Alternativen – natürlich auf Basis einer rechtskonformen Lösung – zur Wahl zu stellen.", sagt Dr. Thilo Weichert vom ULD. Bei der Abstimmung würde es sich nur um Augenwischerei handeln und Facebook sei nicht wirklich an einer Abstimmung durch seine Mitglieder interessiert. "Facebook stößt die vielen tausend Nutzerinnen und Nutzer, die sich an der Diskussion um die Regelungen beteiligt haben, vor den Kopf.", kommentiert Weichert weiter.

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