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Freiwillige Authentizitäts-Prüfung von Windows-Versionen bei Microsoft

Oliver W. Oliver W.

Microsoft stellt Anfang Februar eine Seite bereit, auf der Anwender anonym prüfen können, ob sie eine legale Windows-Version verwenden. Das Prüfverfahren soll bald auch vor Downloads angewendet werden.

Am 7. Februar 2005 beginnt auch in Deutschland die Pilotphase für das internationale Programm "Windows Genuine Advantage" (WGA). Microsoft überprüft dann mit dem WGA-Prozess anonym und auf freiwilliger Basis die Authentizität der vom Endkunden oder dem kleinen Unternehmen verwendeten Windows-Version. Dafür erhalten Teilnehmer mit Original-Software Zugang zu Downloads wie Photo Story 3 oder dem Winter Fun Pack.

Nach einer Pilotphase, die bis Mitte des Jahres laufen wird, sollen alle Windows-Downloads über Windows Update sowie aus dem Download Center ausschließlich über den WGA-Prozess möglich sein. Sicherheitsupdates und Service Packs sollen aber auch danach allen Nutzern frei über die Funktion "Automatische Updates" ohne Einschränkungen zur Verfügung gestellt werden. Alle Vorteile genießen in Zukunft jedoch nur noch Nutzer von legaler Windows-Software.

Das Unternehmen weitet mit WGA sein weltweites Anti-Piraterie-Engagement weiter aus. Microsoft schätzt, dass pro Jahr über eine Million PCs mit illegalen Windows-Lizenzen über den Handel verkauft werden. Davon könnten vor allem Kunden betroffen sein, die ihre Produkte als System Builder- oder OEM-Versionen gekauft haben und nun unwissentlich illegale Versionen verwenden. Auf der unten angegeben Seite können Anwender ab 7. Februar überprüfen lassen, ob es sich bei der von ihnen genutzten Windows-Version um ein legales Produkt handelt. Auf besagter Seite wird die verwendete Windows-Version automatisch überprüft, wenn der Nutzer einen der Downloads anwählt. Volumenlizenz-Kunden müssen diesen Validierungsprozess nicht durchlaufen. Bei Kunden mit bereits aktivierter Windows Version geschieht die Validierung automatisch.

Die Prüfung geschieht, wie vom TÜV-IT zertifiziert, anonym. Microsoft fragt nach eigenen Angaben keine Daten ab, durch die sich der Benutzer identifizieren ließe oder es Microsoft möglich würde, ihn zu kontaktieren. Wer die Validierung nicht durchlaufen kann oder seinen Product-Key verloren hat, erhält über die Nachvalidierung einen Überprüfungsschlüssel. Dazu muss er drei Fragen (nach Land, PC-Hersteller und Händler) beantworten, um die Downloads zu erhalten.

Die erweiterte Pilotphase des WGA-Programms ist seit September 2004 in den USA und in einigen weiteren Ländern erfolgreich angelaufen. Über fünf Millionen Nutzer haben den Angaben zufolge bereits freiwillig die Gültigkeit ihrer Windows-Version prüfen lassen und sich dafür Zusatzprogramme heruntergeladen.

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