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Fun mit Phun: Witzige Physiksimulation

Oliver W. Oliver W.

Arbeit, Haushalt und ständige Termine strengen auf Dauer sehr an und fordern viel Energie. Dass diese Energie nicht nur von den Nahrungsmitteln, sondern auch einem entspannenden Ausgleich zur Arbeit kommt, sollte klar sein. Doch was tun, wenn die Zeit für ein Hobby nicht reicht, aber einfach nur Nichtstun auch langweilig ist? In diesem Fall könnte die zweidimensionale Physiksimulation "Phun" weiterhelfen, sofern Sie experimentierfreudig sind und Freude an physikalischen Vorgängen, wie etwa einem selbstgebauten Kran, einem Schwimmbecken mit Sprungbrett oder dergleichen haben. Phun ist allerdings keine klassische Simulation, wie man sie aus Forschungslaboren kennt, sondern eher eine spielerische Simulation, die dem Nutzer Physik näher bringen und ihm gleichzeitig Freude bereiten soll. Ihre Objekte erstellen Sie entweder "Freihand" mit der Maus oder aus anderen Teilen, beispielsweise Blöcken und Kreisen, die sich beliebig in Größe, Position und einer Menge weiterer Parameter ändern lassen. Wird die Simulation mit dem Play-Button gestartet, fallen alle nicht festgepinnten Objekte physikalisch korrekt zu Boden, schweben nach oben, wenn Sie das Gewicht weit heruntersetzen oder schleudern entsprechend äußerer Umstände umher. Jedes Objekt kann zusätzlich mit jedem anderen an jeder Stelle und beliebig oft mit Federn oder Ketten verbunden werden. Auch diese bieten einige Parameter wie Gewicht, Stärke, Elastizität und so weiter. Ausserdem können Objekte mit einem Schanier versehen werden, welches es ermöglicht, als Motor das jeweilige Objekt anzutreiben, ebenfalls mit frei wählbarer Stärke, Geschwindigkeit oder Richtung. Als wenn das nicht genug wäre, können Sie noch Wasser hinzufügen. Dieses erstellen Sie, indem Sie ein Objekt der gewünschten Wassermasse erstellen und es dann mit rechts anklicken und im Menü "In Wasser verwandeln" wählen. Darüber hinaus gibt es noch unendliche Fläche, beispielsweise für einen Boden oder eine Decke. Auch lassen sich Luftwiderstand, Schwerkraft und einiges mehr de- oder aktivieren. Die Farbe aller Objekte, sowie die des Wassers lässt sich ebenfalls frei wählen. Dadurch können Sie beispielsweise mehrere Objektgruppen erzeugen, wenn Sie ein symmetrisches Objekt erzeugen wollen oder das Experiment es einfach erfordert. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und erzeugen Sie Mechanismen, von denen Sie nicht einmal wussten, dass sie funktionieren. Und sollte Ihnen etwas nicht gefallen, löschen Sie es in Echtzeit während der Simulation oder positionieren es um. Sie können auch einfach ein Objekt festhalten und damit den Rest blockieren oder beeinflussen. Eine der wenigen Grenzen ist der Einfallsreichtum des Nutzers. Die andere Grenze könnte Ihr PC darstellen. Eine solche, an die Realität angelehnte Simulation erfordert natürlich eine hohe Rechenleistung. Unter einem Gigahertz und 256 Megabyte RAM, sowie einer Grafikkarte mit wenigstens 64 MB Grafikspeicher werden Sie eher keinen Fun mit Phun haben, da es dann sehr schnell einer Diashow gleicht. Kleiner Tipp für mehr Leistung Die Leistung können Sie erhöhen, wenn Sie im Optionsmenü "Antialiasing" ausschalten. Ausserdem sollten Sie ein Schanier nicht mit zu vielen Objekten verbinden oder es auf eine extrem hohe Geschwindigkeit schalten. Je weniger Bilder pro Sekunde berechnet werden können, umso weniger Kollisionen können berechnet werden und die Simulation wird mitunter unrealistisch. **

Phun: So viel Spaß kann Physik machen**

Zuletzt spielt die Menge des verwendeten Wassers eine entscheidende Rolle bei der Leistung. Wieviel Ihr Rechner verträgt, lässt sich pauschal nicht sagen. Probieren Sie es einfach aus. Mehr als aufhängen kann sich das Programm nicht. Probieren Sie Phun also ruhig einmal aus. Für die Mittagspause im Büro oder eine freie Stunde zwischen zwei Terminen, ist dieses Programm wunderbar geeignet. Und Sie müssen noch nicht einmal dafür bezahlen. Phun gibt es vollkommen kostenlos. Es wird sogar an zahlreichen Schulen als Lernprogramm eingesetzt, was auf Phuns Qualität schließen lässt.

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