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Gamer verstärkt im Visier von Online-Kriminellen

Oliver W. Oliver W.

Offenbar sind Online-Gamer weiterhin lohnende Ziele für Cyber-Kriminelle. Das legen zumindest die Nachforschungen der G DATA Security Labs nahe. Die Sicherheits-Experten haben insgesamt 1000 Dateien - Patches, Wallhacks und Cheats - unter die Lupe genommen, die sie über P2P-Tauschbörsen heruntergeladen hatten. Das Ergebnis ist beunruhigend: 54 Prozent der analysierten Dateien waren demnach mit Schadcode infiziert.

Daraus schließen die Fachleute, dass Malware-Autoren für die Verbreitung gezielt auf P2P setzen. Dass die Malware-Autoren und Botnet-Master es besonders auf Gamer-PCs abgesehen haben, liegt ihrer Meinung nach an der exzellenten Ausstattung und der langen Online-Zeiten von Gamern. Da viele aktive Online-Spieler auf Firewall und Antivirensoftware verzichteten, böten die ungesicherten Ports der PCs ideale Einfallstore für die Einspeisung von Schadcode. Zudem sei der Diebstahl und Handel von Spieler-Login-Daten äußerst lukrativ. Auf dem "Markt" könnten Kriminelle mit diesen Daten mittlerweile mehr als doppelt so viel verdienen, als mit dem Handel gestohlener Kreditkarten-Nummern.

Interessant sei vor allem, dass in 2007 mit "OnLineGames" und "Magania" zwei Passwortstehler in den Top 10 gelandet sind, die es auf Passwörter von Onlinespielen abgesehen haben. 2006 sei es schon bemerkenswert gewesen, dass mit Lineage ein solches Programm die vorderen Plätze erreicht hat. Die beiden Vertreter des vergangenen Jahres hätten das Ergebnis des Vorjahres aber deutlich übertroffen. Das zeige, dass Onlinespieler immer häufiger angegriffen wüurden. Die Anzahl der Passwortspione, die auf Onlinespieler zielen übersteigt den Angaben zufolge mittlerweile die Anzahl der Banking-Trojaner.

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