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Flachbildschirme: Neue Technik für schärfere Bilder

Oliver W. Oliver W.

Bei der Darstellung von PC-Spielen oder Filmen zeigen die sonst den Röhrenmonitoren überlegenen Flachbildschirme noch Schwächen, berichtet die Computerzeitschrift c't.

In Bezug auf Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe haben die aktuellen Flachbildschirme die herkömmlichen Röhrenmonitore schon übertroffen. Bei der Wiedergabe schnell bewegter Bilder zeigen die LCDs jedoch noch Schwächen, meint das Computermagazin c't. Die Darstellung in PC-Spielen oder beim Abspielen von DVDs wirke bei genauer Betrachtung unscharf. Dieses Problem wollen die Hersteller durch immer kürzere Schaltzeiten beseitigen. Derzeit kommen fast im Monatsrhythmus schnellere LC-Displays auf den Markt - inzwischen seien fünf Millisekunden erreicht.

Da die in den Flachbildschirmen enthaltenen Flüssigkristalle von Natur aus eher träge sind, forschen die Materialhersteller stetig an neuen Rezepturen, um die Viskosität des Kristalls zu verringern. Displayhersteller setzen zusätzlich auf die so genannte Overdrive-Technik: Dabei wird bei jedem Bildwechsel kurzzeitig eine erhöhte Spannung an die Pixel gelegt und so die Ausrichtung des Kristalls beschleunigt und damit die Schaltgeschwindigkeit des Displays erhöht, erklärt das Computermagazin. Die leichte Unschärfe bei schnellen Bildsequenzen lasse sich allerdings auch damit nicht vollständig beseitigen. Erst weitere Maßnahmen verhelfen LC-Displays und übrigens auch Plasmaschirmen zur messerscharfen Wiedergabe bewegter Bilder.

Die neuen Techniken kommen bislang in Desktop-Monitoren kaum zum Einsatz, sondern eher in den teureren Flachbildfernsehern. "Angesichts der gewaltigen Nachfrage nach schnellen LCD-Monitoren dürfte sich das jedoch bald ändern", meint c't-Redakteurin Ulrike Kuhlmann.

Das Computermagazin hat neun schnelle 19"-Displays getestet. Das Ergebnis ist in der aktuellen Ausgabe (09/05) veröffentlicht.

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