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Finanziell motivierte Attacken auf Apple Macs nehmen zu

Rainer W. Rainer W.

Der Sicherheits-Dienstleister Sophos hat die neueste Ausgabe seines Security Threat Report veröffentlicht. Darin finden sich die Ergebnisse zur Bedrohungslage der vergangenen zwölf Monate sowie die zu erwartenden Trends der Cyberkriminalität für 2008. Wie der Bericht zeigt, entwickelten organisierte kriminelle Vereinigungen 2007 erstmals Schadprogramme für Apple-Plattformen, um damit Geld der Anwender zu stehlen. Für 2008 geht Sophos davon aus, dass Cyberkriminelle ihre Angriffe auf Nicht-Windows-Systeme weiter ausdehnen werden. Die IT-Sicherheits-Experten raten daher Anwendern aller Betriebssysteme, sich vor den zunehmenden Bedrohungen in Acht zu nehmen und ihre Computer und Netzwerke ausreichend zu schützen.

Phishing immer häufiger auch über Macs

Obwohl es bereits schon früher Malware für Apple Mac-Computer gab, sahen organisierte kriminelle Banden bis vor kurzem nicht die "Notwendigkeit", Mac-Nutzer anzugreifen, da es noch "genügend" schlecht geschützte Windows-PCs gibt. Ende 2007 jedoch wurden Schadprogramme für Apple Mac nicht mehr nur von Forschern entwickelt, um mögliche Schwachstellen aufzuzeigen oder ihr eigenes Können unter Beweis zu stellen, sondern auch von finanziell motivierten Hackern, die bemerkt haben, dass das Infizieren von Apple Macs mittlerweile ein größeres Potenzial für ihre betrügerischen Aktivitäten bietet. Beispielsweise wurden zahlreiche Versionen des OSX/RSPlug-Trojaners, der erstmals im November 2007 aufgetaucht ist, auf Websites eingeschleust, um Apple-Computer gezielt über das Internet zu infizieren und so Phishing-Attacken und Identitätsdiebstahl zu ermöglichen.

Für Betrüger attraktiv

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos: "Niemand sollte die Bedeutung der finanziell motivierten Malware unterschätzen, die Ende des vergangenen Jahres für den Apple Mac auftauchte. Auch wenn Apple Macs bei den Anwendern - insbesondere bei Unternehmen - noch längst nicht die Verbreitung von Windows PCs besitzen, hat sich das steigende Kundeninteresse auch für einige kriminelle Cybergangs als attraktiv erwiesen."

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